Last Knights - Die Ritter des 7. Ordens - Blu-ray

Blu-ray Start: 19.10.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 115 min

Last Knights - Die Ritter des 7. Ordens Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

Preisvergleich

jpc Logo 9,99 € jetzt kaufen
Amazon Logo 5,99 € jetzt kaufen4260394334204
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

In einer feudalen, mittelalterlichen Welt ist Raiden (Clive Owen) ein Mann mit dunkler Vergangenheit, als ihn Lord Bartok (Morgan Freeman) aufnimmt und zum Kommandanten seiner Garde von Rittern macht. Da sein Herr selbst kinderlos blieb, lässt er Raiden sogar die allerhöchste Ehre zuteilwerden und setzt ihn als seinen Erben ein. Sein Glück währt allerdings nicht lange, denn der Gesandte des Kaisers, Gezza Mott (Aksel Hennie), erniedrigt und ächtet Raiden, wodurch ihm und seinen Rittern alle Titel und die Lebensgrundlage entzogen werden. Aber als der paranoide Mott sämtliche Spuren von Bartoks Clan und Erbe zu tilgen sucht, geht er allerdings zu weit und ein blutiger Kampf um Ehre und Moral beginnt...

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: KSM GmbH
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Last Knights - Behind the Scenes (International Cast, Fight Coreography, Interviews, uvm.), Trailer, Bildergalerie

DVD und Blu-ray | Last Knights - Die Ritter des 7. Ordens

Blu-ray
Last Knights - Die Ritter des 7. Ordens Last Knights - Die Ritter des 7. Ordens
Blu-ray Start:
19.10.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 115 min.

zur Blu-ray Kritik
Last Knights - Die Ritter des 7. Ordens (Mediabook Limited Edition) Last Knights - Die Ritter des 7. Ordens (Mediabook Limited Edition)
Blu-ray Start:
19.10.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 115 min.
Last Knights - Die Ritter des 7. Ordens (Steelbook) Last Knights - Die Ritter des 7. Ordens (Steelbook)
Blu-ray Start:
19.09.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 115 min.
DVD
Last Knights - Die Ritter des 7. Ordens Last Knights - Die Ritter des 7. Ordens
DVD Start:
19.10.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 110 min.

Blu-ray Kritik - Last Knights - Die Ritter des 7. Ordens

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Was, die jetzt auch? Diese Frage dürfte dem einen oder anderen Filmfan unweigerlich durch den Kopf schießen, wenn er die Hauptrollen-Besetzung von „Last Knights – Die Ritter des 7. Ordens“ liest. Ist man hierzulande mittlerweile daran gewöhnt, dass ehemalige Hollywood-Stars wie Nicolas Cage oder John Cusack ihr einstmals vorhandenes Talent in mediokren DVD- und Blu-ray-Premieren verschleudern, ist es für die Herren Morgan Freeman und Clive Owen doch eher ungewöhnlich, dass sie es mit ihrer Arbeit nicht mehr in deutsche Kinos schaffen – zumindest auf den ersten Blick.

Denn in Wahrheit legt Freeman, der Grandseigneur des Hollywood-Kinos, trotz (oder gerade wegen) seiner 78 Jahre, ähnlich wie Kollege Robert De Niro, einen eher befremdlichen Unruhestand an den Tag und reiht fleißig ein Durchschnittswerk ans andere (Jüngere Beispiele: „Last Vegas“, „Lucy“, „Mein Freund, der Delfin 2“). Clive Owen dagegen hat sich in den vergangenen Jahren auf der großen Leinwand ohnehin eher rar gemacht und stattdessen als bluttriefender Arzt in Steven Soderberghs TV-Serie „The Knick“ reüssiert. Nun sind Freeman und Owen zusammen in „Last Knights“ zu bewundern, verpflichtet sicher als internationale Zugpferde dieser in 50 Tagen in und um Prag gedrehten Multikulti-Produktion. Und siehe da, abseits des Drucks der großen Studios und mit dem Nippon-Regisseur Kaz I Kiriya („Casshern“, „Goemon“) bei dessen erstem englischsprachigem Film ist ihnen ein ziemlich großer Wurf gelungen.

