Knights of Badassdom - Blu-ray

Blu-ray Start: 28.10.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min

Knights of Badassdom Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Joe (Ryan Kwanten) wurde frisch von seiner Freundin verlassen und zerfließt in Selbstmitleid und Alkohol. Doch seine Mitbewohner und LARPer Hung (Peter Dinklage) und Eric (Steve Zahn) haben eine Idee: Sie packen den betrunkenen Joe ins Auto und fahren zum großen Live-Rollenspiel-Event „Evermore“. Dort treffen die drei auf die attraktive Rollenspiel-Kriegerin Gwen (Summer Glau). Mit ihrer Hilfe, und eines bei eBay ersteigerten Zauberbuches, wollen Magier Eric und Zwerg Hung Joes Rollenspielcharakter wieder beleben. Aber ihr Buch besitzt tatsächlich magische Kräfte, wodurch eine Dämonenbraut aus der Hölle erscheint. Das Teufelsweib sieht aus wie Joes Ex-Freundin und macht blutrünstig Jagd auf die Rollenspieler. Die LARPer müssen sich zusammentun und beweisen, dass sie nicht nur Möchtegern-Helden sind. Die – echte! – Schlacht um Evermore beginnt...

Hier findet ihr alle Kinos in denen der Film am 18. August läuft! http://www.knightsofbadassdom.de/?site=cinemas

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment / Pandastorm Pictures
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Niederländisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Interviews, San Diego Comic-Con Panel, Originaltrailer, Trailershow

DVD und Blu-ray | Knights of Badassdom

Blu-ray
Knights of Badassdom Knights of Badassdom
Blu-ray Start:
28.10.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Knights of Badassdom Knights of Badassdom
DVD Start:
28.10.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 85 min.

Blu-ray Kritik - Knights of Badassdom

Blu-ray Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 6/10


Ein Name, dem jeden Nerd ein Leuchten in die Augen treibt: Mit „Knights Of Badassdom“ kündigt sich eine vielversprechende Persiflage auf das Leben vor und hinter den Computerbildschirmen der heutigen Jugend an und setzt den Trend der sogenannten LARPs (das ist die Kurzform für „Live Action Role Playing“ und bedeutet, dass die Zocker ihr Spiel auch gerne in der Realität nachspielen) in den Vordergrund. In manchen Kinos konnte man den Streifen sogar für ein Special auf großer Leinwand genießen. Hört sich nach großartigen, nischigen Trash an und sieht dank des Filmposters auch so aus - oder entpuppt sich das Ganze doch als Müll?

Im Fokus des Jugendfilms steht Joe (Ryan Kwanten, der Jason aus „True Blood“), dessen Freundin Beth (Margarita Levieva aus der Serie „Revenge“) sich gerade von ihm getrennt hat. Frustriert davon überredet ihn sein Kumpel Hung („Game Of Thrones“-Liebling Peter Dinklage) bei der bevorstehenden LARP des Spieles „Fields of Evermore“ mitzumachen. Neben seltsamen Typen trifft Joe auch auf das hübsche Mädchen Gwen (Summer Glau, hat schon so einige Serien abgeklappert) – doch Zeit für romantische Eroberungen bleibt nicht, denn die Teilnehmer beschwören plötzlich einen realen, blutrünstigen Dämon herauf, der bekämpft werden muss.

Laut eigenen Aussagen wird der Film von „Wrong Turn 2“-Regisseur Joe Lynch als Comedy-Fantasy-Horrorfilm eingeordnet. Sein Verständnis von einem Horrorfilm lässt zu Wünschen übrig, sollte er doch wissen, was so einen genau ausmacht, aber für unter 12-jährige finden sich hier auch bestimmt sehr verstörende Gruselelemente. Kleiner Spaß beiseite, aber die blutigen, brutalen Szenen sind (absichtlich) im Gegensatz zum Rest so billig im Stil vom Microsoft Designpanel „Paint“ produziert worden, dass sie nur den Trashfaktor unterstreichen, aber keinem Angst einjagen können. Der eigensinnige Humor wird durch und durch weiterhin bewiesen. Trotzdem: Die Bezeichnung „Fantasyfilm“ reicht völlig, um dem Film gerecht zu werden. Mit „Knights of Badassdom“ ist Lynch wohl auch der größte Coup seiner bisherigen Karriere gelungen, denn dieser Streifen ist zwar gewiss für ein Publikum gemacht, dass sich auch privat mit solchen Themen auseinandersetzt, da man viele Gags nur dann versteht, dafür sind sie aber gut gemacht und kreativ. Am Besten gefallen mir übrigens die Wortspiele aus denen die Mannschaften der LARP benannt wurden. Und auch wenn die Geschichte vorhersehbar ist, handelt es sich um actionreiche Unterhaltung auf solidem Niveau, die mal anders ist, als das, was man sich sonst oft anschaut. Sehr passend finde ich vor Allem den Soundtrack: Guter Metall, der an „Tenacious D“ erinnert. Für Fans ein gutes Muss.

