Kiss the Cook - So schmeckt das Leben - Blu-ray

Blu-ray Start: 22.10.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 114 min

Kiss the Cook - So schmeckt das Leben Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Jahrelang war er den Feinschmeckern von Los Angeles zu Diensten – doch jetzt reicht es Gourmetkoch Carl Casper (Jon Favreau): Restaurantbesitzer Riva (Dustin Hoffman) lässt ihm keine kreative Freiheit, seine Ehe mit Inez (Sofia Vergara) ist gescheitert, die Beziehung zu seinem 11-jährigen Sohn Percy (Emjay Anthony) liegt brach, und dann muss er seine Kochkünste auch noch von einem snobistischen Kritiker (Oliver Platt) verreißen lassen. Am Nullpunkt angekommen, besinnt sich der Sternekoch auf seine kulinarischen Wurzeln und kauft in Miami einen heruntergekommenen Imbisswagen.
Zusammen mit Percy und seinem Souschef Martin (John Leguizamo) begibt er sich auf einen kulinarischen Road Trip durch den amerikanischen Süden und begeistert die Massen mit seiner exotisch-kreativen Küche. Endlich spürt er wieder, was ihn wirklich glücklich macht: Freunde, Familie und die Lust am Kochen.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD

Video on demand - Kiss the Cook - So schmeckt das Leben

DVD und Blu-ray | Kiss the Cook - So schmeckt das Leben

Blu-ray
Kiss the Cook - So schmeckt das Leben Kiss the Cook - So schmeckt das Leben
Blu-ray Start:
22.10.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 114 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Kiss the Cook - So schmeckt das Leben Kiss the Cook - So schmeckt das Leben
DVD Start:
22.10.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 110 min.

Blu-ray Kritik - Kiss the Cook - So schmeckt das Leben

Blu-ray Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 7/10
Ton: | 9/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 9/10


Der mit einem Budget von 11 Millionen US-Dollar aufwartende Independent-Film „Kiss the Cook“ spielte weltweit stattliche 45,967,935 Dollar ein und war damit ein finanzieller Erfolg. Jon Favreau wird es freuen, war der Film doch ein Herzensprojekt des 48-Jährigen. Der New Yorker fungierte als Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Hauptdarsteller und konnte eine illustre Darstellerriege für sein Projekt gewinnen, da er in der Filmwelt hervorragend vernetzt ist. Er und sein Co-Star John Leguizamo bereiteten sich Undercover in Gourmet-Restaurants auf ihre Rollen vor. Während die beiden anfangs eher den Arbeitsablauf störten, waren sie nach einiger Zeit gute Gehilfen. Das erkennt man auch im Film. Jeder Handgriff sitzt und erreicht eine überzeugende Wirkung. Das ist bei zwei Meisterköchen auch dringend notwendig, wenn die Glaubwürdigkeit des Filmes nicht untergraben werden soll. Favreau spielt mit „El Jefe“ Carl Casper, den Küchenchef des angesagten Sterne-Restaurant „Gauloises“ in Los Angeles. Er gehört dank seiner Fähigkeiten zu den besten Köchen der Stadt. Schon früh wurde er deshalb von der Presse gefeiert. Trotz seiner Freundschaft zu seinen Hilfsköchen Martin (John Leguizamo), Tony (Bobby Cannavale) und der schönen Restaurantmanagerin Molly (Scarlett Johansson) ist Carl nicht wirklich glücklich. Denn er darf seiner Kreativität nicht freien Lauf lassen. Carls Boss Riva (Dustin Hoffman) redet ihm immer wieder rein und befiehlt ihm, die gewohnte Speisekarte zu kochen – auch, als der renommierte Restaurant-Kritiker Ramsey Michel (Oliver Platt) sich ankündigt, darf Carl nicht abweichen. Das erträgt er nur auf die Dauer nicht und als Michel ihn in seiner Kritik vernichtet, reicht es Carl. Sein Sohn Percy (Emjay Anthony) meldet ihn bei Twitter an. Carl lässt sich dort auf eine Schlammschlacht mit Michel ein und erregt so große Aufmerksamkeit. Er streitet zudem mit Riva und beschimpft Michel vor laufenden Handy-Kameras. Das Medienecho ist groß. Seine Ex-Frau Inez (Sofia Vergara), mit der er noch befreundet ist, ermutigt ihn, sich mehr um Percy zu kümmern und seiner Kreativität beim Kochen freien Lauf zu lassen. Doch kann Carl den Umstieg vom Küchenchef eines Sterne-Restaurants zu einem Food-Truck-Besitzer schaffen?

