Kin - Blu-ray

Blu-ray Start: 06.06.2019
Digital VoD: 06.06.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 103 min

Kin Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

Preisvergleich

jpc Logo 12,99 € jetzt kaufen
Amazon Logo 13,99 € jetzt kaufen4010324043238
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

Auf einem seiner Streifzüge durch ein verlassenes, in Trümmern liegendes Gelände findet Teenager Eli (Myles Truitt) einen mysteriösen Gegenstand, der nicht von dieser Welt zu sein scheint. Zunächst hält er seinen Fund geheim, doch als sein frisch aus dem Gefängnis entlassender Bruder Jimmy (Jack Reynor) von seinem alten Gangsterboss (James Franco) bedroht wird, nutzt Eli den Apparat, der sich als mächtige, überirdische Hightech-Waffe erweist, um seinem Bruder zu helfen – nicht ahnend, dass sie dadurch zu Gejagten werden. Jetzt sind nicht nur eine Bande Krimineller und die Polizei hinter ihnen her, sondern auch die außerirdischen Streitkräfte, die die Waffe einst zurückgelassen haben und sie wieder zurück wollen – und das um jeden Preis!

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Concorde Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Kurzfilm „Bag Man", Making-of, Featurette: Eine Analyse der Special Effects, Deutscher Trailer und Original-Kinotrailer, Audiokommentar mit Regisseuren Jonathan & Josh Baker und Drehbuchautor Daniel Casey

DVD und Blu-ray | Kin

Blu-ray
Kin Kin
Blu-ray Start:
06.06.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 103 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Kin Kin
DVD Start:
06.06.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 99 min.

Blu-ray Kritik - Kin

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 7/10


Eli (Myles Truitt) findet in einem alten Fabrikgelände einen sehr merkwürdigen Gegenstand. Er entdeckt schnell, dass es sich um eine Waffe handelt. Als er wieder zu Hause ankommt, ist sein Adoptivbruder Jimmy (Jack Reynor) wieder da, welcher vorher im Gefängnis saß. Nicht nur Jimmys ehemaliger Boss (James Franco) haben nun Interesse an den Geschwistern, sondern auch zwei mysteriöse Soldaten, welche unbedingt die Waffe wiederhaben wollen.

„Kin“ ist ein sehr merkwürdiger Film. Die essentielle Geschichte ist viel zu kurz für die Handlung des Films, aber im Gesamten will sie von einem riesigen Universum erzählen, welches in diesem Film leider nur angerissen wird. Wenn man wenigstens kleine Häppchen im Laufe der Geschichte verstreut hätte, würde sich permanent eine Spannung aufbauen, da aber der große Blick in die womögliche Zukunft erst ganz am Ende gewagt wird, ist der Film einfach nur belanglos. Wenn man der Tatsache mal ins Auge blickt, dass dieser Film eine Woche vor offiziellen Kinostart abgesagt wurde und stattdessen zehn Monate später direkt auf DVD und Blu-ray erscheint, spricht das gegen eine Fortsetzung. Somit ist dieser Film der Anfang von einem wahrscheinlich niemals fortgeführten Universum und wird damit einfach nur belanglos, da er als einzelner Film so nicht stehen kann.

Eli (Myles Truitt)
Eli (Myles Truitt) © Concorde Home Entertainment
Sieht man jetzt aber mal von den Schwächen des Weiterdenkens ab und schaut sich den Kern des Films an, entdeckt man eine relativ interessante Geschichte in einem atemberaubenden Setting. Die Geschwister Eli und Jimmy begeben sich auf einem fluchtartigen Roadtrip, da es nach einer Begegnung von Jimmy und seinem ehemaligen Gangsterboss Taylor zu einer blutigen Auseinandersetzung gekommen ist. Sie machen Halt in einem Strip Club, in dem sie die Tänzerin Milly (Zoë Kravitz) kennenlernen, welche schon länger überlegt zu fliehen. Da der Besitzer sie aber nicht gehen lassen will, kommt es zu einer Rauferei, bei der Eli die Waffe zückt und den Laden halb zerstört. Ab diesen Zeitpunkt will gefühlt die halbe Welt die Waffe haben und die Geschwister + Tänzerin fliehen.

