It Follows (Mediabook Special Edition) - Blu-ray

Blu-ray Start: 30.11.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 100 min

It Follows (Mediabook Special Edition) Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Nachdem die 19-jährige Jay mit dem süßen Hugh auf der Rückbank seines Autos Sex hatte, wird sie das beunruhigende Gefühl nicht los, dass sie jemand – oder etwas – verfolgt und findet sich schließlich in einem paranoiden Alptraum wieder, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film / Weltkino
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Audiokommentar von Filmkritiker Scott Weinberg; Interview mit Soundtrack-Komponist Disasterpeace; Trailer

DVD und Blu-ray | It Follows (Mediabook Special Edition)

Blu-ray
It Follows It Follows
Blu-ray Start:
27.11.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 100 min.

zur Blu-ray Kritik
It Follows (Mediabook Special Edition) It Follows (Mediabook Special Edition)
Blu-ray Start:
30.11.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 100 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
It Follows It Follows
DVD Start:
27.11.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 96 min.

Blu-ray Kritik - It Follows (Mediabook Special Edition)

Blu-ray Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 7/10
Ton: | 9/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 8/10


Hollywood hat die Liebe zum Hororgenre wieder gefunden. Trends kommen und gehen, doch Horrorfilme spielen fast immer Geld ein. Aber irgendwie hatte man immer das Gefühl, dass diese Filme von der Industrie nicht richtig gewürdigt wurden. Die Oscars oder die Golden Globes sind darauf konditioniert, prestigeträchtige Dramen zu nominieren, übersehen aber oftmals Horrorfilme, die genauso gut sind und ebenfalls mit tollen Performances auftrumpfen, ganz einfach weil sie aus dem Horrorgenre kommen. Natürlich gibt es uninspiriert inszenierte Filme aus dem Genre, doch diese werden überschattet von den vielen grandios bewerteten Horrorfilme. Meistens sind die Kritikerbewertungen für diese Streifen sogar noch besser als die der Prestigedramas. Letztes Jahr hat es endlich mal wieder mit dem Oscargewinn für einen Horrorfilm geklappt, Jordan Peele gewann den Oscar für das Beste Originaldrehbuch für "Get Out". Und auch dieses Jahr wurden so einige fantastischen Horrorfilme veröffentlicht, beispielsweise "Hereditary" oder der neue "Halloween". "It Follows" gehört zu der Sorte der kreativen Horrorfilme, die man gesehen haben muss, weil er einfach so gut ist.

It Follows: Kelly (Lili Sepe) versucht Jay (Maika Monroe) zu beruhigen
It Follows: Kelly (Lili Sepe) versucht Jay (Maika Monroe) zu beruhigen © Weltkino Filmverleih
Regisseur David Robert Mitchell feierte 2010 seinen Durchbruch mit dem Debütfilm "The Myth of the American Sleepover". Sein Coming-of-Age Film mit Laiendarstellern war ein großer, kritischer Erfolg und bekam beim SXSW Festival den Special Jury Prize. Ganze vier Jahre hat er gebraucht, um seinen erst zweiten Film fertigzustellen. Er hat es geschafft, einen originelle Horrorfilm abzufliefern, der auf einem konstant hohen Niveau spannend ist und dabei nie seine Kreativität verliert. Mitchell erschafft dabei eine dichte, unberechenbare Atmosphäre, die einem Gänsehaut beschert, und der Zuschauer weiß nie, was auf einen zukommen wird. Dabei vertraut Mitchell nicht auf billige Jumpscares, sondern er schafft es, das Publikum in Angst und Schrecken zu versetzen genau mit dieser Atmosphäre. Mitchell ist auch für das Drehbuch verantwortlich. Man merkt zwar, dass Mitchell einiges von Carpenter abgeschaut hat, aber der Film wirkt zu keiner Zeit wie eine billige Kopie, sondern er vermischt diese Elemente mit seinem eigenen Stil und daraus entsteht etwas ganz eigenes, was Mitchell's Handschrift trägt.

