Kickboxer: Die Vergeltung - Blu-ray

Blu-ray Start: 18.11.2016
FSK: 18 - Laufzeit: 91 min

Kickboxer: Die Vergeltung Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Eric ist ein erfolgreicher Kampfsportprofi. Als er gerade mit seinem Bruder Kurt seinen Champion-Titel feiert, taucht die undurchsichtige Marcia auf, winkt mit einem dicken Geldbündel und verspricht Eric den Kampf seines Lebens in Thailand. Kurt ist skeptisch, aber Eric sieht nur das Preisgeld. Sein Gegner ist der legendäre, unbesiegbare Tong Po. Als der große Tag da ist, muss Kurt mitansehen, wie diese Kampfmaschine Eric nicht nur besiegt, sondern ihm auch auf dem Höhepunkt seines Triumphes kaltblütig das Genick bricht. Von diesem Moment an hat Kurt nur noch ein Ziel: Rache für seinen getöteten Bruder!

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film / Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Original Trailer, Interviews, Behind the Scenes

DVD und Blu-ray | Kickboxer: Die Vergeltung

Blu-ray
Kickboxer: Die Vergeltung Kickboxer: Die Vergeltung
Blu-ray Start:
18.11.2016
FSK: 18 - Laufzeit: 91 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Kickboxer: Die Vergeltung Kickboxer: Die Vergeltung
DVD Start:
18.11.2016
FSK: 18 - Laufzeit: 87 min.

Blu-ray Kritik - Kickboxer: Die Vergeltung

Blu-ray Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 5/10


Bereits seit 2012 befand sich ein Remake des wunderbar kitschigen Achtziger-Jahre Kult-Martial Arts-Streifens „Kickboxer“ in der Entwicklungsphase, nun ist es (endlich) soweit: Nach mehreren vergeblichen Anläufen, einer ständig fluktuierenden Besetzung und einem Regisseurswechsel erblickt der Reboot des Jean-Claude Van Damme-Actioners in Form von „Kickboxer: Vengeance“ das Licht der Welt. Kickboxer: Die Vergeltung Szenenbild„The Muscels from Brussels“ erscheint hier zwar nicht mehr in der Hauptrolle, dafür aber in einer integralen Nebenrolle als Mentor von Protagonist Kurt Sloane, den Van Damme noch im Original spielte. Der Belgier ist tatsächlich möglicherweise noch der beste Aspekt dieses insgesamt zwar recht kompetent von John Stockwell („Into the Blue“, „Blue Crush“) inszenierten, aber letzten Endes doch überflüssigen Kampffilms, von dem man letztlich gar nicht genau weiß, für wen er produziert wurde.

Wie auch schon im Film von 1989 stehen zunächst die beiden Brüder Eric (Darren Shahlavi) und Kurt Sloane (Alain Moussi) im Mittelpunkt. Eric ist amtierender Karate-Weltmeister, als er von der Promoterin Marcia (Gina Carano) eingeladen wird, in Thailand für viel Geld an einem Underground-Kampf teilzunehmen. Kurt, der selbst kämpft, hält überhaupt nichts von dem zwielichtigen Angebot und versucht vergeblich seinen geliebten Bruder von der Annahme des Angebots abzuhalten. Eric reist mit breiter Brust nach Bangkok und schickt seinem Bruder schließlich ein Flugticket in die thailändische Hauptstadt. Dort angekommen, kann Kurt nur noch das traurige Ende des einseitigen Kampfes gegen den gefürchteten Tong Po (Dave Bautista) sehen, der seinem Bruder vor tosender Menge das Genick bricht. Wutgeladen schwört Kurt Rache, doch sein erster Versuch, sich in Tong Pos geheimen Hinterhalt einzuschleusen, scheitert. Schließlich trifft Kurt auf Muay Thai-Trainer Meister Durand (Jean-Claude Van Damme), der Eric zuvor für den Kampf vorbereitet hat und überzeugt ihn, auch ihn für ein unvermeidliches Aufeinandertreffen gegen Tong Po fit zu machen…

Im Großen und Ganzen folgt „Kickboxer: Vengeance“ dem Muster, das das Original vorgegeben hat. Stockwells Film startet allerdings direkt bei Tong Pos Hinterhalt und Kurts vergeblichem Attentat und springt dann drei Monate in die Vergangenheit, wo der 89er Film quasi begann. Kickboxer: Die Vergeltung SzenenbildAls zusätzliches Handlungselement wird hier die geradlinige und praktischerweise sehr hübsche Polizisten Liu (Sara Malakul Lane) eingeführt, die im Begriff ist, die illegalen und von ihren korrupten Kollegen geschützten Untergrundkämpfe zu stoppen. Dabei lernt sie Kurt kennen, womit der Film ein zusätzliches, obligatorisches romantisches Element einführt, das aber (wie auch schon im Original) völlig aufgesetzt wirkt. Auch die Figur von Tong Po wurde für den Reboot abgewandelt und insgesamt menschlicher und weniger widerwärtig und monströs gestaltet als im Original. Zumindest etwas zeitgemäßer präsentiert man sich bezüglich thailändischer Kultur, die in „Kickboxer“ bekanntermaßen grotesk stereotypisiert war.

