Jurassic World - Blu-ray

Blu-ray Start: 22.10.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 124 min

Jurassic World Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Im lang erwarteten vierten Teil der bahnbrechenden Jurassic-Park-Reihe machen sich neben Actionstar Chris Pratt („Guardians of the Galaxy“) u.a. Bryce Dallas Howard, Jake Johnson und Nick Robinson auf Entdeckungstour in JURASSIC WORLD (3D).

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Englisch)
Dolby Digital 5.1 (D, IND, I, E)
Untertitel:
D, GB, AR, DK, FIN, F, IND, IS, I, NL, N, P, S, E
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.00:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- DELETED SCENES
- CHRIS & COLIN SPRECHEN ÜBER JURASSIC WORLD
- MAKING OF JURASSIC WORLD
- HINTER DEN KULISSEN
- INNOVATION CENTER TOUR MIT CHRIS PRATT

DVD und Blu-ray | Jurassic World

Blu-ray
Jurassic World Jurassic World
Blu-ray Start:
22.10.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 124 min.

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DVD
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Blu-ray Kritik - Jurassic World

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 7/10


Wenn das Außergewöhnliche gewöhnlich wird: Im Saurier-Vergnügungspark auf der Tropen-Insel Isla Nublar stagnieren die Gewinne, die Umsatzrenditen steigen nicht wie von den Investoren gewünscht. Was also tun, wenn für die Kids aus aller Welt ein Stegosaurus so gewöhnlich geworden ist wie ein Elefant im Zoo? Einfach einen draufsetzen. Größer, lauter, mehr Zähne. Oder wie es Park-Managerin Claire (Bryce Dallas Howard, „The Village“) formuliert: „Gen-Modifikation erhöht den Wow-Faktor.“ Und so bekommen die Labor-Schmiede völlig freie Hand und designen einen neuen Super-Dino für die Extra-Portion Nervenkitzel, genannt Indominus Rex. Intelligent, riesig, weiblich – und absolut tödlich. Die perfekte Killermaschine. Doch die hat es nicht so mit Käfig-Haltung…

Nein, wirklich was gelernt hat man anscheinend auch über 20 Jahre nach den Ereignissen im ersten „Jurassic Park“ (1993) nicht. Denn dass die Hybris des Menschen, der der Natur ins Handwerk pfuscht und sich selbst zum Schöpfer aufschwingt, bestraft wird, ist so sicher wie das Amen in der Kirche – und nebenbei gesagt ein ziemlich abgestandenes Film-Motiv. Von daher lässt sich auf den ersten Blick feststellen, dass den Machern von „Jurassic World“ um Regisseur Colin Trevorrow („Edge of Tomorrow“) bei ihrer Neuauflage diesbezüglich nichts Innovatives eingefallen ist. Alter Wein in neuen Schläuchen, könnte man böswillig behaupten, denn im Grunde wird hier fast die identische Geschichte zum vierten Mal aufgewärmt. Und trotzdem mauserte sich „Jurassic World“ zu einem (in diesen Dimensionen) doch eher unverhofften Box-office-Kracher, der etliche Blockbuster der Sommersaison locker abhängte. Alles haben Trevorrow und Co. offensichtlich nicht falsch gemacht.

In der Tat, soviel Zuspruch kann in diesem Fall nicht irren. Dafür schmeckt der alte Wein hier zu gut, sprich wird dem Publikum zu viel faszinierendes XXL-Augenfutter geboten, an dem man sich bei einmaligem Betrachten gar nicht satt sehen kann. Allein die kurzen Einblicke ins Innovationszentrum auf Isla Nublar, das der Zuschauer zusammen mit den Brüdern Zach (gar nicht leicht: Nick Robinson muss in dieser Umgebung einen auf gelangweilten Teenager machen) und Gray (nerviger Klugscheißer: Ty Simpkins), die ihre Tante Claire besuchen, erkundet, bieten eine spektakuläre Vision eines wahrlich interaktiven Museums der Zukunft, die leider viel zu schnell vorbeirauscht. Denn es warten weitere Schauwerte wie die Wasser-Show des Mosasaurus, die Fütterung des T-Rex oder die Fahrt im so genannten Gyrosphere, einer durchsichtigen Kugel, in der man zu zweit mitten durch eine Dino-Stampede schweben kann.

