Karate Kid (4K Ultra HD) - Blu-ray

Blu-ray Start: 29.05.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 127 min

Karate Kid (4K Ultra HD) Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Karate ist mehr als nur Kampf. Diese Lektion wird Daniel (Macchio), ein Teenager aus dem San Fernando Valley, von einem äußerst unkonventionellen Lehrer lernen: Mr. Miyagi (Morita), einem älteren Handwerker und Karate-Meister. Als er Daniel vor Angriffen der "Cobra Kai" rettet, einer brutalen Gang aus Karateschulschlägern, schärft Miyagi seinem jungen Freund die Bedeutung von Ehre und Selbstvertrauen ein und schult ihn in der Kunst der Selbstverteidigung. Diese Lektionen werden überlebenswichtig, als der hoffnungslose Außenseiter Daniel bei einem verrohten Karatemeisterschaftskampf im Valley auf den sadistischen Anführer der "Cobra Kai", Johnny, trifft.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (DTS HD MA 2.0), Englisch (DTS-HD MA 5.1), Englisch (Dolby Atmos), Französisch (Dolby Digital 5.1), Hindi (Mono), Italienisch (Dolby Digital 5.1), Japanisch (Dolby Digital 5.1), Koreanisch (Dolby Surround), Polnisch (
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Chinesisch, Dänisch, Finnisch, Griechisch, Hindi, Holländisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Kroatisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Schwedisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch, Thailändisch, Tschec
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 2160p 4K HDR
16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
SPECIAL FEATURES AUF 4K ULTRA HD DIE SPECIAL FEATURES WERDEN IN SD- ODER HD-AUFLÖSUNG DARGESTELLT NEU: „Remembering The Karate Kid“ - Ein reflektierter Rückblick mit den Stars Ralph Macchio, William Zabka und Martin Kove Kino-Trailer

DVD und Blu-ray | Karate Kid (4K Ultra HD)

Blu-ray
Karate Kid (4K Ultra HD) Karate Kid (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
29.05.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 127 min.

zur Blu-ray Kritik

Blu-ray Kritik - Karate Kid (4K Ultra HD)

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 6/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 7/10


Karate ist eine Kampfkunst, die eine lange Tradition und Geschichte hinter sich stehen hat. Erste Berichte und Schilderungen reichen bis ins Okinawa des 19. Jahrhunderts zurück. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich die Begeisterung schließlich auch weltweit verbreitet, was sicherlich nicht zuletzt an der strengen und respektvollen Mentalität liegt, die hinter dem Sport steckt und begeistert. Filmisch ist es deswegen kein Wunder, dass er bereits einige Male Stoff für Erzählungen lieferte. So auch in einem der größten Sport-Kultfilme der letzten Jahrzehnte.
KARATE KID startet am 29.05.2019 als 4K-Restauration im deutschen Heimkino-Markt. Was Euch der Streifen und das UHD bieten kann, erfahrt Ihr in unserer Kritik.

KARATE KID spielt zu Beginn nur für ein paar Sekunden in New Jersey, bevor es Mutter Lucille LaRusso (Randee Heller; MAD MEN) zusammen mit Ihrem 15-jährigen Sohn Daniel (Ralph Macchio; Mein Vetter Winnie) des Berufes wegen nach Kalifornien zieht. In Daniels neuem Zuhause, dem er zunächst alterstypisch kritisch gegenübersteht, trifft er dann unversehens auf den erst zurückhaltenden Hausmeister Kesuke Miyagi (Pat Morita; INFERNO). Fast zeitgleich lernt er das hübsche Mädchen Ali Mills (Elisabeth Shue; Leaving Las Vegas - Liebe bis in den Tod) kennen, für das er schnell Sympathien entwickelt, er allerdings von dessen in Karate sehr talentierten Ex-Freund Johnny Lawrence (William Zabka; Hot Tub - Der Whirlpool... ist 'ne verdammte Zeitmaschine) tyrannisiert wird. Dies bleibt seitens Miyagi nicht unerkannt und so beschließt er, Daniel unter seine Fittiche zu nehmen und ihn in Hinblick auf einen anstehenden Wettkampf gegen Johnny zu trainieren.