Milly (Zoë Kravitz), Jimmy (Jack Reynor) und Eli (Myles Truitt)
Milly (Zoë Kravitz), Jimmy (Jack Reynor) und Eli (Myles Truitt) © Concorde Home Entertainment
Würde man den Mythos um die Waffe nicht so schnell lüften und nicht so sporadisch die beiden außerirdischen Soldaten auf der Jagd zeigen, sondern viel mehr auf die Beziehung der Figuren eingehen, würde der ganze Film nicht so gezwungen wirken. Die beiden Regisseure Jonathan und Josh Baker wollen mit ihrem Debütfilm die Geschichte aus ihrem ersten Kurzfilm in eine epische Länge ziehen, vergessen aber das richtige Maß an Exposition zu finden. Der Film ist vielleicht ein schöner Start in interessantes Universum, er funktioniert aber nicht als alleinstehender Film. Die Charaktere werden nicht genug beschrieben, der Bösewicht ist super flach und die Handlung ist ziemlich uninteressant und kennt man aus verschiedenen Science-Fiction-Filmen. Bis auf das Setting, welches zwar nicht erklärt wird, es aber auch nicht unbedingt notwendig ist, ist alles sehr flach und belanglos. Wenigstens bei der Wahl der Schauspieler wurde auf Sorgfalt geachtet, da der junge Schauspieler Myles Truitt („Dragged Across Concrete“) gut mit Jack Reynor („Sing Street“/„Detroit“) interagiert und damit eine glaubhafte Beziehung zwischen den sehr unterschiedlichen Brüdern entstehen lässt. Zoë Kravitz („Phantastische Tierwesen“/„Mad Max: Fury Road“) bietet interessante Charaktereigenschaften, auch wenn sie zum Ende hin irgendwie vergessen wird und keinerlei Bedeutung mehr spielt. James Franco („Spider-Man“/„The Disaster Artist“) ist in diesem Film ein wirklich schlechter Antagonist, da er überhaupt nichts zu bieten hat. Nur durch seine Tattoos wirkt er gefährlich, sonst kann er überhaupt nichts.

Jimmy (Jack Reynor) und Eli (Myles Truitt)
Jimmy (Jack Reynor) und Eli (Myles Truitt) © Concorde Home Entertainment
Bild:
Das Bild sieht einfach nur atemberaubend aus und rauscht an keinen Stellen. Der Kameramann Lakin Seiple (Swiss Army Man“) kreiert wahnsinnig interessante Bilder, die mit einer riesigen Detailtiefe versehen sind.

Ton:
Der Ton ist an vielen Stellen ziemlich laut und schrill, integriert sich aber perfekt mit dieser dystopischen Welt. Sowohl die deutsche Tonspur als auch englische Tonspur wurden auf DTS-HD 5.1 abgemischt und es kommt zu keinerlei Überlappungen. Der Komponist „Mogwai“ („Before the Flood“) bietet eine sehr interessante auditive Untermalung und so kommt es, dass während des ganzen Films eine unauffällige begleitende Musik zu hören ist.

Extras:
Die Extras bieten zum einen den Kurzfilm „Bag Man“ auf dem „Kin“ basiert und zum anderen etliche Featurettes mit den Regisseuren und dem Drehbuchautor. Es befindet sich aber auch eine Analyse zu den Special Effects beim Bonusmaterial, welches die schwierige Arbeit der Effect-Artist bei ihrem Schaffen zeigt.


Fazit:
„Kin“ bietet leider zu wenig Handlung für diesen Film, will aber auf ein Universum hinsteuern, welches es wahrscheinlich niemals zu sehen gibt. Leider nimmt sich der Film keinerlei Zeit für die Figuren, ihre Handlungen und diese atemberaubende Welt und will eher mit Mysterie-Elementen auf ein großes Ereignis hindeuten, welches eben nicht im Film zu sehen ist. Hoffentlich wird die Geschichte irgendwann aus erzählt, da dieser Film sonst nicht allein für sich stehen kann.

by René Fischell
Bilder © Concorde Home Entertainment