Bis der Held von „Jurassic World“ seinen ersten Auftritt hat, muss man sich einige Zeit gedulden. Dann aber schindet Owen Grady alias Chris Pratt (landete nach „Guardians of the Galaxy“ wieder einen Volltreffer und ist auf dem besten Weg zum Superstar) sofort Eindruck und bringt als hemdsärmliger Raptoren-Bändiger gleich einen neuen, interessanten Aspekt ins Saurier-Ungemach: die mögliche Interaktion zwischen Mensch und Urzeit-Echsen. Auch wenn eine Tiger-Dressur dagegen anmutet wie ein Streichelzoo. Grady muss sich aber alsbald anderen Kompetenzen widmen, als seine Ex Claire eher unfreiwillig bei ihm auftaucht und um Rat fragt. Er soll das Gehege der neuen Haupt-Attraktion des Parks, des Indominus Rex, auf mögliche Schwachstellen inspizieren. Und als Claire und Owen realisieren, was die Gen-Pfuscher da erschaffen haben, ist es auch schon zu spät. Die Menschenjagd ist eröffnet und der Gegner unberechenbar.

Dass von den über 20 000 Besuchern des Parks ausgerechnet Zach und Gray Bekanntschaft mit dem Indominus Rex machen, wirkt zwar konstruiert, ist aber sicher als Spielberg-Hommage gedacht und notwendiger Antriebsmotor für den weiteren Verlauf der Story – über deren Details man im Übrigen stellenweise nicht weiter nachdenken sollte, will man sich den Spaß nicht verderben. Dass zum Beispiel die Park-Leitung um Eigentümer Masrani (Irrfan Khan) überhaupt nicht weiß, welche Gen-Spielereien die Wissenschaftler genau veranstaltet haben, scheint wenig plausibel. Aber geschenkt, denn Regisseur Colin Trevorrow, Hauptdarsteller Chris Pratt und die meisten anderen sind mit so offensichtlicher Verve, Hingabe und Spaß bei der Arbeit, dass es ansteckend ist.

Optisch ist „Jurassic World“ ohnehin absolut überzeugend und liefert in Sachen Tricks State of the Art, also Dinosaurier in digitaltechnischer Vollendung, wie man sie so wohl noch nicht auf der Leinwand zu sehen bekam. Bei allem modernen Schnickschnack gelingt es aber auch, einen Bogen zum Original-Film zu schlagen (siehe Eingangstor). Allein John Williams bekanntes „Jurassic-Park“-Theme ist unverkennbar. Und wenn später gar ein Jeep aus dem ersten Teil zum Einsatz kommt, sieht man förmlich Sam Neill, Jeff Goldblum und Laura Dern auf der Rückbank sitzen.

In Sachen Extras lässt sich die Blu-ray-Veröffentlichung nicht lumpen. Es gibt unveröffentlichte Szenen (alle OmU), von denen vor allem die „Dreck“-Nummer mit Claire und Owen einen Platz im Film verdient gehabt hätte. In „Chris & Colin tauchen in Jurassic World ein“ (OmU) liefern sich Regisseur und Hauptdarsteller ein launiges Frage-Duell. Colin Trevorrow erklärt seinen kindlichen Blick auf den Film und Chris Pratt offenbart beinahe hellseherische Fähigkeiten. Im Beitrag „Willkommen zu Jurassic World“ (OmU) kommt unter anderem Steven Spielberg zu Wort und erinnert sich an die Anfänge des Franchise. In „Dinosaurier streifen wieder umher“ (OmU) steht die Arbeit der Trick-Experten im Fokus und wie es war, ohne Dinos am Set zu drehen. Weitere kurze Featurettes: „Jurassic World: All-Access-Pass“ (OmU) und „Führung durchs Innovationszentrum mit Chris Pratt“ (OmU).

Bild- und tontechnisch gibt es bei der Blu-ray so gut wie nichts zu meckern. Die Sets auf Hawaii und in Louisiana strahlen in satten Farben, die Dino-Attacken fliegen einem mit ordentlich Wumms um die Ohren.


Fazit:
„Jurassic World“ ist Popkornkino de luxe und führt die Reihe nach zwei mediokren Teilen wieder bergauf. Dabei lassen Verve und Hingabe der Macher manch arg ausgelutschte Storyline vergessen.

by Florian Ferber
Bilder © Universal Pictures