Lolita - Blu-ray

Blu-ray Start: 14.11.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 132 min

Lolita Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

New Hampshire, 1947. Während eines Sommerurlaubs verliebt sich der Literaturprofessor Humbert rettungslos in Lolita, die erst zwölfjährige Tochter seiner Vermieterin. Immer mehr verfällt er den Avancen der frühreifen Teenagerin und beginnt eine Affäre mit ihr. Seine Besessenheit führt so weit, dass er ihre ahnungslose Mutter heiratet, nur um in Lolitas Nähe bleiben zu können. Als das doppelte Spiel auffliegt, begeben sich die beiden auf eine ziellose Reise durch Amerika – ein Land, so rätselhaft und gefährlich wie Lolita selbst. Viel zu spät erkennt Humbert, dass sein wiederentdecktes Paradies der Vorhof zur Hölle ist ...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Capelight Pictures
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Audiokommentar von Regisseur Adrian Lyne, Making-of, Hinter den Kulissen, Geschnittene Szenen, Casting-Szenen, Statements, Original Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Lolita

Blu-ray
Lolita Lolita
Blu-ray Start:
14.11.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 132 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Lolita Lolita
DVD Start:
14.11.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 132 min.

Blu-ray Kritik - Lolita

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 7/10


Sich an einer Neuverfilmung von Vladimir Nabokovs Roman „Lolita“ zu versuchen, erfordert schon eine gehörige Portion Mut. Immerhin hat bereits niemand geringeres als Kinogroßmeister Stanley Kubrick aus diesem Stoff einen Film geschaffen. Und auch inhaltlich gibt es sicherliche bequemere Themenfelder, die man filmisch verarbeiten kann. So schien seinerzeit auch der Verleiher nicht so recht zu wissen, ob man dem Publikum den Film wirklich in dieser Form präsentieren sollte und ließ ihn erstmal ein Jahr im Giftschrank verweilen. In die Kinos kam Adrian Lynes („Flashdance“, „ ½ Wochen“) Literaturverfilmung im Jahr 1997 dennoch und der befürchtete Skandal blieb aus.

Als sich der Literaturprofessor Hubert Humbert (Jeremy Irons) während eines Sommerurlaubs in die gerade einmal 12 Jahre alte Tochter seiner Vermieterin (Melanie Griffith), Lolita (Dominique Swain), verliebt, ahnt er noch nicht, was das für katastrophale Folgen haben wird. Eine Affäre bahnt sich an und Hubert ist nach kurzer Zeit bereits so besessen, dass er sogar die Mutter des Mädchens heiratet, nur um in Lolitas Nähe bleiben zu können. Allerdings kann die verbotene Beziehung nicht ewig geheim gehalten werden...

Obgleich man hätte erwarten können, dass Adrian Lynes „Lolita“-Verfilmung im Vergleich mit der Kubrick Version als der deutlich explizitere und provokativere Film der beiden bewertet werden müsste, ist das Gegenteil der Fall. Auch heute noch ist Kubricks Version der deutlich subversivere Film, gerade weil hier alles sehr viel subtiler und pointierter geschieht. Dennoch hätten die Nacktszenen der Neuverfilmung ja durchaus für einen gesellschaftlichen Aufschrei sorgen können. Dass dieser ausblieb, ist wohl vor allem der visuellen Harmlosigkeit jener Szenen geschuldet, da die Nacktheit stets im Unscharfen bleibt. Inhaltlich befindet sich der Film im Übrigen weitaus näher an Nabokovs Romanvorlage als die Kubrick Version, obwohl Nabokov seinerzeit selbst das Drehbuch zu Kubricks Film verfasste. Interessant ist Jeremy Irons Darstellung des Hubert Humbert, da er diesen keineswegs als den bösen Perversling erscheinen lässt, den viele Zuschauer in der Figur vielleicht vermuten würden. Sein Charakter ist angenehm ambivalent und macht das Schauen zu einer sehr spannenden Angelegenheit. Und auch Dominique Swain vermag zu überzeugen – sie legt ihre Lolita irgendwo zwischen kindlicher Naivität und nymphischer Laszivität an, ohne dabei zu übertreiben.
Ästhetisch kann es Lynes Version jedoch bei weitem nicht mit der Brillanz eines Stanley Kubrick aufnehmen, erreicht aber trotzdem eine recht ordentliche formale Qualität. Besonders hervorzuheben ist außerdem der tolle Soundtrack, für den sich niemand geringeres als Ennio Morricone verantwortlich zeichnete.

Die Blu-ray präsentiert den Film in einer sehr ordentlichen Bild- und Tonqualität, die keinerlei Wünsche offen lassen sollte. Als Bonusmaterial gibt es zudem einen Audiokommentar des Regisseurs, ein Making-of und viele weitere Extras zu entdecken.

Fazit:
Auch wenn der Adrian Lynes Lolita-Film in Anbetracht der bereits existierenden Kubrick-Version relativ überflüssig erscheinen mag, gewinnt er dem Stoff einige neue Facetten ab und hält sich sehr viel enger an die Vorlage. Für Nabokov-Fans daher empfehlenswert!

by Jonas Hoppe
Bilder © Alive / Capelight Pictures