Invasion vom Mars - Mediabook - Blu-ray

Blu-ray Start: 25.09.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 100 min

Invasion vom Mars - Mediabook Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Niemand will dem jungen David glauben, als er von der nächtlichen Landung eines UFOs berichtet. Doch kurz darauf ist es bereits zu spät: Außerirdische Invasoren haben der Menschheit ihren Stachel injiziert und sie – äußerlich unverändert – zu willenlosen Marionetten werden lassen. Mit Hilfe von Schulpsychologin Linda Magnusson und dem Militär dringt David bis zur unterirdischen Basis der Aliens vor. Ein aufopferungsvoller Kampf um die Zukunft der Erde beginnt ...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 3
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
DTS-HD 2.0 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Originalverfilmung von 1953 in zwei Fassungen + englischer und deutscher Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Invasion vom Mars - Mediabook

Blu-ray
Invasion vom Mars Invasion vom Mars
Blu-ray Start:
25.09.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 100 min.
Invasion vom Mars - Mediabook Invasion vom Mars - Mediabook
Blu-ray Start:
25.09.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 100 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Invasion vom Mars Invasion vom Mars
DVD Start:
25.09.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 96 min.

Blu-ray Kritik - Invasion vom Mars - Mediabook

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 3/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 7/10


Astronomie und Science-Fiction sind die großen Hobbys des kleinen David. Deshalb glauben ihm seine Eltern auch nicht die Geschichte von den "blauen und gelben Strahlen in der Sandgrube hinterm Haus, in der ein riesiges Raumschiff gelandet ist". Und richtig: Als Davids Vater die Grube besichtigt, ist nichts zu sehen. Nur Davids Vater verhält sich plötzlich merkwürdig - und bald darauf auch seine Mutter. Selbst Mrs. McKeltch, seine Lehrerin, verschlingt auf einmal lebende Frösche, als wäre das ganz normal. Alle Erwachsenen haben eines gemeinsam: Sie verschwanden alle in der mysteriösen Sandgrube und wurden alle verändert, mit einer kleinen Wunde im Nacken, wieder ausgespuckt. Nur David erkennt die Gefahr. Aber niemand glaubt ihm die Existenz der Invasion vom Mars...

Kritik:
Wer ein Filmfan der 70er- und 80er Jahre ist, wird sicherlich mit dem Namen Tobe Hooper etwas anfangen können. Der US-amerikanische Filmregisseur, Produzent und Drehbuchautor, der seinerzeit vornehmlich im Genre des Horrorfilms tätig war, veröffentlichte viele, auch heute noch sehenswerte Filme, mit denen er sich den Ruf als Meister des Horrors verdiente. Zu seinen bekanntesten Werken zählen zweifelsohne „The Texas Chainsaw Massacre“ (dt. „Blutgericht in Texas“) aus dem Jahr 1974 sowie der 1982 erschienene „Poltergeist“. Allerdings produzierte Hooper nicht nur spannende Gruselfilme, sondern war auch im Science-Fiction-Genre vertreten, wie sein drei Jahre später erschienener „Lifeforce – Die tödliche Bedrohung“ mehr oder weniger eindrucksvoll unter Beweis stellt. Ein weiterer, aus heutiger Sicht waschechter Science-Fiction-Horror-Klassiker ist „Invasion vom Mars“, der auf William Cameron Menzies gleichnamigen Klassiker von 1953 basiert. Genau dieser Film ist nun kürzlich in einem aufwendigen Blu-ray-Mediabook erschienen, das wir hier nun etwas genauer unter die Lupe genommen haben.

Tobe Hoopers-Remake aus dem Jahr 1986 erzählt dabei die gleiche Geschichte wie das 1953er Original. In diesem will keiner dem jungen David Gardner (Hunter Carson) glauben, das hinter dem Hügel seines Elternhauses eines Nachts ein UFO gelandet ist. Doch schon kurze Zeit später scheint alles verloren, denn die außerirdischen Invasoren haben nicht nur Davids Eltern, Ellen (Laraine Newman) und George (Timothy Bottoms) infiziert, sondern auch bereits einige Schulfreunde, Lehrkräfte sowie die örtliche Polizei. Allen wurde im Nackenbereich ein Stachel injiziert der sie – äußerlich unverändert - zu willenlosen Marionetten macht. Einzig und allein die Schulpsychologin Linda Magnusson (Karen Black) schenkt den unglaublichen Aussagen des jungen David glauben und steht ihm tatkräftig zur Seite. Gemeinsam mobilisieren sie den Widerstand und dringen mit dem Militär bis zur geheimen unterirdischen Basis der Aliens vor. Ein aufopferungsvoller Kampf um die Zukunft der Menschheit beginnt...

