Lila & Eve - Blinde Rache - Blu-ray

Blu-ray Start: 14.03.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min

Lila & Eve - Blinde Rache Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Der Sohn von Lila (Viola Davis) wurde bei einem Drive-By-Shooting erschossen. Um ihren Schmerz zu verarbeiten, besucht Lila eine Therapie-Gruppe. Dort lernt sie Eve (Jennifer Lopez) kennen, die ihre Tochter verloren hat. Die Ermittlungen der Polizei bringen kein Ergebnis, denn es gibt keinen konkreten Tatverdächtigen und keine Beweisstücke. Lila fühlt sich von der Polizei im Stich gelassen. Gemeinsam mit Eve macht sich Lila deshalb selbst auf die Suche nach dem Mörder ihres Jungen. Um Gerechtigkeit zu erlangen, macht sie auch vor dem Äußersten nicht halt - und findet etwas gänzlich Unerwartetes heraus.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: KSM GmbH
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Interviews mit Jennifer Lopez, Viola Davis, Julius Tennon und Shea Whigham, Bildergalerie, Trailer

DVD und Blu-ray | Lila & Eve - Blinde Rache

Blu-ray
Lila & Eve - Blinde Rache Lila & Eve - Blinde Rache
Blu-ray Start:
14.03.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Lila & Eve - Blinde Rache Lila & Eve - Blinde Rache
DVD Start:
14.03.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min.

Blu-ray Kritik - Lila & Eve - Blinde Rache

Blu-ray Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 4/10


Das Rachedrama „Lila & Eve“ von Regisseur Charles Stone III (Die Strassen Harlems, Mr. 3000, Drumline) feierte am 30. Januar 2015 auf dem Sundance Film Festival Premiere. In den USA kam er am 17. Juli letzten Jahres in einige ausgewählte Kinos. Allerdings floppte er mit einem Einspielergebnis von 38.263 US-Dollar bei einem von Hauptdarstellerin Viola Davis bestätigten Budget von 4,9 Millionen Dollar gewaltig. Aus diesem Grund erscheint der Film hierzulande direkt auf Blu-ray. Die Geschichte liest sich dabei wie folgt: Lila Walcotts (Viola Davis) ältester Sohn Stephon (Aml Ameen) wird bei einem Drive-By-Shooting erschossen. Lila & Eve - Blinde Rache SzenenbildÜber den schweren, überraschenden Verlust trösten sie Medikamente und die Selbsthilfegruppe „Mütter junger Engel“ nur bedingt, auch ihr zweiter Sohn Justin (Ron Caldwell) dringt nicht mehr zu ihr durch. Dafür Eve (Jennifer Lopez), die ebenfalls in der Selbsthilfegruppe ist, weil sie ihre Tochter verlor. Deren Tod hat sie nur mit viel Bitterkeit, Zynismus und Wut verkraften können. Eve gewinnt an Einfluss und da die Polizei um Detective Holliston (Shea Whigham) und Detective Scaketti (Andre Royo) keine Spur hat, ermitteln Lila & Eve auf eigene Faust und geraten dabei in einen Sumpf der Gewalt, der moralische Konflikte auslöst.