Ralph Macchio und Pat Morita in Karate Kid
Ralph Macchio und Pat Morita in Karate Kid © 1984 Columbia Pictures Industries
KARATE KID braucht nicht viel Zeit, um die anfängliche und erwartungsfrohe Grundaufmerksamkeit des Zuschauers für sich zu nutzen. Dies bewerkstelligt er, indem er von Beginn an eine sehr behagliche und wohlige Atmosphäre trotz der rein für sich gesehen „aggressiven“ Kampfthematik schafft, die die Essenz und Kultur dieses Sports optimal wiederspiegelt. Große Mühe gab man sich ebenfalls bei der Charakterisierung Daniels, Miyagis, deren Ersatzsohn-Ersatzvater-Beziehung zueinander und Johnnys. Daniel wird selbstverständlich ein Stück weit alterskonform gezeichnet, aber ist nach außen hin freundlich und weckt auch schon vor der eigentlichen dramaturgischen Initiierung durch die scheinbare Unterlegenheit gegenüber Johnny und Einbringung seines perfiden und gern zu unlauteren Mittel greifenden Trainers John Kreese (Martin Kove; RAMBO II DER AUFTRAG) Sympathien. Dies löst unter Fans des Streifens nach wie vor eine hitzige Diskussion darüber aus, wer der eigentliche Antagonist beziehungsweise Protagonist der Handlung ist, denn Daniel wird in einigen Szenen durchaus hitzig und gewaltbereit gezeichnet (vgl. Streichszene auf der Toilette), während Johnny hin und wieder Bemerkungen darüber macht, ein besserer Mensch werden zu wollen, und seine Aktionen nur Reaktionen auf Daniels Verhalten sind (vgl. Radioszene am Strand). Letztlich ist Daniel kein typisch glatter Held und kein gewohnt unterdrücktes Opfer, bleibt aber trotzdem in der Rolle des durch Johnny Unterlegenen. Miyagi ist zu Beginn undurchsichtig. Er wirkt aufgrund seines sehr marginalen Sprachgebrauchs und seiner erst zurückhaltenden Rhetorik fremd und rätselhaft, lässt aber gleichzeitig durchblicken, dass in ihm ein weiser, älterer Mann schlummert. Dieser zeigt sich im Laufe der Entwicklung Ihrer liebevollen, aber auch drakonischen Beziehung stets intensiver, währenddessen Hellers Rolle, die zuvor noch mitwirkend den Plot auslöste, mehr und mehr in den Hintergrund rückt, und Morita entpuppt ein Naturtalent für die Rolle, das seine Oscarnominierung absolut legitimiert.

Ralph Macchio, Pat Morita, William Zabka und Martin Kove in Karate Kid
Ralph Macchio, Pat Morita, William Zabka und Martin Kove in Karate Kid © 1984 Columbia Pictures Industries
Das Training Daniels ist inhaltlich zutreffend aufgebaut. Lange wird Daniel aus seiner Sicht aufgehalten, da er sich stundenlang mit Handlangertätigkeiten wie Streich- und Polierarbeiten beschäftigt, statt aktiv Schlagtechniken trainieren zu dürfen. Es ist aber klar, dass dies mit einem Hintergrund geschieht, der später harmonisch dargestellt wird. Besonders während dieses längeren Handlungsabschnittes der kurzweiligen Laufzeit lichten sich einige, mittlerweile ikonische Szenen ab, die im Gedächtnis bleiben (vgl. Gankaku-Szene). Trotzdem beschleicht den Zuschauer über Großteile des Films das Gefühl, dass an vielen Stellen und auch insgesamt Potenzial auf der Strecke geblieben ist und KARATE KID auch aus qualitativer Sicht einen noch intensiveren Kultstatus genießen könnte. Stets begleitet werden die genannten Szenen von einem ruhigen Storytelling, das charmant immer wieder humorige Stellen einwirft und sich zu keinem Zeitpunkt von Kämpfen oder Action dominieren lässt. Diese sind sehr dosiert eingesetzt und werden dem Sport – immer mit entsprechend westlichen Einflüssen – gerecht, da sie kurz, aber prägnant und mit Fokus auf Technik und kognitive Fähigkeiten ausfallen. Dementsprechend findet man bei Schlag- und Blockaktionen natürlich keine Soundeffekte wie in einem Martial-Arts-Action-Blockbuster, sondern leisere, dumpfe und keine vollen Sounds. Diese klingen jedoch auch vor diesem Hintergrund nicht sehr wertig.

