Jane Got a Gun - Blu-ray

Blu-ray Start: 13.05.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 98 min

Jane Got a Gun Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Der Traum von einem freien und sorglosen neuen Leben in New Mexico währt für Jane (Natalie Portman) nur kurz. Sieben Jahre nachdem sie mit ihrem Mann Bill „Ham“ Hammond (Noah Emmerich) aus den Fängen der ruchlosen Verbrecherbande der „Bishop Boys“ floh und eine Familie fernab der Zivilisation gründete, holen die alten Dämonen sie wieder ein. Die gefürchtete Bande rund um ihren brutalen Anführer John Bishop (Ewan McGregor) hat das Paar aufgespürt und sinnt auf Vergeltung, denn Ham war einst selbst einer von ihnen. Doch Jane ist fest entschlossen, ihr neues Leben und ihre Tochter mit allen Mitteln zu verteidigen und mit den „Bishop Boys“ abzurechnen. Nachdem Ham von der Bande gefasst wurde und mit acht Kugeln im Rücken schwerverletzt um sein Leben ringt, bleibt Jane nur eine Wahl: Sie ruft ihren einstigen Verlobten Dan Frost (Joel Edgerton) zu Hilfe – wohlwissend, dass ihre gemeinsame Vergangenheit zwischen ihnen steht. Zusammen wappnen sie sich auf der Ranch für den großen Showdown…

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film / SquareOne Entertainemnt
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD

DVD und Blu-ray | Jane Got a Gun

Blu-ray
Jane Got a Gun Jane Got a Gun
Blu-ray Start:
13.05.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 98 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Jane Got a Gun Jane Got a Gun
DVD Start:
13.05.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 94 min.

Blu-ray Kritik - Jane Got a Gun

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 6/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 6/10


Es war ziemlich still an der Western-Front, doch nun, in der Mitte der 2010er, erhält das Genre ein langsames, aber stetiges Revival. Während im letzten Jahr mit Filmen wie "Slow West" und "Bone Tomahawk" das Genre auf experimentellere Weisen interpretierten wurde, fanden 2016 klassische Motive, wie die gute, alte Rache, in Tarantino's "The Hateful Eight" und Inarritu's "The Revenant" den Weg zurück auf die große Leinwand. Jane Got a Gun SzenenbildNun reiht sich mit Jane got a Gun ein weiterer, moderner Western in die Reihen der DVD- und Blu-ray-Regale der hiesigen Elektrofachgeschäfte ein und muss beweisen, ob mit ihm der positive Trend im Filmgeschäft fortgeführt wird oder ob er doch ein jähes Ende findet.

New Mexico Ende des 19.Jahrhunderts. Sieben Jahre zuvor floh Jane (Natalie Portman) zusammen mit ihrem Mann Bill "Ham" Hammond vor einem gemeinsamen Fehler in ein neues Leben. Doch eben dieser Fehler holt sie in der Form von John Bishop (Ewan McGregor) und seiner Verbrecherbande wieder ein. Von Vergeltung angetrieben versucht Bishop das Paar in ihrem Haus einzukesseln. Verzweifelt und hilflos wendet sich Jane an die einzige Hilfe, die ihr zu bleiben scheint. Ihr ehemaliger Verlobter Dan Frost (Joel Edgerton).