So weit, so interessant. Auch der Ansatz, zwei Hauptdarstellerinnen mittleren Alters die tragenden Rollen spielen zu lassen, ist gut, weil genau das in Hollywood viel zu selten vorkommt. Doch leider ist die Umsetzung misslungen. Der Film strotzt nur so vor Logiklöchern. Das Drehbuch ist bestenfalls drittklassig, weil es so dick aufträgt, dass jeder mit ein bisschen Filmerfahrung sofort erkennt, was mit Lila los ist. Schon nach wenigen Minuten, weiß man, wie der „Lila & Eve“ enden wird. Daher fehlt jegliche Überraschung. Stattdessen macht sich Enttäuschung breit, weil nicht ein einziges Mal versucht wird, den Zuschauer auf eine andere Fährte zu locken. Es mangelt an jeglicher Subtilität. Zudem sind die Darstellung der Polizisten und vor allem der moralischen Werte äußerst zweifelhaft und bedenklich. Beides mag nicht überzeugen. Ebenso wenig, dass die anscheinend völlig untrainierte Lila Menschen ermorden kann, weil sie besser schießt und schneller ist, als ihre Gegner. Das sei nur ein beispielhaftes Logikloch. Als wäre all das noch nicht genug, vermitteln auch die detailarme Ausstattung, die unterdurchschnittliche Auswahl der Locations und die durchwachsene Musikuntermalung das Gefühl eines billig produzierten B-Movies. Außerdem ist die deutsche Synchronisation miserabel. Viola Davis wird von Anke Reitzenstein vertont, die sie schon einige Male sprach, dies aber schlecht und ausdruckslos macht. Shea Whigham hat erneut einen neuen Sprecher bekommen und die Nebendarsteller haben noch schwächere Stimmen erhalten. Lediglich Jennifer Lopez hat mit Ghadah Al-Akel eine ihrer zwei gewohnten Sprecherinnen abbekommen. Dennoch kostet diese schlechte Synchronisation Atmosphäre, Glaubwürdigkeit und Überzeugung. Und daran mangelt es der Geschichte ohnehin, auch im englischen Original. Immerhin weiß der Film - während man ihn guckt – zu unterhalten und zu fesseln, weil trotz aller Fehler eine gewisse Spannung besteht, was auch an Viola Davis (The Help, Glaubensfrage, How to Get Away with Murder) liegt. Die 50-Jährige kann in ihrer vielschichtigen, ihr auf den Leib geschriebenen Rolle überzeugen. Lila & Eve - Blinde Rache SzenenbildDie deutlich gealterte Jennifer Lopez (Ein ungezähmtes Leben, Out of Sight, Manhattan Love Story) ist als „Bad-Ass“ hingegen nur bedingt glaubwürdig. Shea Whigham (Boardwalk Empire, Silver Linings, Take Shelter) spielt als ermittelnder Cop annehmbar und verleiht seinem ansonsten oberflächlichen Charakter ein wenig Tiefe, auch wenn sein Part einige Schwächen hinsichtlich des Drehbuchs aufweist. An seiner Seite soll Andre Royo (Fringe, The Spectacular Now, The Wire) für witzige Stellen sorgen – doch seine Sprüche sind so unlustig, dass man sich fremdschämt. Alle anderen Darsteller haben kleine Rollen oder fallen nicht weiter auf.

Die Blu-ray-Umsetzung ist gut. Das Bild flackert zwar an einigen Stellen, ist aber durchgehend scharf und auf gutem HD-Niveau. Der Ton im DTS-HD-Master-5.1-Format ist deutlich, laut und gut abgemischt, ohne, dass es eine herausragende Detailtiefe geben würde. Die Extras beinhalten Interviews mit Jennifer Lopez (03:01 Minuten), Viola Davis (04:16), ihrem Mann und Mitproduzenten Julius Tennon (03:40) und Shea Whigham (02:39), den deutschen und den englischen Trailer und eine 01:20 Minuten lange Bildergalerie. Wirklich aufschlussreich ist das Bonusmaterial nicht.


Fazit:
Schwaches, enttäuschendes Rachedrama, das in den USA berechtigterweise gefloppt ist, weil das Drehbuch ebenso große Schwächen aufweist, wie die filmeigene Logik. Dazu kommen lahme Locations und eine Ausstattung, die das Gefühl eines billig und schnell produzierten B-Movies vermittelt. Immerhin kann Viola Davis in ihrer Rolle überzeugen. Doch das reicht noch lange nicht, um die vielen Negativpunkte auch nur ansatzweise zu kaschieren.

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by Stefan Bröhl
Bilder © KSM GmbH