It Follows: Die Bedrohung wächst
It Follows: Die Bedrohung wächst © Weltkino Filmverleih
Maika Monroe spielt Jay Height, eine ganz normale 19-jährige Studentin aus Michigan, geht auf ein Date mit einem Jungen namens Hugh. Sie beschließen, im Kino einen Film anzuschauen. Einige Zeit haben die beiden Sex im Auto, doch Hugh betäubt Jay mit Chloroform und sie wacht in einem leeren Fabrikgebäude wieder auf, an einem Stuhl gefesselt. Hugh erzählt ihr von einem Fluch, der mittels Sex übertragen wird und den er gerade an sie übertragen hat. Ab dem Zeitpunkt wird sie fortan von einem übernatürlichen Wesen heimgesucht, das jederzeit auftauchen kann. Es gibt nur eine Lösung: Sie muss mit einer anderen Person Sex haben, um diesen Fluch loszuwerden. Maika Monroe ist die Entdeckung des Films. Sie liefert eine überragende Performance ab und gehört zu den Highlights des Films. Monroe war schon in dem Film "The Guest" sehenswert, doch hier legt sie nochmal eine Schippe drauf. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ihre Karriere explodiert. Sie verleiht ihrem Charakter Jay die nötige Tiefe und macht aus ihr eine komplexe Person. Außerdem kauft man ihr ab, dass sie Angst hat. Jede Emotion wird von ihr überzeugend auf die Leinwand übertragen. Die Nebendarsteller erfüllen allesamt ihren Job, doch keiner kann so richtig herausstechen. Lili Sepe als Schwester von Jay ist noch ganz gut.

It Follows: Greg (Daniel Zovatto), Jay (Maika Monroe) und Kelly (Lili Sepe)
It Follows: Greg (Daniel Zovatto), Jay (Maika Monroe) und Kelly (Lili Sepe) © Weltkino Filmverleih
Wie oben schon zuvor erwähnt, ist Mitchell's Inszenierung einer der Hauptgründe, warum "It Follows" so verdammt angsteinflößend ist. Doch einen großen Teil dazu trägt auch der Sound und Score bei, der absolut fantastisch ist. Man nehme Carpenter und mische ihn mit Trent Reznor, und das Ergebnis ist in diesem Film zu hören. Die Bässe umhüllen den Wohnzimmer und verbreiten Gänsehaut, und die Synthie-Sounds erinnern an die 80er und den allerersten "Halloween"-Film von Carpenter. Erwähnenswert ist auch noch die Kameraarbeit von Mike Gioulakis, der wunderschöne Bilder, die zugleich zur dichten Atmosphäre beitragen. Von den Kinderspielplätzen in der Nacht bis hin zu den Seeaufnahmen, man hat stets das Gefühl, das Böse lauert irgendwo in der Ecke und ist kurz davor aufzutauchen, um die Zuschauer in Angst und Schrecken zu versetzen. Es ist heutzutage bemerkenswert, wenn ein Horrorfilm nicht billige Jumpscares und viel Blut benutzt, um dem Publikum Angst einzuflößen. Wer leidenschaftlicher Horrorfan ist, der versucht, diese Tricks zu vermeiden. Natürlich gibt es hier auch einige Jumpscares, die fühlen sich aber natürlich an. Die Stärke des Films ist die unberechenbare Atmosphäre. Mitchell spielt regelrecht mit der Angst des Zuschauers, die Angst vor dem Unbekannten. Man weiß nie, was als nächstes passieren oder wen es als nächstes treffen wird. Was ebenfalls zu gefallen weiß sind die Charaktere. Hier bekommt man nicht die typisch dummen Teenie-Charaktere zu sehen, was ein enormes Plus ist. Mitchell versteht es, glaubwürdige Beziehungen zwischen den Charakteren aufzubauen, was den Unterhaltungswert nochmal anhebt.

It Follows: Jay (Maika Monroe) verträumt
It Follows: Jay (Maika Monroe) verträumt © Weltkino Filmverleih
Bild:
Die Bildqualität von "It Follows" ist leider nicht perfekt. Während Bilder in helleren Umgebungen makellos sind, so schwächelt der Film etwas, wenn es dunkler wird. Die Farbe mag für einige zu trist erscheinen, trägt aber zur beklemmenden Atmosphäre bei, daher ist das kein Schwachpunkt.

Ton:
Der Ton ist hervorragend. Der Score von Disasterpeace kommt sehr gut zur Geltung und kann seine volle Wirkung entfalten, hier gibt es gar nichts zu bemängeln. Die oben erwähnten Bässe sind klasse und auch der restliche Sounddesign ist exzellent.

Extras:
Leider ist das Bonusmaterial etwas schwach. Der Audiokommentar von Filmkritiker Scott Weinberg ist zwar sehr interessant, vor allem weil ich schon seit längerer Zeit ein Fan von Weinberg bin und ihm folge, und auch das Interview mit Soundtrack-Komponist Disasterpeace ist zu empfehlen, doch ich hätte mir bei so einem guten Film etwas mehr erwartet.


Fazit:
"It Follows" ist ein innovativer Horrorfilm mit einer tollen Hauptdarstellerin, der die Zuschauer auf eine beklemmende Reise mitnimmt und sie in Angst und Schrecken versetzt. Ein Filmerlebnis, der noch lange nachwirkt. Unbedingt ansehen.

by Denizcan Sürücü
Bilder © Universum Film / Weltkino