Last Christmas - Blu-ray

Blu-ray Start: 26.03.2020
Digital VoD: 26.03.2020
FSK: 0 - Laufzeit: 103 min

Last Christmas Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

London in der Vorweihnachtszeit: Das Leben von Kate (Emilia Clarke) verläuft alles andere als rund. Sie stolpert von einem selbstverschuldeten Chaos ins nächste und selbst ihre Arbeit als Elf in einem Weihnachtsladen beschert ihr kein Glück. Es scheint wie ein Wunder, als eines Tages Tom (Henry Golding) in ihr Leben tritt und es nach und nach schafft, die vielen Barrieren, die Kate um sich und ihr Herz aufgebaut hat, zu durchbrechen. Doch obwohl es Tom gelingt, Kate wieder Lebensfreude und Selbstvertrauen zu schenken, scheint er doch ein Geheimnis zu haben. Während sich London in ein vorweihnachtliches Lichtermeer verwandelt, lernt Kate, dass sie die Dinge manchmal einfach geschehen lassen und ihrem Herzen folgen muss oder, um es mit George Michaels Worten zu sagen: „You gotta have faith!“

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
Deutsch, Englisch, Ungarisch: DTS-HD High Resolution Audio 7.1
Türkisch, Polnisch (Voice-Over): Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Ungarisch, Polnisch, Türkisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.00:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
• Unveröffentlichte/Alternative/Erweiterte Szenen
• Alternativer Anfang / Alternatives Ende
• Verpatzte Szenen
• „Last Christmas" – Der ganze Auftritt
• Regisseur im Blick
• Es ist so kalt
• Bitte nicht lachen
• Ein großes Erbe
• Purer Golding
• Emilia im Studio
• Filmkommentar mit Regisseur Paul Feig

Video on demand - Last Christmas

DVD und Blu-ray | Last Christmas

Blu-ray
Last Christmas Last Christmas
Blu-ray Start:
26.03.2020
FSK: 0 - Laufzeit: 103 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Last Christmas Last Christmas
DVD Start:
26.03.2020
FSK: 0 - Laufzeit: 98 min.

Blu-ray Kritik - Last Christmas

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 10/10
Ton: | 9/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 7/10


Zugegeben, einen waschechten Weihnachtsfilm wie „Last Christmas“ im Frühling für das Heimkino zu veröffentlichen, mag gewöhnungsbedürftig sein. Doch vielleicht ist es gerade diese schwierige Zeit, bei der sich etwas lebensfrohe, fluffige und warmherzige Unterhaltung mehr anbietet als selten zuvor. So kann man den Film durchaus auch außerhalb der Weihnachtszeit genießen, ganz so wie es auch Michelle Yeohs „Santa“ mit ihrem ganzjährig geöffneten Weihnachtsladen vormacht.

Romantische Komödien haben sich mittlerweile gerade im Kino leider rar gemacht. Umso mehr erfreut man sich dann eben an den wenigen Vertretern dieses einst so beliebten Genres, auch wenn sie vielleicht ihre Schwächen haben. So verhält es sich dann eben auch mit Paul Feigs George Michael Hommage „Last Christmas“, die in ihrer wunderbar positiven und charmanten Art trotz unzweifelhafter Makel sehenswert bleibt. Ganz im Geiste eines Frank Capra Films (wenn auch ohne den Biss und Hintersinn) präsentiert sich dieses moderne London-Märchen über eine glücklose junge Frau (Emilia Clarke), die sich tollpatschig versucht durch das Leben zu navigieren und dabei vielleicht auf die große Liebe (Henry Golding) trifft.

Emilia Clarke und Henry Golding in Last Christmas
Emilia Clarke und Henry Golding in Last Christmas © Universal Pictures International Germany GmbH
Selten hat man London wohl derart hübsch erstrahlen gesehen wie in „Last Christmas“. Der größtenteils an Originalschauplätzen zur Festzeit fotografierte Film sieht großartig aus: Der von Kamera-Veteran John Schwartzman („Jurassic World“, „The Rock“, „Fifty Shades of Grey“) und Szenenbildner Gary Freeman („Maleficent“, „Allied“) erzeugte Hochglanz-Look passt hier genau und lädt durchaus zum Schwelgen ein. Gepaart mit inszenatorischer Energie des „Bridesmaids“-Machers Paul Feig und einer äußerst spielfreudigen Emilia Clarke als weiblicher Hanns-guck-in-die-Luft Kate sorgen hier alleine schon für jede Menge gute Laune und Wohlfühlflair. Nicht zuletzt sind da natürlich auch die zahlreichen Songs von George Michael und Wham, die ganz entscheidend die gute Stimmung etablieren.

