Lock up - Überleben ist alles (uncut) - Blu-ray

Blu-ray Start: 19.09.2019
FSK: 18 - Laufzeit: 108 min

Lock up - Überleben ist alles (uncut) Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Nur noch sechs Monate! Dann ist der Musterhäftling Frank Leone endlich wieder ein freier Mann. Doch überraschend wird er in ein Hochsicherheitsgefängnis verlegt. Bald wird ihm klar, dass der sadistische Gefängnisdirektor Drumgoole einen privaten Rachefeldzug gegen ihn führt. Dem hat Frank nämlich einst einen Beförderungsstopp beschert. Drumgooles Ziel: Leone soll ausrasten und zu einer neuen Haftstrafe verurteilt werden. Der Häftling wird fortan drangsaliert, subtil gefoltert und handfest gequält. Er erträgt alles mit zusammengebissenen Zähnen und lässt sich nicht provozieren. Aber der teuflische Plan geht weiter: Frank erfährt, dass seine Verlobte vergewaltigt werden soll ...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch, Englisch (5.1 DTS-HD Master Audio)
Französisch (Stereo DTS-HD Master Audio)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Making of; Sylvester Stallone Profile (Featurette); Behind the Scenes; Interviews mit Sylvester Stallone, Donald Sutherland, Sonny Landham, John Amos und Darlanne Fluegel; Originaltrailer; Wendecover

Video on demand - Lock up - Überleben ist alles

DVD und Blu-ray | Lock up - Überleben ist alles (uncut)

Blu-ray
Lock up - Überleben ist alles Lock up - Überleben ist alles
Blu-ray Start:
02.09.2010
FSK: 18 - Laufzeit: 108 min.
Lock up - Überleben ist alles (uncut) Lock up - Überleben ist alles (uncut)
Blu-ray Start:
19.09.2019
FSK: 18 - Laufzeit: 108 min.

zur Blu-ray Kritik
Lock up - Überleben ist alles (uncut) (Limited SteelBook Edition) (4K Ultra HD) Lock up - Überleben ist alles (uncut) (Limited SteelBook Edition) (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
19.09.2019
FSK: 18 - Laufzeit: 108 min.
DVD
Lock up - Überleben ist alles (uncut) Lock up - Überleben ist alles (uncut)
DVD Start:
19.09.2019
FSK: 18 - Laufzeit: 104 min.

Blu-ray Kritik - Lock up - Überleben ist alles (uncut)

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 7/10


Während der gerade erschienene „Rambo 5: Last Blood“ Filmfans auf der ganzen Welt erneut Sylvester Stallones Vorliebe für das etwas plumpere Actionkino ins Gedächtnis ruft, ist es leicht zu Vergessen, welcher Art Film dieser seinen großen Durchbruch zu verdanken hat. 1976 verzichtete Stallone auf eine große Geldsumme, um in dem von ihm selbst verfassten Drehbuch zu dem späteren Kultfilm „Rocky“ die Hauptrolle spielen zu können. So stellt sich in seiner Karriere ein starker Kontrast zwischen seinem Image als muskelbepackter Actionheld sowie seinen ernsthaften, lebensnahen Dramen. Gerade innerhalb dieses Kontrasts stellt sich „Lock Up“ als höchst interessanter Film heraus, da sich hier zahlreiche Elemente für beide Richtungen finden lassen. So hat man den Anspruch ein ernsthaftes Gefängnisdrama zu erzählen, würzt des allerdings immer wieder mit dem damaligen Publikum vertrauten Elementen, was jedoch nicht vollkommen aufgeht.

Sylvester Stallone in Lock Up
Sylvester Stallone in Lock Up © Studiocanal Home Entertainment
Um mit seiner liebevollen Freundin Melissa (Darlene Fluegel) so schnell wie möglich wieder vereint zu werden, plant Frank Leone (Sylvester Stallone) seine verbliebenen sechs Monate im Gefängnis brav abzusitzen. Doch wird er eines Tages wie aus dem nichts in einen anderen, brutaleren Knast geliefert. Schnell stellt sich heraus, dass der Direktor Drumgoole dahintersteckt, dessen Karriere ruiniert wurde, als Frank vor Jahren aus dessen vorheriger Haftanstalt ausbrach. So plant er fortan Frank psychisch zu brechen, während dieser ihm und seinen sadistischen Wärtern hilflos ausgeliefert ist.

