Iron Sky - Wir kommen in Frieden! (Directors Cut) - Blu-ray

Blu-ray Start: 29.11.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 113 min

Iron Sky - Wir kommen in Frieden! (Directors Cut) Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs schaffen es die Nazis mit Hilfe von riesigen Ufos, sogenannten Reichsflugscheiben, die dunkle Seite des Mondes zu besiedeln. Als sie im Jahr 2018 zufällig von einer amerikanischen Mondmission entdeckt werden, sehen sie ihre Zeit gekommen, um wieder nach der Weltherrschaft zu greifen. Von nun an lastet das Schicksal der Menschheit auf den Schultern von Renate Richter (Julia Dietze), eine von der Nazi-Ideologie überzeugte Lehrerin mit Gretchenfrisur. Auf der Erde angekommen wird ihr jedoch schnell bewusst, dass sie ihr Leben lang einer Lüge aufgesessen ist. Nur wie soll es ihr gelingen, ihren machtbesessenen Verlobten Klaus Adler (Götz Otto) aufzuhalten?

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien / Splendid
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Niederländisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Gesamter Bonus Kinofassung ohne AK plus neues Making Of und Trailer DC!

DVD und Blu-ray | Iron Sky - Wir kommen in Frieden! (Directors Cut)

Blu-ray
Iron Sky - Wir kommen in Frieden Iron Sky - Wir kommen in Frieden
Blu-ray Start:
26.10.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 93 min.
Iron Sky - Wir kommen in Frieden! (Directors Cut) Iron Sky - Wir kommen in Frieden! (Directors Cut)
Blu-ray Start:
29.11.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 113 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Iron Sky - Wir kommen in Frieden Iron Sky - Wir kommen in Frieden
DVD Start:
26.10.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 89 min.

zur DVD Kritik
Iron Sky - Wir kommen in Frieden! (Directors Cut) Iron Sky - Wir kommen in Frieden! (Directors Cut)
DVD Start:
29.11.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 109 min.

Blu-ray Kritik - Iron Sky - Wir kommen in Frieden! (Directors Cut)

Blu-ray Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 6/10


Kaum ein Film wurde von Genrefans im vergangenen Jahr mit größerer Vorfreude erwartet, als Timo Vuorensolas trashige Nazi-SciFi-Komödie „Iron Sky“. Aufgrund einer geschickten viralen Kampagne entwickelte sich schnell ein beachtlicher Hype, der auf ein spaßiges Filmvergnügen hoffen ließ. Doch als der Film dann schließlich die Kinos erreichte, wich die grenzenlos anmutende Vorfreude schnell einer ernüchternden Indifferenz, da der Film die hohen Ansprüche leider nicht so recht zu erfüllen vermochte. Nun, etwa eineinhalb Jahre nach der Erstveröffentlichung seines Werkes, präsentiert Timo Vuorensola seine „wahre“ Vision im Heimkinomarkt, einen etwa 20 Minuten längeren Director´s Cut.

Wer hätte es gedacht: Die dunkle Seite des Mondes beherbergt seit 1945 eine ganze Heerschar fieser Nazis, die dort still und heimlich ihre Rückkehr auf die Erde planen. Das Raumschiff „Götterdämmerung“ soll den Faschisten als ultimative Waffe im Kampf gegen den Rest der Menschheit dienen und benötigt dringend Energie. Da kommt es gerade recht, dass der trottelige amerikanische Astronaut James Washington (Christopher Kirby) auf dem Mond auftaucht und mit seinem Smartphone die ideale Stromquelle zu bieten hat. Allerdings sind für eine Aktivierung des Raumschiffes mehr Geräte von Nöten, weshalb Mondführer Kortzfleisch (Udo Kier) einen seiner besten Männer, den fiesen Klaus Adler (Götz Otto), auf die Erde schickt, um weitere „Minicomputer“ zu besorgen...