Ryan Kwanten, der in der Hauptrolle zu sehen ist, meistert seine Rolle auch in Ordnung, wirkt aber ein wenig wie ein Abklatsch von „Guardians Of The Galaxy“-Star-Lord Chris Pratt. Wahrscheinlich ist das sogar ein Vergleich, der Kwanten erfreuen würde, heißt aber für mich eher, dass die Produzenten so versuchen ein Publikum zu „erlocken“ und spricht somit gegen sie. Immerhin spielt der 1976 geborene und somit 38-jährige hier einen höchstens Mittzwanziger. Da hätte man auch jüngere Schauspieler finden können, die das Rollenbild erfüllen und genauso ausreichend mimen. Peter Dinklage sorgt in „Knights Of Badassdom“ für das gewisse Etwas, denn er vereint Witz und Ernst zur selben Zeit gekonnt. Bei Mittelmäßigkeiten bleibt es jedoch, wenn man sich den restlichen Cast so anschaut. Summer Glau zum Beispiel kann gut aussehen und verkörpert für die Nerds etwas wie eine Göttin, da sie gleichzeitig so tickt wie sie. Einen klischeehafteren Charakter kann ich mir kaum vorstellen, da bleibt die spielerische Herausforderung fern und der Expressionismus gleich mit. Nicht umsonst lässt der Durchbruch da auf sich warten. Auch Steve Zahn („Dallas Buyers Club“), der einen der Mitstreiter namens Eric verkörpert, glänzt kaum und gerät direkt wieder in Vergessenheit.

Wie man schon im oberen Teil der Kritik erfahren hat wirken einige Elemente absichtlich wie sehr preiswerte Effekte, die man tausend Mal hätte besser machen können. Da die aber die Eigenschaften des Films unterstreichen (ebenso wie Punkte-Boni, die ebenfalls Paint hätten eingefügt werden können) sehe ich natürlich bei der Bewertung der Bildqualität davon ab. Immerhin sagen die Macher, dass es sich um eine Hommage an die Effekte in den Fantasystreifen der 80e Jahre handelt. Ich denke, dass mir da genügend von euch zustimmen. Der Ton ist ebenfalls nicht zu bemängeln. Der Spaß geht beim Bonusmaterial zudem in die nächste Runde: Gut ausgestattet mit Interviews, einem Panel der San Diego Comic-Con (Einblicke, die man so nicht unbedingt bekommt, interessant für Filmfans generell), Featurettes und – natürlich - Trailern lohnt es sich auf jeden Fall, sich den Streifen für zu Hause zu besorgen. In meiner Wertung machen die Extras genug aus, um ihnen ganze 6 Punkte zu geben und somit den Gesamtschnitt am Ende deutlich anzuheben.

In der Szene hat der Film Potential zum Kultstreifen und kann für manche möglicherweise sogar mit Vorzeige-Nerdmovie „Scott Pilgrim Vs. The World Of Tomorrow“ mithalten. Fans von Onlinerollenspielen, Real-Life-Rollenspielen oder generell mit einem Interesse an Fantasy in der Konsolenwelt ist die Blu-Ray also zu empfehlen. Der Rest wird sich wahrscheinlich aber eher am Kopf kratzen, denn die Darsteller sind größtenteils durchschnittlich und die Geschichte inklusive Witze nur für Anhänger des Milieus wirklich lukrativ gedreht. Der Film selber wird nur mit 5 Sternen ausgezeichnet, aber dank des Bilds, Tons und der Extras kommt „Knights of Badassdom“ auf 6 Stück!

by Jennifer Mazzero
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment / Pandastorm Pictures