James Bond 007 jagt Dr. No - Blu-ray

Blu-ray Start: 15.09.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 110 min

James Bond 007 jagt Dr. No Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Sein Name ist Bond, James Bond. In seinem explosiven Filmdebüt brilliert Ian Flemings unsterblicher Actionheld in einem seiner spektakulärsten Abenteuer. Sean Connery verkörpert den eleganten, dennoch coolen und tödlichen Agenten 007, der den mysteriösen Dr. No bekämpft. Ein naturwissenschaftliches Genie, das davon besessen ist, das US-Raumfahrtprogramm zu vernichten.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: 20th Century Fox Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch 5.1 DTS
Englisch 5.1 DTS HD Master Audio (Lossless)
Französisch 5.1 Dolby Digital
Untertitel:
Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1.66:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Kommentar von Regisseur Terence Young sowie von Schauspielern und der Crew
- #Bonusmaterial in High-Definition: | 1. "Missions-Kontrolle: Exotische Drehorte"| 2. "Missions-Dossier: Hinter den Kulissen von Dr. No", "Terence Young: Bond, wie er leibt und lebt" | 3. "Propaganda-Ministerium: Kinoarchiv - Original-Kinotrailer"
- #Bonusmaterial in Standard: | 1. "Höchste Zugriffsberechtigung" | 2. "Missions-Dossier: Dr. No-Featurette (1963)" | 3. "Aus dem Geheimarchiv des M16: | 2 Featurettes" | "Propaganda-Ministerium"
- Inhaltssuche-Feature
- Bilder-Datenbank

DVD und Blu-ray | James Bond 007 jagt Dr. No

Blu-ray
James Bond 007 jagt Dr. No James Bond 007 jagt Dr. No
Blu-ray Start:
15.09.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 110 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
James Bond 007 jagt Dr. No James Bond 007 jagt Dr. No
DVD Start:
15.09.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 105 min.

Blu-ray Kritik - James Bond 007 jagt Dr. No

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 0/10
Ton: | 0/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 8/10


"The name is Bond, James Bond". Das sind die ersten Worte, die Bond in einer der ikonischsten Charaktereinführungen der Filmgeschichte spricht. Die Kamera gibt dem Zuschauer in extremen Nahaufnahmen stets nur Bonds Körper zu sehen, bis sie schließlich unter perfektem Einsatz der großartigen Titelmelodie dessen Gesicht zeigt und letztlich einer der wahrscheinlich berühmtesten Sätze aller Zeiten zum ersten Mal zu hören ist. Sean Connery brilliert in dieser Szene ebenso wie im restlichen Film. Er bringt einen beinahe überirdischen Charm zu diesem eiskalten Killer. Er vereint ein aggressives Selbstvertrauen mit Charisma und dennoch genug Kaltblütigkeit, um einen unbewaffneten Mann zu erschießen (nebenbei ist das ebenso wie Bonds Einführung eine meiner absoluten Lieblingsszenen, seit der Film 1895 erfunden wurde). Er fordert mit jeder Bewegung, mit jedem Wort Respekt ein. Er ist nicht der Bond, mit dem man sich am besten identifizieren kann, vielmehr ist er der, der man selbst sein will, aber nie sein kann.

Sean Connery als James Bond in Dr. No
Sean Connery als James Bond in Dr. No © 20th Century Fox Home Entertainment
Aber auch die anderen Figuren funktionieren. Der CIA-Agent Felix Leiter und der Fischer Quarrel sind sympathisch und haben mit Connery eine stimmige Chemie, nicht zuletzt dank der gelungenen Dialoge. Das erste wahre Bondgirl mit Ursula Andress bekommt eine ähnlich ikonische Einführung wie Connery als Bond. Zwar ist sie streckenweise etwas blass und ihre Hintergrundgeschichte wird Bond und den Zuschauern unnatürlich und etwas konstruiert erzählt, dennoch funktioniert die Figur.