Dem Film sieht man sein Alter von inzwischen fast dreißig Jahre deutlich an. Allerdings nicht nur in Bezug auf die Frisuren, Hauseinrichtungen und Fahrzeuge, sondern auch anhand der inzwischen etwas angestaubten Spezial Effekte, die für die damalige Zeit echt allererste Sahne waren. Sieht man über diese Punkte hinweg, was Filmfans der 80er-Jahre nicht schwer fallen dürfte, bietet „Invasion vom Mars“ eine nach wie vor spannende Handlung und folglich immer noch gute Unterhaltung. Zugegeben: Die Dialoge der Darsteller hätten durchaus etwas einfallsreicher ausfallen dürfen und auch das zum Teil heftige Overacting lädt zum Schmunzeln ein, aber wenn beispielsweise das Raumschiff der Marsmenschen hinter dem Haus der Gardners landet, versprüht der Film immer noch sehr viel Charme. Selbst wenn der kleine David seine Lehrerin Mrs. McKeltch (Louise Fletcher) hinter dem Klassenzimmer beim heimlichen Frösche-Naschen erwischt, läuft es einem – auch heute noch - eiskalt den Rücken runter. Das ist vor allem aber auch der mitreißenden Filmmusik von Christopher Young („Hellraiser 2: Hellbound“, „The Grudge – Der Fluch“) und David Storrs geschuldet, die hier stets für eine erstklassige Atmosphäre sorgen. Erstmals liegt der Film nun endlich auch komplett ungekürzt vor, so dass man das Ende nun nicht mehr so abgehakt, sondern endlich am Stück erleben kann. Die neu hinzugefügten, erweiterten Szenen liegen zwar nur in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln vor, was wir während unserer Testphase allerdings nicht als weiter störend empfunden haben.

Überzeugt hat uns auch die Bildqualität des endlich auch im Original Kinoformat im Seitenverhältnis von 2.35:1 (16:9) vorliegenden Transfers. Altersbedingt sind zwar noch einige leichte Verschmutzungen zu erkennen und auch die Farbgebung sowie die Schärfe sind nicht immer optimal, insgesamt kann man mit der abgelieferten Qualität aber zufrieden sein. Anmerken möchten wir an dieser Stelle auch, dass der Film das natürliche Filmkorn enthält, was sich natürlich etwas nachteilig auf die Bildruhe auswirkt und in dunkleren Szenen deutlich stärker ausfällt. Das ist uns aber allemal lieber, als ein weichgebügelter Bildtransfer, bei dem bei der Kornbeseitigung wichtige Bildinhalte verloren gehen würden. An den Sound sollte man hingegen keine zu hohen Erwartungen haben, denn dieser klingt, trotz verlustfreiem DTS-HD Master Audio 2.0 in Deutsch und Englisch, selbstredend nicht mehr ganz zeitgemäß. Der deutsche Ton bietet zwar zu jeder Zeit klar verständliche Dialoge, rauscht teilweise aber im Hintergrund recht stark. Wer der englischen Sprache mächtig ist, sollte hier dem Originalton den Vorzug geben, denn dieser schneidet etwas besser ab.

In Bezug auf die Ausstattung hat man sich bei Koch Media nicht lumpen lassen und spendiert dem Mediabook gleich drei Discs. Leider lag uns für unsere Kritik die dazugehörige Mediabook-Umverpackung nicht vor, weshalb wir uns hier nur auf den Inhalt der enthaltenen Scheiben beziehen können. Enthalten sind im Set jeweils eine Blu-ray und zwei DVDs, wobei die Blu-ray das Remake aus dem Jahr 1986 sowie einige Extras beinhaltet. Den Anfang machen eine „Making-of-Featurette“ (15:08 min.) sowie eine „Promo-Featurette“ (8:06 min.), welche beide zwar etwas werbelastig sind, jedoch einige interessante Einblicke hinter die Kulissen der Produktion gewähren. Weiter geht es mit „Deutscher Vorspann“ (2:30 min.) und „Deutsches Ende“ (0:24 min.), die beide leider nur in mäßiger VHS-Qualität vorliegen. Zum Schluss enthält die Blu-ray noch eine sehenswerte „Bildergalerie“ sowie den „Trailer in Deutsch“ (1:17 min.) und einen „Trailer in Englisch“ (1:23 min.) Auf der zweiten DVD befindet sich neben dem 1986-Remake mit Dolby Digital 2.0 Sound in Deutsch und Englisch, exakt das gleiche Bonusmaterial, mit dem einzigen Unterschied, das der Hauptfilm hier logischerweise in Standard-Auflösung vorliegt. Erwähnenswert ist zudem, dass sämtliche Extras mit deutschen Untertiteln versehen worden sind. Die dritte DVD stellt ein besonderes Bonbon für Sammler dar, denn auf dieser befindet sich der Originalfilm von 1953 in der US- als auch in der Eurofassung, wobei letztere eine knapp vier Minuten längere Laufzeit aufweist. Diese zwei Originalfassungen sind nicht separat im Handel erhältlich, sondern bleiben exklusiv und ausschließlich diesem Mediabook vorbehalten. Der Bildtransfer des 1953-Originals ist bei beiden Fassungen jeweils in 1.85:1 (16:9) gehalten und kann sich für eine 61 Jahre alte Produktion durchaus sehen lassen. Trotzdem muss, trotz des respektablen Alters des Bildmaterials, erwähnt werden, das es zahlreiche Verschmutzungen und Kratzer im Bild gibt. Zudem wirken die Farben etwas blass und es kommt recht oft zu Helligkeitspumpen, außerdem verfärbt sich bei vielen hellen Szenen der rechte Bildrand und lässt so jegliche Details verschwinden. Aber wie bereits erwähnt, sollte das Alter des Films einfach vor der Sichtung berücksichtigt werden. Erfreulicherweise haben es auch hier wieder einige Extras auf die DVD geschafft: So gibt es zwei alte „Trailer in Deutsch und Englisch“ zum 1953-Originalfilm, sowie eine dazugehörige „Bildergalerie“ zu bestaunen.

Fazit: Mit „Invasion vom Mars“ ist endlich ein weiterer Science-Fiction-Kult-Film erschienen, den Koch Media mit einem schicken und limitierten Mediabook entsprechend würdigt und das vor allem Sammlerherzen höher schlagen lassen dürfte.


by Roland Nicolai
Bilder © Koch Media