So ist gerade dieser Aspekt höchst interessant. In der Zeit der Machos und Comic-haften Übermenschen im US-Kino stellt sich „Lock Up“ als eine erfrischende Abwechslung heraus. Ein guter Drehbuchautor fordert seine Figuren stets heraus, gerade auf psychischer bzw. emotionaler Ebene, was hier vollkommen verinnerlicht wurde. So dreht sich eben die gesamte Handlung darum, dass Stallone gebrochen werden soll. Dadurch erzeugt der Film über die gesamte Laufzeit ein Band zwischen Frank Leone und dem Publikum, dem man sich kaum entziehen kann. Mit jedem Schritt, mit jeder Aktion wird dieser getreten, provoziert, gefoltert, während der Zuschauer ob der offensichtlichen Ungerechtigkeit mitfühlt. So stellt sich dies als interessanter Twist auf die so etablierte Formel des Actionkinos der 80er Jahre heraus,

Sylvester Stallone in Lock Up
Sylvester Stallone in Lock Up © Studiocanal Home Entertainment
Aber wie bereits gesagt ist Stallone nicht nur für seine Actionrollen bekannt. So funktioniert „Lock Up“ erstaunlich gut solange man sich auf dieses Element fokussiert. Leider hat man hier jedoch immer wieder den Anspruch ein ernstzunehmendes Gefängnisdrama zu erzählen, was nur bedingt aufgeht. Die gesamte Figurenzeichnung lässt keinerlei tiefere Verbindung mit den meisten Figuren zu. Während das Drehbuch Stallones Figur stets herausfordert und so den Kampf um das eigene psychische, wie körperliche Überleben glaubhaft portraitiert, hangelt man sich hier zu sehr am Schema F der Gefängnisfilme entlang. Durch seine Formelhaftigkeit bleibt der Film vorhersehbar, durch seinen fehlenden Fokus bleiben seine Figuren blass. Als Zuschauer wachsen einem so keine der Figuren wirklich ans Herz, auch da diese erschreckend klischeehaft sind, vom obligatorischen Comic Relief bis zum hitzköpfigen Jungen ist hier alles vertreten. So enden viele eigentlich als herzlich angedachte Szenen in einem unfreiwilligen Kitsch. So mixt das Drehbuch Elemente des Gefängnisdramas mit dem Actionkino jener Zeit. Hier bietet der Film sowohl einen netten Kniff auf die etablierte Formel, bedient sich aber gleichzeitig bei dieser. So hat dieser Film selbstverständlich auch wie viele Vertreter des Genres eine seltsame Obsession für den Oberkörper seiner männlichen Hauptfigur.

Donald Sutherland in Lock Up
Donald Sutherland in Lock Up © Studiocanal Home Entertainment
Wenig überraschend erstreckt sich diese formelhafte Charakterisierung auch auf die Bösewichte. Für damalige Zeit gewohnt sind diese in ihrer Eindimensionalität enorm unterhaltsam, was sich hier aber mit dem Drama-Aspekt des Films sticht. So lässt man hier sämtliche moralische Ambiguität von Anfang an vermissen. Leone ist unbestreitbar gut, während Drumgoole der Teufel in Person ist, dessen gesamte Motivation auf ein einziges Gespräch wahrlich heruntergebrochen wird. Interessanterweise ist man sich dem allerdings von Anfang an bewusst. So schafft es Kameramann Donald Thorin in Kombination vom wunderbaren Score von Bill Conti einen ganz klaren Kontrast zwischen der Welt draußen bzw. dem ersten Gefängnis und der Hölle von Drumgooles Haftanstalt zu zeichnen. Zudem wird dieses mit laufender Spielzeit immer mehr zu einem eigenen lebenden Monster mit all seiner dreckigen Umgebung, von Dampf durchtränkten Gänge, psychopathischen Wärtern sowie Insassen, das es selbst zu überwinden gilt. So kann der Zuschauer hier von der klaren Rollenverteilung genervt, genauso aber unterhalten sein. Unbestreitbar jedoch ist, dass der Film in seinen schlechtesten Momenten ist, wenn er ein realistisches Drama zu sein versucht, in seinen besten jedoch, wenn er seine brutale Umgebung nutzt, um Stallones Figur zu brechen. So steigert sich sowohl Leones Wut, sowie die des Publikums, bis sie sich schließlich in einem spannenden sowie actionreichen Finale entladen kann, was zu einem äußerst befriedigenden Ende führt.

Gefangene in Lock Up
Gefangene in Lock Up © Studiocanal Home Entertainment
Bild:
Die gestochen scharfen Bilder transportieren die düstere Atmosphäre perfekt auf den Fernseher. Das gelungene Setdesign wird so noch detaillierter dargestellt.

Ton:
Der zwischen harmonisch bis hin zu treibend und intensiv vielseitig komponierte Score des außergewöhnlichen Bill Conti wird hier wahrlich treffend ins Heimkino gebracht. Dazu wurde er mit den Dialogen der wie immer gelungen deutschen Synchronisation passend abgemischt, wodurch ein klares akustisches Erlebnis entsteht.

Extras:
Beinahe eine halbe Stunde an Zusatzmaterial wird dem interessierten Zuschauer hier geboten. Von Interviews mit der Crew bis hin zu Behind the Scenes ist hier alles abgedeckt.


Fazit:
Als ernsthaftes Gefängnisdrama nur durchschnitt, glänzt „Lock Up“ immer dann, wenn man sich mehr auf die Action fokussiert. So entsteht ein brutales Psychoduell, welches sogar einen interessanten Kniff auf die typische Actionformel der 80er Jahre bietet, gleichzeitig aber oftmals zu formelhaft ist. So bleibt ein enorm unterhaltsamer Film, wenn man bereit ist sich darauf ein zu lassen.

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by Sebastian Stegbauer
Bilder © Studiocanal Home Entertainment