Timo Vuorensola versuchte sich für sein eigenwilliges Werk an einer intelligenten Finanzierungsmethode, die beim Beschaffen des nötigen Budgets eine enorme Hilfe war. Mit einem Spendenaufruf, dem sogenannten (und mittlerweile durch Kickstarter in allen möglichen Bereichen etablierten) „Crowdfunding“ konnte er genug Geld auftreiben, um seine Vision einer Nazi-Invasion aus dem Weltall auf der Leinwand in hochwertiger Qualität zum Leben zu erwecken. Die Methode hatte zudem den Vorteil, dass die Verantwortlichen hinter dem Projekt jederzeit Feedback von den Mitfinanzierern, den Fans, bekamen und dieses in die Gestaltung ihres Filmes mit einfließen lassen konnten. Außerdem existierte eine Fanbase somit schon weit vor dem Release des fertigen Filmes, was den Umsätzen sicherlich nicht schadete. Dass „Iron Sky“ jedoch trotzdem eher enttäuschend ausgefallen ist, liegt vor allem an Vuorensolas Unentschlossenheit im Bezug auf die Festlegung eines Genres und einem viel zu hochwertigen Blockbusterlook in den Actionszenen. Das üppige Budget (ca. 7,5 Millionen Euro) sorgt somit leider dafür, dass sich der in der Grundprämisse fest verankerte Trash-Appeal nicht so recht entfalten will, da mancherlei Sequenz auch einem ernsthaften Science Fiction Film entsprungen sein könnte. Und auch der augenscheinlich vorhandene Satireanspruch erweist sich eher als ernüchterndes Element, da die gebotenen Karikaturen und Überhöhungen leider nur selten das Niveau eines Stammtischwitzes übertreffen. Trotzdem haben sich zugegebenermaßen auch einige echte satirische Highlights mit ins Drehbuch gemogelt – es genügen die Schlagworte Sarah Palin, Smartphone und Charlie Chaplin. Leider weiß Timo Vuorensola mit der absurden Grundidee jedoch im Großen und Ganzen nicht viel mehr anzufangen, als er im Vorfeld schon in den Trailern gezeigt hatte. Und daran wird sich auch mit diesem Director´s Cut nicht viel ändern. Dennoch kann der Film immerhin für relativ kurzweilige Unterhaltung sorgen, was nicht zuletzt an den tollen Darstellern liegt. So scheint dem genialen Udo Kier die Rolle des sinistren Mondführers Kortzfleisch regelrecht auf den Leib geschrieben worden zu sein.

Anmerkung zum Director´s Cut und der Blu-ray:
Die rund 20 Minuten an Zusatzszenen können den Film natürlich nicht grundlegend verändern, sorgen aber immerhin dafür, dass er etwas runder wirkt und deshalb weniger episodenhaft als in der Kinofassung daher kommt. Für Fans des Filmes lohnt sich daher auch eine Doppelinvestition, sollten sie die Kinofassung bereits ihr Eigen nennen. Als Sammler kommt man an der wunderbaren Steelbook-Veröffentlichung ohnehin nicht vorbei! Bei der Blu-ray handelt es sich in dieser Form nämlich um eine extrem schicke, limitierte Sonderausgabe, die optisch so einiges hermacht. Und auch die technische Qualität der Disc weiß zu überzeugen, da Bild- und Ton in äußerst ansprechender Art und Weise auf den Fernsehbildschirm gebracht werden. Die üppige Extraausstattung weiß ebenfalls zu begeistern und liefert allerhand interessante Hintergrundinformationen.

Fazit:
Nicht trashig genug, um guter Trash zu sein. Nicht ernsthaft genug, um als überzeugender Science Fiction Film zu funktionieren. Nicht intelligent genug, um gute Satire zu sein. „Iron Sky“ ist ein Film der ungenutzten Möglichkeiten! Dennoch kann er durchaus für kurzweilige Unterhaltung sorgen, was an der genialen Grundidee und einem grandiosen Udo Kier liegt. Vielleicht kann Timo Vuorensola das gigantische Kultfilmversprechen seiner Trailer ja noch mit der für das Jahr 2016 angekündigten Fortsetzung erfüllen. Ich drücke ihm die Daumen.

by Jonas Hoppe
Bilder © WVG Medien / Splendid