Die 27-jährige Kate, die vor fast zwanzig Jahren mit ihren Eltern Petra (Emma Thompson) und Ivan (Boris Isakovi?) aus dem ehemaligen Jugoslawien nach England ausgewandert ist, hat ihren Platz im Leben noch nicht gefunden: Sie verdingt sich in dem eingangs erwähnten Weihnachtsladen, hat keine eigene Wohnung und schlawinert sich als Lebenskünstlerin durchs Leben. Die Beziehung zu ihrer Mutter, die vom Vater getrennt lebt, ist zudem ebenso angespannt wie zu ihrer Schwester Marta (Lydia Leonard). Kurzum, Kates Leben ist ein einziges Desaster mit zahlreichen One-Night-Stands, zunehmend schlechtem Mode-Geschmack und einsamen Nächten in Pubs. Als es vor ihrem Laden zu einer merkwürdigen Begegnung mit dem nach oben starrenden Tom (Golding) kommt, scheint sich ihr Leben in eine neue und positivere Richtung zu bewegen.

Emilia Clarke in Last Christmas
Emilia Clarke in Last Christmas © Universal Pictures International Germany GmbH
Tom ist ein gut angezogener Gentleman und Sonderling. Er fordert Kate auf, mehr ihre Umwelt und die Schönheit um sie herum wahrzunehmen, zeigt ihr versteckte Geheimtipps in London und öffnet ihr mehr und mehr die Augen für die positiven Seiten des Lebens. Doch wer ist dieser mysteriöse Fremde, der immer mal wieder plötzlich auftaucht und nicht mal mehr ein Handy besitzt, um sich, wie er selbst sagt, vom Stress zu befreien? Und welches Trauma versteckt sich hinter der zynischen Fassade von Kate?

Tatsächlich ist es gerade der romantische Aspekt, der bei „Last Christmas“ am ehesten flach fällt. Zu ideal ist dieser Tom, der eigentlich zu perfekt erscheint und dessen Motive so undurchschaubar scheinen. Auch wenn Clarke und Golding eine natürliche Chemie untereinander aufbauen, fällt die Romanze etwas erzwungen, unmotiviert und leider unglaubwürdig aus. Warum das so ist, offenbart der Film gegen Ende in zunehmend abenteuerlichen erzählerischen Entwicklungen, die den ansonsten so charmanten und gut aufgelegten Film bedauerlicherweise deutlich herunterziehen.

Emilia Clarke und Henry Golding in Last Christmas
Emilia Clarke und Henry Golding in Last Christmas © Universal Pictures International Germany GmbH
Das ist schade, denn nicht nur ist Clarke eine überaus angenehme Leinwandpräsenz mit zahlreichen sympathischen Schwächen und einem Hang zum Chaos (die immer wieder eingestreuten Szenen, bei denen Kate versehentlich etwas zerstört, generieren die größten Lacher), auch ansonsten gefällt die gute Besetzung. Hier ist neben dem charmanten Golding vor allem die immer gern gesehene Emma Thompson zu nennen, die viel Freude an ihrer dauerdepressiven osteuropäischen Figur hat. Auch Michelle Yeoh als zunächst garstiger, aber doch herziger Weihnachtsfan macht in einer ungewohnt komödiantischen Rolle Spaß.

Thematisch hat „Last Christmas“ einiges auf dem Herzen: Zum Teil Romanze mit komischen Momenten, zum Teil dysfunktionale Familiengeschichte und Selbstfindungsgeschichte mit Verarbeitung vergangener Traumata und Seelenleid. Dann streut das durchaus spritzige Drehbuch von Emma Thompson und Greg Wise auch noch die eine oder andere Brexit-Referenz ein, beschäftigt sich zusätzlich noch mit humanitären Angelegenheiten wie dem Umgang mit Obdachlosen. Gerade letztgenannter Aspekt nimmt hier einen größeren Teil ein, denn Tom arbeitet als freiwilliger Helfer in einem Obdachlosenheim, wo sich Kate schließlich auch engagiert und eine Bestimmung findet.

