Kingsglaive: Final Fantasy XV - Blu-ray

Blu-ray Start: 30.09.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 115 min

Kingsglaive: Final Fantasy XV Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Das magische Königreich Lucis beheimatet das letzte verbliebene Kristall auf der Welt und das finstere Reich Niflheim will es an sich reißen. König Regis von Lucis befiehlt über eine Armee Elitesoldaten namens Kingsglaive. Die Magie ihres Königs nutzend, kämpfen sie, um Lucis zu beschützen. Die drückende militärische Überlegenheit des Reiches stellt König Regis vor ein unmögliches Ultimatum - seinen Sohn, Prinz Noctis, mit Prinzessin Lunafreya von Tenebrae, einer Gefangenen von Niflheim, zu vermählen und seine Ländereien Niflheim zu unterwerfen. Obwohl der König nachgibt, wird deutlich, dass das Reich vor nichts haltmacht, um seine hinterhältigen Ziele zu erreichen, und nur noch die Kingsglaive stehen zwischen ihm und der Weltherrschaft.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Dolby Digital 5.1 (Spanisch, Polnisch, Russisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Spanisch, Polnisch, Türkisch, Finnisch, Dänisch, Norwegisch, Schwedisch, Russisch, Litauisch, Estnisch, Ukrainisch, Lettisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD

DVD und Blu-ray | Kingsglaive: Final Fantasy XV

Blu-ray
Kingsglaive: Final Fantasy XV Kingsglaive: Final Fantasy XV
Blu-ray Start:
30.09.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 115 min.

zur Blu-ray Kritik
Kingsglaive: Final Fantasy XV (2 Discs - Steelbook) Kingsglaive: Final Fantasy XV (2 Discs - Steelbook)
Blu-ray Start:
30.09.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 115 min.
DVD
Kingsglaive: Final Fantasy XV Kingsglaive: Final Fantasy XV
DVD Start:
30.09.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 111 min.

Blu-ray Kritik - Kingsglaive: Final Fantasy XV

Blu-ray Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 9/10


Es kommt mir so vor als wäre es gestern gewesen, dass Square Enix mit seinen Luminous Engine auf der E3 2013 die Frage aufwarf, was man mit der (damals genannten) Next Gen- Präsentation machen könnte. Die Antwort darauf ist Kingsglaive: Final Fantasy XV. Neben dem Anime Brotherhood ist dieser Film dazu da, bestimmte Handlungsstränge und Charaktere zum Hauptspiel Final Fantasy XV weiter zu vertiefen. Realisiert wird das Ganze mit Takeshi Nozue, der auch schon in Final Fantasy X, Kingdom Hearts 1 und 2, und in Final Fantasy VII Advent Children Regisseur war.

Kingsglaive: Final Fantasy XV Szenenbild 1.1 Handlung
Es wütet ein unerbittlicher Krieg. Jede Nation besaß früher einen magischen Kristall, jedoch durch Intrigen, Unfälle und Gier hat nur noch das Königreich Lucis einen. Obwohl alle andere Königreiche von dem Imperium Niflheim erobert wurden, kann Lucis das nicht werden, denn der Kristall erzeugt einen Schutzwall für dessen ganze Hauptstadt Isomnia und macht sie uneinnehmbar. In Kingsglaive dreht sich die Geschichte hauptsächlich um die im Titel enthaltene Königsglefe, die des Königs linke Hand und damit mächtigste Einheit im Krieg ist. Diese erhält vom König magische Fähigkeiten, wie Feuer und Blitze schießen, mit Hilfe einer Waffe sich zu teleportieren und ein Schutzschild zu errichten. Diese Fähigkeiten nützen aber wenig im Kampf gegen Niflheim und nach einer Niederlage der Königsglefe zieht sich Niflheim überraschend zurück. Nach dieser Niederlage besucht der Botschafter Niflheims Ardyn Izunia (gespielt von Darin De Paul) die Hauptstadt und macht König Regis Lucis Caelum (gesprochen von Sean Bean) ein sehr verlockendes Friedensangebot. So verlockend wie das Angebot ist, so verlockend ist auch die Geschichte des Films. Ich muss aber vorwarnen, dass die Handlung nicht linear erzählt wird. Für viele ist das ein großes Minus, ich hingegen sehe darin die Möglichkeit den Film mehrmals zu schauen um alles besser zu verknüpfen und dass man aufpassen muss. Während die erste Stunde Spannung und die Prämisse der Königreiche im Krieg, sowie die Welt und ihre Charaktere aufbaut, muss das Fantasy-Politik-Drama in der zweiten Stunde Platz machen für Action und ein paar Clichés.