Bei der Inszenierung seines ersten Westerns scheint Regisseur Gavin O'Connor (Warrior) auf Nummer sicher gegangen zu sein. Im Handlungsverlauf orientiert er sich mehrmals an verschiedenen Themen, Motiven und anderen Versatzstücken klassischer Western, ohne jemals direkt zu zitieren. Es scheint nicht verwunderlich zu sein, dass man während des Betrachtens des Films häufig das Gefühl hat, einiges schon mal irgendwo gesehen zu haben. Doch ehe man O'Connor und sein Werk nun eilig abstempelt, sollte man noch einmal inne halten. Denn auf den zweiten Blick offenbart sich dann noch die ein oder andere Innovation. Neben dem fast offensichtlichem Fakt, dass der Protagonist eine Frau ist, fällt auch die Wahl der Erzählform ziemlich interessant aus. Anstatt die Geschichte stringent zu erzählen , entschied sich O'Connor dafür die Handlung nicht-linear aufzuarbeiten. In Flashbacks werden die Beziehungen zwischen den Charakteren definiert, während man im Hauptplot, mit dem Resultat der vorherigen Ereignisse konfrontiert wird. Jane Got a Gun SzenenbildDurch diese Verlagerung der Exposition wird der Zuschauer zu einer konsequenten Auseinandersetzung mit den Akteuren des Films gezwungen und in die Handlung involviert. Das einzige Problem bei dieser künstlerischen Entscheidung ist der Einfluss auf das Tempo der Geschichte. Während die reduzierte Geschichte zu Beginn von dem Export profitiert und eine angenehme Geschwindigkeit aufnimmt, wird der Handlungsfluss mit zunehmender Charakterbildung bisweilen stark verlangsamt.

Auf der schauspielerischen Seite fokussiert sich Regisseur O'Connor auf einen kleinen Cast. Aber eben diese kleine Gruppe von Schauspielern hat es in sich. Mit Natalie Portman (Black Swan) und Ewan McGregor (Ghostwriter) sind sowohl Protagonist als auch Antagonist mit zwei Größen ihres Faches besetzt, was man den Darstellern auch erneut in diesem Film anmerkt. Noch überzeugender als diese beiden Konfliktpartner erscheint aber Joel Edgerton, der seiner Rolle die richtigen Emotionen abzuringen weiß und diese auch noch richtig inszeniert. Da ist es nicht verwunderlich, dass O'Connor nach Warrior erneut auf seine darstellerisches Können zurück gegriffen hat.

Auf technischer Seite bleibt zu sagen, dass es sich bei diesem Film um ein zweischneidiges Schwert handelt. Denn einerseits werden die Bilder zumeist schön und klar eingefangen und selbst Szenen, die durch die Abwesenheit von Licht glänzen, weisen einen angenehm hohen Detailgrad auf. Doch so gelungen diese visuelle Aufarbeitung auch ist, kann es die Fehler der akustischen Gestaltung nicht überdecken. Jane Got a Gun SzenenbildFehler, die nicht einmal unbedingt die Qualität des Tons an sich betreffen, sonder eher beim Mischen der verschiedenen Geräuschquellen entstehen. Oftmals ist die rollende Glasflasche auf dem Boden oder der Wind, der durch die Tür weht, lauter als der Dialog zwischen den Protagonisten. Infolge dessen ist der Zuschauer des Öfteren zum Kampf mit der Lautstärke gezwungen.

Während der Film an sich einiges richtig zu machen weiß, fällt auch das enthaltene Bonusmaterial, ebenso wie die technische Gestaltung, durchaus schwierig aus. Einzig und allein ein paar Trailer füllen die Extras mit Inhalt und lassen den Gesamteindruck der Disc auf einem schwachen Ton enden.


Fazit:
Mit Jane got a Gun wird dem Heimkino-Liebhaber ein liebenswerter, kleiner Western zur Verfügung gestellt, der sich vor allem auf seinen starken Cast verlässt und sich das auch ohne Probleme erlauben kann. Entscheidend für überzeugende Umsetzung des Projekts ist, dass sich der Regisseur auf eine simple Story verlässt, welche er mit verschiedenen Elementen ehemaliger Western ausschmückt. Somit bleibt schlussendlich ein moderner Western, der für gute Unterhaltung sorgt, aber wahrscheinlich nie in den Genuss kommen wird, als Klassiker seines Genres gehandelt zu werden.

by Marvin Schmidt
Bilder © Universum Film / SquareOne Entertainemnt