Michelle Yeoh in Last Christmas
Michelle Yeoh in Last Christmas © Universal Pictures International Germany GmbH
Man will diesen Film mögen und tut es auch über den Großteil der Laufzeit. Doch trotz aller Herzenswärme und angenehm kitschfreier und durchaus immer wieder ironisch brechender Inszenierung springt der Funke einfach nicht ganz entscheidend über. Hier mangelt es dem Film gerade in seiner Auflösung an wichtiger Glaubwürdigkeit, doch angesichts des den Film spürbar antreibenden guten Willens kann man „Last Christmas“ am Ende auch nicht wirklich böse sein.

Bild
In technischer Hinsicht präsentiert sich die Blu-ray in absolut bestechender Form: „Last Christmas“ erstrahlt förmlich mit seinem kristallklaren, knackig scharfen und enorm detailfreudigen Bild. Die sehr große Farbpalette ist perfekt abgestimmt und facettenreich, Kontraste und Schwarzwerte sind durch die Bank herausragend. London in all seinen Details glitzert hier mit einer unglaublichen Plastizität und sah selten besser und einladender aus. Eine referenzwürdige Umsetzung, die ohne jegliche Fehler auskommt.

Ton
Auch akustisch begeistert die Blu-ray-Umsetzung. So klar wie das Bild ist auch der überaus präsente Klang. Stimmen und Dialoge ertönen bestens verständlich, während gerade die häufig eingestreute Musik bemerkenswert druckvoll und mit sehr hoher Klangdynamik durch den Raum ertönt. Auch atmosphärische Klänge sind präzise auf alle Lautsprecher verteilt, hier hätte man sich vielleicht manchmal noch etwas mehr Präsenz gewünscht. Dennoch, hier offenbart sich ein nahezu perfekter und lebhafter Sound, der den Zuschauer voll ins Geschehen einbezieht.

Extras
Die Blu-ray überzeugt mit einer Fülle an schön aufbereitetem Bonusmaterial. Neben zwei gut aufgelegten Audiokommentaren bieten sich zahlreiche kurze Featurettes sowie jede Menge unveröffentlichte bzw. alternative Szenen und ein langes Patzer-Video. Kurzum: die größtenteils sogar persönlich von Paul Feig präsentierten Extras machen Spaß, sind kurzweilig und haben sogar hier und da etwas Substanz.
• Alternatives Ende (01:53 Min.)
• Patzer (14:30 Min.)
• Unveröffentlichte/alternative/erweiterte Szenen (22:45 Min.)
• Alternativer Anfang (01:11 Min.)
• „Last Christmas“ – Ganzer Auftritt (03:56 Min.)
• Regisseur im Blick (01:51 Min.)
• Es ist so kalt (02:00 Min.)
• Nicht lachen (06:04 Min.)
• Ein großes Erbe (02:43 Min.)
• Purer Golding (01:28 Min.)
• Emilia nimmt auf (02:14 Min.)
• Liebesbrief an London (03:36 Min.)
• Santa und ihr Elf (02:47 Min.)
• Paul Feig übernimmt die Straßenbahn (03:34 Min.)
• Die zwölf Produktionstage (10:21 Min.)
• Filmkommentar mit Regisseur Paul Feig
• Filmkommentar mit Regisseur Paul Feig und Produzentin/Co-Autorin Emma Thompson


Fazit:
Herzerwärmend, charmant, luftig und lebensbejahend – trotz Weihnachtssetting erweist sich „Last Christmas“ gerade in dieser schwierigen Zeit als nahezu unwiderstehlicher Stimmungsheiler. Dank spielfreudiger Darsteller und einer hübschen wie wohlmeinenden Inszenierung macht der Film Spaß, auch wenn die dramaturgischen Schwächen das positive Gesamtbild leider etwas herunterziehen.


by Florian Hoffmann
Bilder © Universal Pictures




Last Christmas - Trailer