1.2 Charaktere
Der Protagonist Nyx Ulrich (gesprochen von Aaron Paul) ist ein Königsglefe und aus seinem Standpunkt wird die größere Haupthandlung mitverfolgt. Er ist ein klassischer Held, der gut, altruistisch, loyal gegenüber dem König und aufopferungsbereit ist. Obwohl er unter einem Trauma leidet, das König Regis verursacht hat, hegt er nie Argwohn gegen diesen. Leider ist Nyx Ulrich ein ziemlich einseitiger Charakter mit viel Potential. Auch Lunafreya Nox Fleuret (gesprochen von Lena Headey) so ein Charakter, nämlich die moderne Jungfrau in Nöten. Kingsglaive: Final Fantasy XV SzenenbildAuch wenn Lunafreya sehr realistisch dargestellt wird, wirkt sie oft nicht so. Sie wirkt für eine gewisse Zeit wie ein McGuffin und erst nachdem sie in Richtung der zweiten Hälfte zu glänzen beginnt, glänzt sie nicht genug um herauszustechen. Die Antagonisten sind leider zu kurz in Szenen vertreten, als dass man sie richtig beschreiben könnte, aber da so ziemlich alle gegen den König sind, besteht eine große Vielfalt in den Momenten die man mit ihnen verbringt, was sie zumindest interessant macht. Das bedeutet aber nicht, dass Kingsglaive keinen fantastischen Charakter hat, der den ganzen Film trägt. König Regis ist vielschichtiger als eine Zwiebel und verleiht dem Film etwas Gravität, denn er macht sich unter anderem verantwortlich, dass das Königreich Tenebrae gefallen ist und daher auch für den Tod der dortigen Königsfamilie Nox Fleuret. Ebenfalls muss er im Laufe des Films entscheiden welche Zukunft ihm wichtiger ist, seine, die seines Sohnes oder die seines Landes. Seine Entscheidung ist schwierig und es wird sofort klar, dass König in dieser Welt zu sein extrem schwierig ist. Durch diese Probleme als Mann, als Vater und als König wirkt dieser Charakter so real und sympathisch, dass man eben hofft, dass ihn nicht das Schicksal ereilt, für das Sean Bean bekannt ist. Ein weiterer Charakter, der eine Entwicklung durchmacht ist der Königsglefe Libertus Ostium (gespielt von Lim Mulvey), der aufgrund seiner Trauer schlimme Ereignisse in Gang setzt und im Verlaufe der Handlung versucht diese wieder zu berichtigen.

1.3 Cinematographie und Bild
Da Kingsglaive ein Animationsfilm mit Motion Capture Technik ist, kann man davon ausgehen, dass er eindrucksvoll ist. Er ist mit Abstand von der Animation und der Action der beste Film in seinem Genre. Alleine die Tatsache, dass man die meisten Schauspieler, die die Figuren spielen, erkennt, spricht für sich. Die Animation ist durchgängig flüssig und in manchen Szenen wundert man sich, wie so etwas darzustellen überhaupt möglich war. Hier profitiert man 100% von einer Blu-Ray Version, denn das Bild ist ebenfalls immer klar und phänomenal. In manchen Szenen sind so viele Details, die man bei einer DVD-Version vermutlich nicht sehen könnte. An dieser Stelle muss man auch Takeshi Nozue loben, denn was er hier an Action aufbringt ist gewaltig. Die „Choreographie“ ist dank der vielen Teleportationen, Magie und verschiedenen Kampftechniken immer grandios. Es gibt ein paar schöne Übergänge und ästhetisch-künstlerische Szenen, jedoch gehören diese eher zu einem kleinen Anteil.

Kingsglaive: Final Fantasy XV Szenenbild 1.4 Ton
Zu allererst ist es bei diesem Film keine Ausnahme, denn wie auch bei den Spielen hat Kingsglaive einen überragenden Soundtrack. Ob nun „Prologue“ am Anfang die Trauer untermalt oder „Somnus“ das langsam nahende Unheil ankündigt, der Soundtrack erfüllt mehr als nur seinen Zweck. Daher ist es auch umso besser, dass die Blu-Ray eine hervorragende Tonqualität besitzt. Der Übergang zu den Actionszenen ist auch gut abgestimmt, so dass man nicht unbedingt immer die Lautstärke justieren muss.

1.5 Besonderheiten
Obwohl ich meistens ein Fan der deutschen Synchronisation bin, ist sie hier nur durchschnittlich, aber nicht, weil es öde runtergelesen wird, sondern weil ich öfters das Gefühl hatte, dass die Stimme einfach nicht zum jeweiligen Charakter passte. Ich würde daher die englische Version empfehlen. Leider wird das schöne „Final Fantasy Main Theme“ in einem ziemlich inadäquaten Moment abgespielt und rechtfertigt sich nicht, außer als Fanservice. Was ebenfalls komisch war, ist die Tatsache, dass der Protagonist des Hauptspiels Noctis nur kurz als Kind vorkam und nur zweimal kurz erwähnt wurde. Abgesehen davon besteht der Film gerade so den Bechdel-Test.

2.0 Extras
Die Extras enthalten vier Behind the scenes (A way with words: ca. 6 Minuten, Capture the kingsglaive: ca. 6 minuten, Fit for the kingsglaive: ca. 6 minuten, Emotive music: ca. 6 minuten) die in ungefähr 24 min etwas von den Schauspielern, dem Motion Capture-Vorgang, der Welt und der Musik erzählen. Als kleines Extras ist man auch in der Lage Lesezeichen in der Szenenwahl zu setzen, wodurch man immer wieder an seine Lieblingsstelle springen kann.


Fazit:
„Kingsglaive: Final Fantasy XV“ imponiert mit einem grandiosen Soundtrack, fantastischem CGI und Animation, sowie mit einer interessanten Handlung, verliert aber selbst Interesse an dieser und konzentriert sich auf Action, wodurch sich die meisten Charaktere nicht richtig entfalten können. Alles in allem ist Kingsglaive ein Meilenstein und mit Abstand der beste Film des Genres. Er steht solide als einzelner Film, aber macht auch genau das, warum er produziert wurde, nämlich mehr Lust auf das Hauptspiel, und wer auf das nicht mehr warten kann, der sollte sich Kingsglaive auf jeden Fall ansehen.

by Daniel Engel
Bilder © Sony Pictures Home Entertainment