Der erste Bondfilm wird auch dank guter Musik, sehr dynamischer Kameraarbeit in Kombination mit einem rasanten Schnitt, gut choreographierter Action und der hervorragenden Regie durch Terence Young (dem vielleicht besten Bond-Regisseur) zu einem der besten der Reihe. Man muss allerdings anmerken, dass man, um Kamera und Schnitt wahrlich zu schätzen zu wissen, diesen Film durch die Augen des damaligen Publikums betrachten muss. Diese damals erstaunlich rapide Art der Bildsprache gerade in Actionszenen, war zu dieser Zeit unvorstellbar, ist heute aber nichts Ungewöhnliches mehr (wohl auch wegen diesem Film). Im Gegenteil wird das heutige Kinopublikum vielmehr mit einem uninspirierten, unübersichtlichen Schnittmassaker überfordert, bei dem oftmals mehrere Schnitte pro Sekunde gesetzt werden, um die schlechte Planung und Stunt-/ Schauspielleistung zu verdecken. Da hat Dr. No es bereits 1962 deutlich besser gemacht, weshalb er gerade auch bei einem modernen Publikum noch immer frisch und unverbraucht wirkt.

Sean Connery und Ursula Andress in James Bond 007 jagt Dr. No
Sean Connery und Ursula Andress in James Bond 007 jagt Dr. No © 20th Century Fox Home Entertainment
Hier wird bereits alles, was später zur sogenannten Bondformel wurde, etabliert: Action, One-Liner, exotische Orte, schöne Frauen, größenwahnsinnige Schurken in ihren ausgefallenen Verstecken und eine für Bond typische Story usw. Dass diese den eigentlichen MacGuffin (also etwas dessen Ziel es ist die Handlung voranzutreiben, für den Erzähler und Zuschauer allerdings von geringer Bedeutung ist) etwas zu sehr aus den Augen verliert, tut dem Film übrigens keinen Abbruch. Tatsächlich dürfte dies den meisten nicht einmal auffallen, da man stets auf höchstem Niveau unterhalten wird. Der Film entwickelt durch die traumhaften Locations, die Action, die handwerkliche Brillanz und die Figuren einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Hier wurden Elemente auf eine Weise vermischt, wie es damals nicht für möglich gehalten wurde, weshalb James Bond natürlich seine Spuren in der Filmlandschaft hinterließ.

So ist es kein Geheimnis, dass "Dr. No" bis heute dutzende Fortsetzungen, aber auch unzählige Nachahmer, Parodien, sowie Hommagen nach sich zieht. Doch auch über die Grenzen des Spionagefilms hinaus fühlte man Bonds Auswirkungen auf das Kino, so war dieser Film rückblickend maßgeblich an der Geburt des Blockbusters beteiligt, dessen Entstehung durch „Der weiße Hai“ und „Star Wars“ im nächsten Jahrzehnt vollendet werden sollte. Den größten Erfolg feierte „Dr. No“, aber wohl weder an den Kinokassen, noch bei Kritikern und Fans, oder in der Erschaffung einer der langlebigsten und berühmtesten Filmreihen, sondern vielmehr in der Geburt eines eigenen Filmgenres: Dem Action-Kino.


Fazit:
Zwar fand Action im Kino natürlich bereits lange vor Bond statt, jedoch war diese auf einige wenige Genres begrenzt. Hauptsächlich fand diese in Krimis, Kriegsfilmen und dem Western statt. Sie war also vielmehr Teil einiger Genres und noch kein eigenes. Erst durch Bond wurden diese sehr starren Schemata etwas aufgelockert, bis sie schließlich vollkommen zerbrachen, was letztlich nur ein weiterer Beweis für die Tragweite und Größe dieses ikonischen Films ist, dessen Auswirkungen auf das Kino selbst heute noch zu spüren sind.

by Sebastian Stegbauer
Bilder © 20th Century Fox Home Entertainment