Les Misérables (Miniserie) - Blu-ray

Blu-ray Start: 15.11.2019
Digital VoD: 25.10.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 365 min

Les Misérables (Miniserie) Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Vor der epischen Kulisse Frankreichs in einer Zeit bürgerlicher Unruhen erzählt Les Misérables die Geschichte von Jean Valjean, einem ehemaligen Sträfling, dem es nicht gelingt, den Schatten seiner Vergangenheit zu entkommen. Seine Zukunft wird durch seine Nemesis in Gestalt des boshaften Polizisten und ehemaligen Gefängniswärters Javert bedroht, der fest entschlossen ist, Jean Valjean seiner gerechten Strafe zuzuführen.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film / Square One
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.00:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
An Introduction, Battle of Waterloo, Behind the Barricades, The Look of Les Misérables

DVD und Blu-ray | Les Misérables (Miniserie)

Blu-ray
Les Misérables (Miniserie) Les Misérables (Miniserie)
Blu-ray Start:
15.11.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 365 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Les Misérables (Miniserie) Les Misérables (Miniserie)
DVD Start:
15.11.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 365 min.

Blu-ray Kritik - Les Misérables (Miniserie)

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 7/10
Ton: | 9/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 8/10


Der ehemalige Gefangene Jean Valijean (Dominic West) befindet sich permanent auf der Flucht vor dem Inspektor Javert (David Oyelowo). Noch nicht einmal nachdem er 19 Jahre lang seine Strafe verbüßt hatte, kann er in Frieden als Bürgermeister leben, da Javert in seine Stadt versetzt wird. Auf erneuter Flucht begegnet er Fantine (Lily Collins) und ihrer Tochter Cosette. Diese verändern sein Leben komplett, sodass er eine langfristige Lösung finden muss, um sein weiteres Leben in Ruhe genießen zu können.

Fantine (Lily Collins)
Fantine (Lily Collins) © Square One
Egal ob als Roman „Die Elenden“ von Victor Hugo, als Musical „Les Misérables“ von Claude-Michel Schönberg und Alain Boublil oder als gleichnamige Kinoadaption vom Tom Hooper, jeder hat schon einmal von diesem Kulturprodukt gehört. Nun existiert sie auch als Miniserie mit acht Folgen, bei der die Folgen eine durchschnittliche Länge von 45 Minuten haben. Im Vergleich zu allen vorherigen Versionen, wurden tatsächlich auf jegliche Gesangseinlagen verzichtet. Vor allem in den ersten Folgen spürt man dadurch die inhaltlichen Schwächen. Die Handlung zieht sich extrem und da, wo eigentlich mit Liedern und Choreographien die Exposition greifbarer gemacht wird, zeigen sich hier viele dramaturgischen Längen. Vor allem hat der Film ein Problem die beiden Hauptcharaktere einzuführen. Die Geschichte lebt zwischen dem Zusammenspiel von Jean Valjean und Javert, nur wird diese Beziehung am Anfang sehr unelegant rübergebracht. Die bisherigen Adaptionen zeigen mit einer größeren Deutlichkeit, warum diese Beziehung auf Hass beruht.

Inspektor Javert (David Oyelowo)
Inspektor Javert (David Oyelowo) © Square One
Die Serie traut sich nicht, die wahren Gründe in voller Härte zu zeigen. Es kann eigentlich nicht an dem fehlenden Gewaltgrad liegen, da in den weiteren Folgen das FSK 12 komplett ausgereizt wird. Es liegt viel mehr an dem stockenden Erzählen. Bis zur dritten Folge, also dem Zeitpunkt, wo Jean Valijean Bürgermeister wird, braucht der Zuschauer viel Ausdauer. Aber ab dieser Folge entwickelt sich die Handlung prächtig. Vor allem mit dem Einführen des Charakters Fantine entwickelt sich die Serie in eine interessante Richtung. Mit dem Erscheinen von ihr, wird die Handlung auch deutlich härter. Von nun an nimmt Serie auch erstmals andere Handlungsstränge als die bisherigen Adaptionen auf und das ist positiv zu vermerken. Bei dem antagonistischen Ehepaar Thénardier haben sich die Autoren besonders viel Mühe gegeben. Durch das deutliche Erhöhen der Screentime wurde ein deutlicher Fokus auf die Charakterentwicklungen der beiden gelegt. Diese sind in dieser Fassung noch hinterhältiger und schlichtweg einfach böser. Dadurch haben Szenen mit den Eheleuten eine ganz andere Wertigkeit und sind somit viel interessanter.

Madame Thénardier (Olivia Colman)
Madame Thénardier (Olivia Colman) © Square One
Der Regisseur Tom Shankland hat bisher einige Folgen von „House of Cards“, „Der Punisher“, „Iron Fist“ und „Luke Cage“ umgesetzt. Mit „Les Misérables“ inszeniert er nun erstmals eine Serie, bei der ein deutlicher Fokus auf langes und dramatisches Erzählen gelegt wurde. Dafür hat er sich brillante Schauspieler ausgesucht, die die Handlung jederzeit tragen. Die Hauptrollen werden von Dominic West („The Wire“/„Chicago“) und David Oyelowo („The Cloverfield Paradox”) gespielt und obwohl sie eigentlich Gegenspieler sind, kann man eine richtige Synergie bemerken. In den weiteren Rollen finden sich Adeel Akhtar („The Big Sick“), David Bradley („Game of Thrones“/„The Strain“), Lily Collins („Chroniken der Unterwelt“) und Olivia Colman („The Favourite”). Bei dieser Serie liegt ein starker Fokus auf den Nebenrollen, sodass sämtliche Handlungsstränge interessant sind.

Mailow Defoy (junge Cosette)
Mailow Defoy (junge Cosette) © Square One
Bild:
Das Bild ist anfangs sehr farbenfroh, sodass es in den ersten Folgen zu kaum Rauschen kommt. In den letzten Folgen gibt aber oftmals Szenen, die in der Nacht oder an dunklen Orten spielen und da bemerkt man schon ein paar Schwächen der Blu-ray. Der Kameramann Stephan Pehrsson („Black Mirror: USS Callister“) zeigt die Geschichte hauptsächlich in nahen Einstellungen, sodass über die visuelle Ebene eine ziemlich große Bindung zu den Charakteren geschaffen wird.

Ton:
Die Serie wurde auf DTS-HD 5.1 abgemischt und es kommt zu keinerlei Überlappungen der Tonspuren. John Murphy kreiert auch ohne die Verwendung von Gesangstücken einen wunderbaren Soundtrack. Vor allem aber liegt ein starker Fokus beim Sounddesign, denn dieser ist vor allem in den actionreichen Szenen brillant.

Extras:
Bei den Extras lassen sich sehr viele Behind the Scenes finden, zum Beispiel über die Waterloo-Schlacht, über die Revolution, und den besonderen Look der Serie.


Fazit:
Auch ohne Gesangseinlagen bietet die Miniserie „Les Misérables“ sehr viel Unterhaltung, da die Geschichte nach wie vor unglaublich berührend ist. Die Charaktere sind wunderbar geschrieben, das Setting ist ziemlich interessant und vor allem durch die verschiedenen zeitlichen Phasen bietet die Serie sehr viel Abwechslung. Leider werden kaum neue Handlungselemente hinzugefügt, sodass sich die Frage erübrigt, was für einen Mehrwert diese Serie bietet. Wenn man sich diese Frage aber nicht stellt, werden Zuschauer, die den Stoff schon lieben, wieder ihren Spaß finden.

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by René Fischell
Bilder © Universum Film / Square One




Les Misérables (Miniserie) - Trailer