Killing Ground - Blu-ray

Blu-ray Start: 10.11.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 88 min

Killing Ground Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Der junge Arzt Ian und seine Freundin Samantha stoßen bei einem Campingtrip auf ein unbewohntes Zelt und ein verlassenes Auto. Handelt es sich um Spuren eines Verbrechens? Als Ian und Samantha das grauenvolle Schicksal der verschwundenen Camper erkennen, ist es zu spät. Sie sollen die nächsten Opfer werden …

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Busch Media Group
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD

DVD und Blu-ray | Killing Ground

Blu-ray
Killing Ground Killing Ground
Blu-ray Start:
10.11.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 88 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Killing Ground Killing Ground
DVD Start:
10.11.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 75 min.

Blu-ray Kritik - Killing Ground

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 7/10


Rund um Halloween tummeln sich wieder die kleinen fiesen Schocker. Seien es "Haunted-House"-Spuk-Geschichten à la "Annabelle", Splattergeschnetzeltes like "Saw" und "Texas Chainsaw" oder, wie in diesem Fall, dem altbewährten Backpacker-Horror, dem "Wolf Creek" seinerzeit zu anhaltender Beliebtheit verhalf.

Newcomer Regisseur  Damien Power serviert uns hier einen recht unscheinbaren, dennoch stilistisch sehr interessanten Horrorfilm der speziell für Genrefans durchaus einen Blick wert ist.  

Margaret (Maya Stange)
Margaret (Maya Stange) © Busch Media Group
Das Pärchen Ian (Ian Maedows) und Samantha (Harriet Dyer) planen ein Wochenende im Grünen zu verbringen. Sie entscheiden sich für einen abgelegenen See, an dem sie dann ihre Zelte aufschlagen. Ganz in der Nähe fällt den beiden ein verlassenes Zelt auf sowie ein unbemanntes Auto mit Kindersitz. Zur gleichen Zeit durchstreifen zwei Jäger (Aaron Pedersen und Aaron Glenane) der etwas anderen Art die Wälder und als sich ihre Wege kreuzen entbrennt eine Hetzjagd die bis zum letzten Moment zu fesseln weiß.  

Was sich im ersten Moment wie eine zig mal durchgekaute Handlung ohne neue Schauwerte anhört, entpuppt sich hier bei Ihrer Erzählstruktur als wahres kleines Juwel. Alle Darsteller, allen voran Ian Meadows und Harriet Dyer verhalten sich als Protagonisten in entscheiden Handlungstwists komplett gegenteilig zu dem, was wir als Publikum aus Durchschnittsstreifen zu Genüge gewohnt sind. Dies, und die Tatsache, dass zwischen drei Handlungssträngen in zwei verschiedenen Zeiten gekonnt hin und her geswitcht wird lassen keine Sekunde Langeweile aufkommen. Auf der einen Seite das Pärchen Ian und Sam, die an ihrem idyllischen Urlaubsziel, einem See im Wald, ankommen und mit erster Euphorie feststellen, dass sie nicht allein sind und es sich erst mal gemütlich machen. Des Abends müssen sie allerdings feststellen, dass ihre vermeintlichen Nachbarn gar nicht da zu sein scheinen und beginnen sich zu sorgen. Parallel dazu wird die Geschichte von German (Aaron Pedersen) und Chook (Aaron Glenane) erzählt, deren Leidenschaft es ist jagen zu gehen. Die Story der beiden fängt mittendrin an und lässt dem Zuschauer kaum Zeit sich an die beiden skurrilen aber unterschwellig bösen Gestalten zu gewöhnen. Erst nach und nach wird klar, was für Motive, Absichten und Hobbies die zwei haben, und was diese mit dem Pärchen am See zu tun haben.

Chook (AaronGlenane) auf der Jagd
Chook (AaronGlenane) auf der Jagd © Busch Media Group
Auf der anderen Seite wird in kleinen Rückblenden peu a peu aufgedeckt, was es mit dem verlassenen Zelt und der dazugehörigen Familie plus Kleinkind auf sich hat. Es werden immer nur kleine Abschnitte des großen Ganzen gezeigt, bevor wieder zum anderen Ende des Handlungsstranges gewechselt wird, den man aufgrund der immensen Spannung fast schon wieder vergessen hat. Die Involvierung von Kindern, insbesondere Kleinkindern, hinterlässt beim Publikum meist einen besonders bitteren Beigeschmack. So auch in diesem Fall, was vom Regisseur gekonnt genutzt wird, um die Zuschauer bei der Stange zu halten und man den Film allein deshalb zu Ende sehen muss, um sicher zu gehen, dass dem Kleinen wirklich nichts passiert ist. Trotz all der genannten Schauwerte, die dieser kleine böse Schocker aufweist sehen wir hier kaum Neues. Die Handlung selbst ist wie jede andere auch in diesem Genre und auch das Finale war bis auf wenige Kleinigkeiten leider nichts Besonderes. Man hatte eher das Gefühl, als wolle man die Spannung ins Unermessliche steigern, nur um sie dann in wenigen Momenten nach knapp 88 Minuten abrupt enden zu lassen und man den Zuschauer dann eher enttäuscht mit sich allein lässt. Zumindest kommt der Schocker hierzulande mit einer FSK 18 ungeschnitten ins Heimkino, was heutzutage ja fast schon Luxus ist.   

Das Bild, hier in gestochen scharfem 16:9 1080p lässt keine Wünsche offen. Die Naturaufnahmen von Wäldern und Lichtungen kommen ebenso gut zur Geltung wie die sehr dunklen Nachtaufnahmen, in denen man, sofern vom Produzenten gewollt, alles erkennen kann was man sehen muss.  

Der Ton in klarem 5.1 Dolby Digital macht auch im Heimkino sehr viel Spaß, allein aus dem Grund, weil das Verhältnis von Stimme und Dialog sehr gut ausgewogen ist in Relation zu gedämpften Geräuschen wie Schüssen oder Jump-Scares. Saubere Arbeit, was speziell im Horror Genre ja nicht unbedingt auf die breite Masse zutrifft.  

In Sachen Extras suchen wir hier vergeblich. Der Button "Extras" ist im Menü nicht einmal verzeichnet. Das war wohl nichts, obwohl man nach einem Film dieser Art nicht unbedingt auf Extras angewiesen ist. Der Film spricht für sich.


Fazit:
Trotzdem "Killing Ground" in seinem Metier sicher durch Schauwerte wie eine interessante Erzählstruktur, Charakterentwicklung, die man an der ein oder anderen Stelle so vielleicht nicht erwartet hätte und wirklich furchteinflößende Irre sicher nicht zu den schlechten Vertretern zu zählen ist, fehlt etwas. Etwas das dieses Machwerk einzigartig macht und leider findet man es nicht. Für Liebhaber des Genres ist er auf jeden Fall einen Blick wert, aber Filmkenner werden zu dem Schluss kommen, dass "Killing Ground" leider in der breiten Masse untergehen wird und sich nur wenig ernster Beachtung erfreuen dürfte. Für mich persönlich war er allemal einen Blick wert und hat für einen gar nicht so uninteressanten Abend gesorgt.

by Christoph Berger
Bilder © Alive / Busch Media Group