Um ein Vielfaches wertiger hingegen zeigt sich die musikalische Untermalung des Films, dem nicht zuletzt durch sein Einspielergebnis von 90 Millionen Dollar noch drei Fortsetzungen folgten. Angenehm abwechslungsreich und nahezu immer mit einem feinen Gespür für Musiksprache mischt man schnellere mit melancholischer und kultureller Musik. Sie ist immer sehr intensiv und fast schon zu allgegenwärtig, sobald dramaturgisch die Abstinenz der Musik geschickter gewesen wäre, was sie so an wenigen Stellen etwas aufdringlich macht.

Elisabeth Shue und Ralph Macchio in Karate Kid
Elisabeth Shue und Ralph Macchio in Karate Kid © 1984 Columbia Pictures Industries
Die deutsche Synchronisation ist leider immer wieder unverständlich. Klangtechnisch passen die Stimmen zu ihren Rollen und auch der Akzent Miyagis ist annehmbar, doch schafft man es durch die vielen Worte, schnelle Aussprache, zahlreichen direkten Wort- oder gar Satzwiederholungen und kleinen Lückenfüller nicht, ein immerfort sauberes Sprachbild zu wahren.
Das Ende des Films handelt offensichtlich vom Finale des Wettkampfs zwischen Daniel und Johnny, das unerwarteterweise leidlich lieblos gestaltet ist und sich zu wenig Zeit zur Entfaltung nimmt.

Bild
Durch die 4K UHD-Disc ist es erstmals möglich, den Kultfilm mit erweitertem Farbraum und einer höheren Bilddynamik zu sichten. Auffällig sind in erster Linie ein deutlich dunkler abgestimmtes Bild als auf der Blu-Ray, das hin und wieder zu dunkel wirkt, und das ursprüngliche und hier technisch verfeinerte Filmkorn. Schärfetechnisch hat man bei diesem 4K-Scan wie von „Sony Pictures Home Entertainment“ gewohnt einiges herausgeholt und fast jede Szene konnte man im Rahmen, den das Originalmaterial vorgibt, optisch klar sichtbar verbessern, was ebenfalls Farben naturechter strahlen lässt.

Ralph Macchio in Karate Kid
Ralph Macchio in Karate Kid © 1984 Columbia Pictures Industries
Ton
Die Tonspur liegt auf Deutsch in einem 5.1 MA DTS-HD, auf Englisch in Dolby Atmos/Dolby TrueHD 7.1 und zudem noch auf einigen anderen Sprachen vor. Negativ fällt zügig auf, dass die Balance zwischen Sprache und Soundtrack überdurchschnittlich oft ungleich ist und auch abgesehen von der teils undeutlichen deutschen Synchronisation akustische Verständnisprobleme aufkommen. Eine adäquate Räumlichkeit des Tons ist außerdem ebenso festzustellen wie fehlende Dynamik, wobei Letztere angesichts einer technisch schwächeren Tonspur als auf der Blu-Ray sehr naheliegt. Stellenweise muss sich der Zuschauer deutlichen Qualitätsschwankungen hingeben, wenn sich beispielsweise einerseits das Rauschen des Meeres anhört wie gepitchtes Kratzen auf Styropor, aber andererseits Motorgeräusche die Boxen durchaus ordentlich verlassen.

Extras
Direkt auf der 4K UHD-Disc findet sich neben dem Trailer ein zehnminütiges Featurette. Dieses zeigt ansehnlich Macchio, Zabka und Kove bei Gesprächen über die Entstehungsgeschichte des Films und Ihre heutige Sicht auf ihn.


Fazit:
KARATE KID hat Charme, Respekt und eine damals neuartig angelegte und unterhaltsame Geschichte, deutet aber über weite Strecken an, nicht komplett ausgereift zu sein.

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by Denis L. Klemm
Bilder © Sony Pictures Entertainment