Neben weiteren subtilen Abwandlungen entspricht die Erzählung von „Vengeance“ aber weitestgehend dem Original und ist damit völlig überraschungsarm und vorhersehbar. Prinzipiell besteht der gesamte letzte Akt aus dem unausweichlichen finalen Kampf zwischen Kurt und Tong Po, hat aber an manchen (zugegebenermaßen sehr konstruierten) Spannungselementen des Originalfilms eingebüßt. Der ganze Film ist gespickt mit kleinen Easter Eggs und Reminiszenzen an den 89er Streifen, die sicher einigen Fans gefallen werden. Dennoch muss man die Frage stellen, für welche Zielgruppe „Vengeance“ eigentlich gemacht wurde: Zu ähnlich, aber weniger dümmlich spaßig ist die Neuauflage, um alte Fans wirklich zu begeistern, zu abgestanden und altmodisch ist der Film, um neue Fans zu gewinnen. Die Action und Kampfszenen sind insgesamt solide, wenn auch uninspiriert und weitestgehend ohne echte Wucht inszeniert, störend ist hier aber die gelegentliche Wackelkamera und vor allem das fürchterlich künstlich wirkende CGI-Blut, das gelegentlich umherspritzt. Eine moderne Unart, die in einem handgemachten, nostalgischen Old School-Actionstreifen absolut nichts verloren hat.

Hauptdarsteller Alain Moussi, der üblicherweise bei mehreren großen Hollywood-Produktion als Stuntman und Double agiert, ist zweifelsohne ein sehr guter Kämpfer und eine sympathische Präsenz, jedoch wirkt er insgesamt leider viel zu farblos und hölzern, um den Film wirklich zu tragen. Kickboxer: Die Vergeltung SzenenbildDave Bautista, der nach seinen Parts in „Guardians of the Galaxy“ und „Spectre“ wohl der größte Star des Films ist, wirkt bedauerlicherweise etwas müde und damit ziemlich verschwendet, wodurch er Michel Quissys überaus unterhaltsamem Tong Po nicht das Wasser reichen kann. Dasselbe gilt für Gina Carano, die in einer überflüssigen und blassen Rolle nicht mal ihr kämpferisches Können zeigen darf.

Lediglich Jean-Claude Van Damme macht mit seiner augenzwinkernden und gewohnt charismatischen Rolle als Mentor Spaß und scheint den Witz verstanden zu haben. Insgesamt ist „Kickboxer: Vengeance“ auch leider ein Film, der sich zu ernst nimmt und nur selten Momente wunderbarer unfreiwilliger Komik zulässt, die das fabelhaft überzogene Original noch so unterhaltsam machte. Man kann über „Kickboxer“ sagen, was man will, an erinnerungswürdigen und charmanten Momenten (Van Dammes Tanz!) mangelte es ihm ganz sicher nicht, was man von dieser uninspirierten, ermüdenden und letztlich überflüssigen Angelegenheit wahrlich nicht behaupten kann.

Bild
Die Bildqualität des digital auf Red Epic aufgezeichneten Films ist insgesamt eine eher gemischte Angelegenheit. Hier zeigt sich generell ein durchweg sehr scharfes und detailreiches Bild, jedoch schwanken die Kontrast- und Sättigungswerte. An manchen Stellen zeichnet sich zudem leichtes digitales Rauschen ab. Die sich ebenfalls abwechselnde Farbpalette, die zwischen kraftvoller Natürlichkeit und Überstilisierung in Form von senfgelben Filtern darstellt, ist Sache der gewünschten Ästhetik und damit wohl Geschmacksache. Kickboxer: Die Vergeltung Szenenbild

Ton
Als durchweg überzeugend erweist sich der recht wuchtige und sehr räumliche Ton. Besonders die Filmmusik ertönt sehr präsent und differenziert aus den Surround-Lautsprechern, aber auch diverse Soundeffekte verteilen sich immer wieder um den Zuschauer. Die zahlreichen Kampfszenen erweisen sich zudem als kraftvoll, der Subwoofer wird so häufig effektvoll miteinbezogen. Stimmen und Dialoge sind bestens verständlich und klar abgemischt.

Extras
Neben drei Trailern, einer Ascot Elite-Trailershow liegt hier als einziges Extra nur eine Standard-EPK-Featurette vor.
Original-Trailer (01:58 Min.)
Deutscher Trailer (01:58 Min.)

Alternativer Trailer (01:56 Min.) Behind the Scenes (06:44 Min.)
Trailershow


Fazit:
„Kickboxer: Vengeance“ ist leider eine sehr uninspirierte Angelegenheit, die dem wunderbar übertriebenen und charmanten Original nicht das Wasser reichen kann. Ein Film, den keiner so wirklich braucht, immerhin darf man Jean-Claude Van Dammes netten Part als Meister Durand bewundern, der diese müde Angelegenheit deutlich aufwertet.

by Florian Hoffmann
Bilder © Universum Film / Ascot Elite Home Entertainment