Die Geschichte ist exzellent umgesetzt. Man erkennt in jeder Szene die Liebe Favreaus zum Kochen und zum Detail. Es gelingt ihm, humoristische und ernste Sequenzen gut ausbalanciert darzustellen. Das spricht für die hohe Qualität seines Drehbuchs. Es sorgt auch dafür, dass man als Zuschauer von Beginn an einen Zugang findet und der Film von Anfang an fesselt und mitreißt. Das liegt auch an der großartigen, vielschichtigen Charakterdarstellung, die man in dieser Qualität nur in wenigen Filmen pro Jahr sehen darf. Selbst die Nebenfiguren haben Tiefe, eigene Persönlichkeiten und sind gut ausgeschrieben. Zudem darf jeder Charakter seine eigene Sprache entwickeln, was zur angenehmen Feel-Good-Atmosphäre einen großen Teil beiträgt. Überhaupt ist die szenetypische Sprache klasse eingefangen worden. Hier erkennt man, dass Favreau Nachforschungen im großen Ausmaß betrieb und mit vielen Kochkünstlern eng zusammenarbeitete.
Des Weiteren wirkt die Storyline mitsamt ihren Wendungen durchgehend glaubhaft und strotzt nur so vor Lebensfreude. Beispielsweise ist die Hektik in „El Jefes“ Küche zur Drangphase hervorragend und nachvollziehbar in Szene gesetzt. Dazu kommen entschleunigende, appetitliche Sequenzen, in denen die Zutaten für das nächste Meister-Essen vorbereitet werden. Auch hier stimmt die Mischung aus hektischen und ruhigen Szenen. Filmkennern werden außerdem die Parallelen zwischen der Welt des Kochens und der Schauspieler erkennen und so auch einige reflektierende Momente in „Kiss the Cook“ erleben dürfen. Wie klug Favreau die Sozialen Medien in den Film einbaut, nötigt höchsten Respekt ab. Das ist nur einer von vielen kreativen Einfällen. Dazu kommende anrührende, aber keinesfalls rührselige Szenen, eine starke Familiendramaturgie und ein temperamentvolles Flair.
Außerdem punkten die Nebenkategorien. Die Synchronisation ist weltklasse. Alle Stars werden von ihren bekannten Stimmen kernig, ausdrucksstark und professionell vertont, weshalb die deutsche Fassung genauso stark ist wie die Originalfassung. Dazu kommen die fröhliche, äußerst gelungene und stimmige Musik, die viele Szenen perfekt untermalt, die herrlichen, sonnigen Locations, die dynamische Kameraführung, die erstklassige Ausstattung und die starken Kostüme samt Tattoos, die den Film zu rundum vergnüglichen, lohnenswerten 115 Minuten machen.

Außerdem spielt der beeindruckende Cast bestens gelaunt und in guter Harmonie miteinander auf. Jon Favreau (The Wolf of Wall Street, Was das Herz begehrt, All Inclusive) trägt den Film als Hauptdarsteller in eindrucksvoller Manier. An seiner Seite zeigen John Leguizamo (John Wick, Kick-Ass 2, Der Mandant) und Bobby Cannavale (Blue Jasmine, Lovelace, The Night Listener) sehr gute Leistungen. Auch Sofia Vergara (Machete Kills, Wild Card, Plötzlich Gigolo) als liebevolle, feurige Mutter, Scarlett Johansson (Der Pferdeflüsterer, Don Jon, Vicky Cristina Barcelona) als tätowierte, schwarzhaarige Empfangsdame, Schauspiellegende Dustin Hoffman (Die Reifeprüfung, Tootsie, Rain Man) als Carls konservativer Chef und Oliver Platt (Frost/Nixon, 2012, Dr. Dolittle) als Kritiker zeigen sehr gut aufgelegte Performances. Die witzigste Nebenrolle gehört allerdings Robert Downey Jr. (Sherlock Holmes, Der Richter, Der Solist), der in seiner Szene für einige Lacher sorgt. Dazu kann auch der 11-jährige Kinderdarsteller Emjay Anthony (Die Bestimmung – Insurgent, Wenn Liebe so einfach wäre) mit einer für sein Alter vielschichtigen Leistung punkten.

Die Blu-ray-Umsetzung ist gelungen. Das Bild kriselt zwar an einigen Stellen und weist teilweise auch Randunschärfe auf, ist sonst und damit überwiegend aber klar und scharf. Am Ton gibt es hingegen nichts auszusetzen. Er ist im DTS-HD-Master-5.1-Format exzellent abgemischt und bietet einen exzellenten Klang. Die Extras sind jedoch etwas zu sparsam geraten und umfassen nur sieben kurze Interviews, insgesamt zehnminütige Deleted Scenes, drei Trailer und eine dreiteilige Trailershow.


Fazit:
Vorzüglicher, verführerischer, appetitlicher Feel-Good-Film, der aufgrund seiner exzellenten Besetzung, der warmherzigen, angenehmen Geschichte und vieler guter Szenen überzeugen kann. Eine wahre Sommerkomödie, die sich auch im Winter lohnt. Absolut sehenswert.


by Stefan Bröhl
Bilder © Koch Media