It comes at night - Blu-ray

Blu-ray Start: 25.05.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 92 min

It comes at night Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Das Ende der Welt. Eine tödliche Infektionskrankheit hat fast alles Leben auf der Erde ausgelöscht. Der siebzehnjährige Travis (Kelvin Harrison, Jr.) und seine Eltern Paul (Joel Edgerton) und Sarah (Carmen Ejogo) gehören zu den letzten Überlebenden. Schwer bewaffnet leben sie in einem einsamen Haus im Wald. Getrieben von Angst und Paranoia versucht die Familie, mit ihren spärlichen Vorräten zu überleben, als ein verzweifeltes junges Paar (Riley Keough, Christopher Abbott) mit seinem kleinen Sohn bei ihnen Schutz sucht. Trotz ihrer guten Absichten, sich gegenseitig zu helfen, rücken die Schrecken der Außenwelt immer näher. Sie haben tiefe Spuren in den Seelen der Menschen hinterlassen, so dass bald Panik und Misstrauen zwischen den beiden Fa-milien regieren. Denn jeder kann die Krankheit in sich tragen und zur tödlichen Bedro-hung werden. Wie weit wird Paul gehen, um Frau und Sohn zu schützen?

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Featurettes

DVD und Blu-ray | It comes at night

Blu-ray
It comes at night It comes at night
Blu-ray Start:
25.05.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 92 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
It comes at night It comes at night
DVD Start:
25.05.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 88 min.

Blu-ray Kritik - It comes at night

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 7/10


Drehbuchautor Trey Edward Shults Joel Edgerton, Carmen Ejogo, Christopher Abbott, Riley Keough und Kelvin Harrison Jr. vor der Kamera. In dem perfiden kleinen Kammerspiel sehen sich die Akteure mit den wideren Umständen einer postapokalyptischen Welt konfrontiert. Aber kann hier tatsächlich von einer postapokalyptischen Welt die Rede sein, oder ist die Apokalypse noch im vollen Gange?

In It Comes at Night hat sich die Familie rund um den Patriarchen Paul (Joel Edgerton), dessen Frau Sarah (Carmen Ejogo) und deren Sohn Travis (Kelvin Harrison Jr.) in einem entlegenen Haus im Wald zurückgezogen und abgeriegelt. In der Zeit haben sich die Drei ihren festen Ritualen verschrieben, zumindest bis eines Nachts ein Fremder (Christopher Abbott) in ihr Haus eindringt. Kommt er mit friedlichen Absichten?

Paul (Joel Edgerton) erschöpft im Wald.
Paul (Joel Edgerton) erschöpft im Wald. © Universum Film
Nun gut. An dieser Stelle kommt man nicht wirklich darum herum zu erwähnen, dass die Prämisse - Apokalypse bzw. Postapokalypse - alles andere ist, als eine Prämisse, die wir als Zuschauer noch nie gesehen haben. Viele Assoziationen gehen damit einher, was nicht dazu führt, dass It Comes at Night in der Form, in der er uns nun vorliegt, im Grunde an den Erwartungen der Zuschauer nur scheitern kann, denn wer hier nun den üblichen Überlebenskampf à la Mad Max und Co erwartet, wird hier im Hinblick auf diese Erwartung bitter enttäuscht werden. Heißt das aber, dass wir es hier mit einem schlechten Endzeitfilm zu tun haben? Nein, das ist nicht der Fall, insofern man als Zuschauer gewillt ist, sich auf das einzulassen, was der Film letztendlich ist. Es wäre zwar sicherlich zu weit aus dem Fenster gelehnt, wenn man sagen würde, dass man das, was man sieht, so noch nie gesehen hätte, doch bricht der Film ganz klar mit den populäreren Assoziationen mit dieser Filmsparte.

Wie eingangs erwähnt handelt es sich vielmehr um ein Kammerspiel, dass mehr die Gefahr nur andeutet, als dass es sie offen zeigt. Vielmehr werden hier die Auswirkungen der allgegenwärtigen Bedrohung in den Interaktionen der Figuren miteinander porträtiert. Das spricht ganz klar für eine eher vertikale Erzählweise, bei der die Story eher langsam und bedacht voranschreitet. Fokus liegt hier ganz offensichtlich eher auf den Figuren und nicht auf der Neuordnung der Welt als Ganzes.

