Killer Joe (uncut) - Blu-ray

FSK: 18 - Laufzeit: 98 min

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Inhalt

Der junge Drogendealer Chris Smith (Emile Hirsch) muss schnell 6.000 Dollar Schuldgeld auftreiben, oder er ist tot. Die Lebensversicherung seiner Alkoholiker-Mutter könnte ihm auf einen Schlag 50.000 Dollar einbringen. Nachteil: Mutter Smith lebt – noch!
Die Lösung scheint Joe Cooper (Matthew McConaughey) zu sein: ein smarter Cop aus Texas, nebenberuflich Profikiller. Bedingung sind 25.000 Dollar Cash im Voraus. Chris ist pleite und geht in seiner Verzweiflung einen unmoralischen Deal ein. Er überlässt Killer Joe bis zur Auszahlung der Versicherungssummer seine kleine Schwester Dottie (Juno Temple). Das ohnehin angespannte Familienverhältnis der Smiths eskaliert und trudelt gänzlich ins blutige Chaos ...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien / Entertainment One
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
SPIO-JK geprüft: keine schwere Jugendgefährdung
- Interviews mit Cast & Crew

DVD und Blu-ray | Killer Joe (uncut)

Blu-ray
Killer Joe Killer Joe
Blu-ray Start:

FSK: 18 - Laufzeit: 105 min.
Killer Joe (uncut) Killer Joe (uncut)
Blu-ray Start:

FSK: 18 - Laufzeit: 98 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Killer Joe Killer Joe
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FSK: 18 - Laufzeit: 102 min.
Killer Joe (uncut) Killer Joe (uncut)
DVD Start:

FSK: 18 - Laufzeit: 95 min.

Blu-ray Kritik - Killer Joe (uncut)

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 8/10


William Friedkin dürfte vielen Filmfans ein geläufiger Name sein – Anfang der 1970er-Jahre schuf er mit „French Connection“ und „The Exorcist“ zwei Meilensteine der Filmgeschichte, die trotz ihres Alters noch heute gern gesehen werden. „Killer Joe“ heißt sein neustes Werk: Ein Mix aus (tief-) schwarzer Komödie und brutaler Charakterstudie:

Chris (Emile Hirsch, „Into The Wild“) hat ein Problem: Er hat Spielschulden und zwar bei Leuten, bei denen man besser keine Schulden hat. Um das dringend benötigte Geld aufzutreiben, überzeugt er seinen Vater Ansel (Thomas Haden Church, „Spider-Man 3“) davon, dass sie gemeinsam einen Killer anheuern sollten, der Chris Mutter und Ansels Ex-Frau ermorden soll. Die hohe Lebensversicherung soll dann sowohl den Killer als auch Chris Schulden bezahlen. Doch Killer Joe (Matthew McConaughey, „Der Mandant“) verlangt Chris´ Schwester Dottie (Juno Temple, „The Dark Knight Rises“) als Pfand.

„Killer Joe“ hat erst kürzlich für Furore gesorgt, als eine schon gekürzte Version von der FSK abgelehnt wurde. Ähnlich erging es dem Film auch in den USA, wo er nun, genau wie in Deutschland, lediglich ungeprüft beziehungsweise mit dem Vermerk „SPIO-JK: keine schwere Jugendgefährdung“, erscheint. Wie so oft geht es bei den erwähnten Minuten weniger um die Gewaltszenen, als vielmehr um den ideologischen Blickwinkel. Denn erfahrene Zuschauer werden feststellen, dass „Killer Joe“ keinesfalls in die Schublade brutaler Sinnlosstreifen wie „Saw IV“ gehört.
Die nun veröffentliche Uncut-Version bietet mit Emile Hirsch und Matthew McConaughey eine nahezu perfekte Besetzung, die schauspielerisch nicht zu überbieten wäre. Besonders gegen Ende entsteht eine intensive Atmosphäre, die förmlich an den Nerven reißt, bis der Film den Zuschauer in einer letzten Regung mit der Frage zurücklässt: „Was habe ich da gerade geschaut?“!
Zwar besitzt der Texas-Thriller eine klare Story, doch lässt er sich nur schwer mit anderen Filmen vergleichen. Einerseits fährt er zu Beginn ein ruhiges Tempo auf und erinnert mit seiner texanischen Kulisse und den teils skurrilen Personen an „No Country For Old Men“. Dann wieder lässt sich ganz klar die Tarantino’sche Komplexität mit dessen typischen Wendungen erkennen, welche in einem brutalen Finale münden. Am besten schaut man den Film auch mit den Werken Tarantinos im Kopf und der Einstellung diesen gegenüber: Mit Humor sollte man es nehmen. Dann besitzen sogar die verstörenden Endszenen eine Prise Komik – vermutlich das Geheimnis dieses modernen Neo-Noirs, der seines Gleichen sucht!

Sowohl Bild als auch Ton lassen hier keine Wünsche offen! Sehr schön.
Schade nur, dass man sich bei den Extras auf ein halbes Dutzend Interviews beschränkt. Da hätte man sich doch mehr gewünscht.

Fazit: Eine rabenschwarze Komödie, die es in sich hat! Eine sagenhaft intensive Atmosphäre mit einem mehr als überzeugenden Cast und einem ebenso twistreichen wie düsterem Plot. Doch irgendwie bleibt ein bitterer Nachgeschmack; ob es der verstörenden Story samt ihrer unliebsamen Charaktere zuzuschreiben ist, bleibt offen. Nichtsdestotrotz lohnt der Erwerb der Verleihversion nicht nur für Tarantino/Coen-Fanatiker! Love it or hate it!

by Yannik Riedl
Bilder © WVG Medien / Entertainment One