„Last Knights“ überträgt den japanischen Nationalmythos der 47 Ronin – eine Original-Adaption mit Keanu Reeves stieß 2013 auf wenig Kritikerliebe – in ein mittelalterliches, nicht näher verortetes Kaiserreich. Raiden (seit „King Arthur“ mit reichlich Schwertkampf- Erfahrung: Clive Owen), Ziehsohn und Quasi-Erbe von Lord Bartok (Morgan Freeman), befehligt dessen Ritter-Garde, die einem strengen Kodex untersteht. „Sei nobel und tapfer, verhalte dich richtig und unterwirf dich zur Gänze deinem Herrn“, heißt es zu Beginn aus dem Off – und damit ist der Grundtenor für alle folgenden Ereignisse gelegt. Denn die Beziehung zwischen Raiden und Bartok wird bald auf eine harte Probe gestellt. Als sich der Lord den Machenschaften des habgierigen und intriganten Ministers Geza Mott (famos als paranoides Scheusal: der Norweger Aksel Hennie, „Hercules“, „Der Marsianer – Rettet Mark Watney“) zu entziehen versucht, ist sein Schicksal besiegelt – und Raiden steht vor einer Entscheidung, die sein Leben und das seiner Gefolgsleute (darunter Cliff Curtis, „Fear the Walking Dead“) für immer verändern wird.

„Last Knights“ ist spannend, unterhaltsam, fürs sicher nicht allzu üppige Budget top ausgestattet und doch gibt es einige Dinge, an denen man merkt, dass hier andere Kräfte am Werk waren als bei Hollywoods üblichen Helden-Schmieden im Historien-Gewand. Zunächst geht es zwar mit zackigen Schwert-Fights los (für die Choreografien war die Stunt-Koryphäe und der Martial-Arts-Experte Doo-Hong Jung zuständig), dann war es das jedoch vorerst in Sachen Action. Stattdessen konzentriert sich Regisseur Kaz I Kiriya lieber auf seine Figuren und ihre Verflechtungen untereinander. Und nebenbei schenkt er sich, uns und vor allem Morgan Freeman einen lang vermissten Glanzpunkt. Denn der gut Drei-Minuten-Monolog (laut Behind the Scenes meisterte Freeman seine sechs Seiten Text in einer Einstellung), in dem Lord Bartok dezent, aber bestimmt und im Wissen um die eigenen Konsequenzen und dass das Imperium zurückschlagen wird, der von Dünkel, Machthunger, Gier und Korruption zersetzten Feudalgesellschaft samt Kaiser und Minister um ihn herum den Spiegel vorhält, ist Schauspielkino par excellence. Und zur anschließenden Helden-Demontage im Mittelteil hätte es manchem Mainstream-Filmemacher wohl an Mut gefehlt.

Wer mit den Ereignissen um die 47 Ronin (Ronin bezeichnen herrenlose Samurai) näher vertraut ist, für den wird die weitere Geschichte sicher keine allzu großen Überraschungen mehr liefern. Alle anderen können sich über den einen oder anderen Aha-Effekt freuen. Sogar eine (gewollte?) Mini-Reminiszenz an eine berühmte Szene aus „Die üblichen Verdächtigen“ lässt sich erkennen. Ganz ohne Pathos (man höre die Musik) geht es bei Kaz I Kiriya aber auch nicht und Begriffe wie Ehre und Loyalität werden hin und wieder überstrapaziert. Alles in allem überwiegen aber die positiven Eindrücke und spätestens zum Finale laufen alle nochmals zur Hochform auf und liefern einen Showdown mit teils furioser Action ab.

Die Extras der Blu-ray bestehen aus Bildergalerie und Trailern sowie einem Behind the Scenes (OmU), in dem natürlich die Internationalität aller Beteiligten (u. a. aus Japan, Korea, Neuseeland, Italien) ein vorherrschendes Thema ist. Regisseur Kaz I Kiriya ist fasziniert, dass sich alles wie ein Puzzle zusammenfügte. Der mexikanische Kameramann Antonio Riestra spricht gar von „United Colors of Benetton“. Riestra gelingen überdies sehr stimmige Aufnahmen in natürlichem Licht – sowohl bei den verschneiten Landschaftspanoramen als auch aus und in der mit Pomp und Protz überladenen Trutzburg des Ministers Geza Mott. Hier macht das Blu-ray-Bild kaum Abstriche. Die Tonspur ist sowohl in den Dialog- als auch in den Kampfpassagen ordentlich ausbalanciert, ohne zu überdrehen.


Fazit:
Eine klassische Samurai-Story verlegt ins (europäische) Mittelalter: „Last Knights“ bietet trotz zeitweiser Pathos-Überdosis vor und hinter der Kamera einen packenden Kultur-Mix und vereint gekonnt Action mit Drama. Die größte positive Überraschung ist aber der Auftritt von Morgan Freeman. Trotz ergrauter (Bart-)Haare sieht er hier alles andere als alt aus.

5,99 € jetzt kaufen4260394334204

by Florian Ferber
Bilder © KSM GmbH