 Kim (Riley Keough) und Travis (Calvin Harrison Jr.) lernen sich besser kennen.
Kim (Riley Keough) und Travis (Calvin Harrison Jr.) lernen sich besser kennen. © Universum Film
Hat man also seinen Frieden damit gemacht, dass man hier keinen The Hills Have Eyes oder Ähnliches vorgesetzt bekommt, entfaltet sich der Film nämlich ganz prächtig. Das ist nicht zuletzt der Performance von Joel Edgerton geschuldet. Er vermag es seiner Figur zuweilen so viel Tiefe zu verleihen, dass es nicht immer ganz klar ist, ob er nun aus Angst handelt, oder ob ihm die Macht, die ihm in seinem kleinen System zufällt, doch mehr genießt, als es vielleicht anzunehmen ist. Damit verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse und man weiß hier und da nicht, wie man seine Sympathie unter den Figuren verteilen soll. Durchdenkt man letzten Endes die Handlungen jeder einzelnen Figur in diesem Film und kontextualisiert diese mit der postapokalyptischen Prämisse des Films, wird alles zu gleichen Teilen diskutabel und gleichzeitig doch nachvollziehbar.

Die zweite Prämisse, nämlich die, dass die Handlung sich im Grunde an einem einzigen Ort abspielt, und der Umstand, dass hier mehr angedeutet wird, zeigt mal wieder, dass für eine irgendwie faszinierende Geschichte nicht viel nötig ist, um eine durchgängig angespannte und fast schon depressive Atmosphäre zu erschaffen. Bemerkenswert ist dabei, dass sich diese durch den gesamten Film hindurchzieht und dadurch eine andauernde Spannung erzeugt.

Die Hausbewohner versammeln sich zum Essen (von li. nach re.: Riley Keough, Christopher Abbott, Joel Edgerton, Calvin Harrison Jr., Carmen Ejogo)
Die Hausbewohner versammeln sich zum Essen (von li. nach re.: Riley Keough, Christopher Abbott, Joel Edgerton, Calvin Harrison Jr., Carmen Ejogo) © Universum Film
Bild:
Zuträglich zu dieser allgegenwärtigen Anspannung ist auch die Bildqualität der Blu-ray. Mit einer leichten Körnung unterstreicht es die eher dreckige Welt des Film, in der man sich nicht wirklich weit bewegen möchte. Was an anderer Stelle vielleicht kritisiert werden würde, reiht sich hier irgendwie passend in das Gesamtpaket ein, sodass es hier eher positiv auffällt, als dass es missfällt.

Ton
Zu dem Ton im Film lässt sich im Grunde nicht viel sagen, handelt es sich bei It Comes at Night um einen eher ruhigen Film. Die DTS HD 5.1-Tonspur wird hier nicht voll ausgereizt. Aber auch das ist dem Film selbst geschuldet.

Extras
Ein Kritikpunkt findet sich jedoch bei den Extras der Blu-ray. Diese belaufen sich auf ein paar Featurettes. Freunde ausgiebiger Extras bleiben hier auf der Strecke. Sicherlich könnte man auch sagen, dass hier ganz klar der Fokus auf dem Film selbst liege, doch ist es auch verständlich, wenn sich der eine oder die andere über ein paar mehr Extras auf der Scheibe gefreut hätte.In seinem zweiten Langfilmprojekt It Comes at Night versammelt Regisseur und


Fazit:
It Comes at Night ist einer dieser Filme, der durch die Art und Weise der Bewerbung des Films mit den Erwartungen der Zuschauer zu kämpfen hat. Wenn man jedoch gewillt ist, sich auf einen eher weniger hektischen Überlebenskampf auf sehr kleinem Territorium einzulassen, dann weiß der Film durchaus zu unterhalten und zu fesseln.

by Martin Fischer
Bilder © Universum Film