Invader - Blu-ray

Blu-ray Start: 16.08.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min

Invader Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Während eines Irakeinsatzes wird ein Konvoi spanischer Soldaten von Rebellen überfallen. Schwer verletzt überleben die beiden Armee-Ärzte Pablo (Alberto Ammann) und Diego (Antonio de la Torre) den Angriff und flüchten in ein nahegelegenes Dorf.
Zwei Wochen später erwacht Pablo im Krankenhaus seiner spanischen Heimatstadt aus dem Koma - mit nur bruchstückhafter Erinnerung an die folgenschwere Mission. Die Armee zeichnet ihn als Kriegsheld aus und stellt eine hohe Entschädigung für seine Verletzungen in Aussicht. Pablo kehrt zurück nach Hause zu seiner Frau und seiner kleinen Tochter (Inma Cuesta und Sofía Oria), doch er wird das Gefühl nicht los, dass ihm nicht die ganze Wahrheit gesagt wird. Was genau geschah nach dem Angriff? Als sich auch Diego weigert, über die Vorkommnisse im Irak zu sprechen, macht sich Pablo selbst daran, den letzten Tag seines Einsatzes zu rekonstruieren. Dabei stößt er auf eine Vertuschungsaktion auf höchster Regierungsebene und bringt sich und seine Familie in Lebensgefahr...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film / Senator Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Spanisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Filmtrailer, Making Of

DVD und Blu-ray | Invader

Blu-ray
Invader Invader
Blu-ray Start:
16.08.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Invader Invader
DVD Start:
16.08.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min.

Blu-ray Kritik - Invader

Blu-ray Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 9/10
Ton: | 6/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 5/10


Wenn Spanier einen Actionfilm mit Elementen eines Kriegsdramas drehen, dann erwartet man einen erstklassigen Genrefilm, der mit allen Mitteln versuchen wird, sich von der Masse amerikanischer 08/15-Produktionen abzuheben. Doch „Invador“ ist anders.
Pablo (Alberto Amman, „Celda 211“) und Diego (Antonio de la Torre, „Volver“) sind beide Soldaten in Afghanistan und verteidigen dort die Rechte spanischer Bürger. Eines Tages werden sie Opfer eines Bombenanschlags, in dessen Folge sie sich mit einem Dorf voller vermeintlicher Islamisten konfrontiert sehen. Zwei Wochen später wacht Pablo ohne Erinnerungen im Krankenhaus auf und kehrt fast unverletzt zu seiner Frau und Tochter zurück. In der Folgezeit kehren die Erinnerungen langsam zurück und offenbaren Grausames. Denn was in Afghanistan geschehen ist, widerspricht den Angaben der Regierung und so setzt Pablo alles daran, die Wahrheit ans Tageslicht zu bringen und riskiert dabei sein eigenes Leben.

Es ist wirklich ärgerlich, einen Film zu schauen, dessen Story so viel Potenzial geboten hätte wie die von „Invader“, während sie gleichzeitig im Film eine miserable Umsetzung erfährt. Das Grundkonzept eines Kriegsheimkehrers mit temporärer Amnesie, der sich langsam an die Gräueltaten seiner Kameraden erinnert, bietet nämlich enormes Ausbaupotenzial. Doch in „Invader“ wird dieses von Regisseur Daniel Calparsoro („Kalter Asphalt“) leider vollkommen verschenkt. Dafür arbeitet er viel zu sehr mit äußerst manipulierenden Anti-Kriegs-Parolen, bei dem er auch nicht davor zurückschreckt, unschuldige Kinder erschießen zu lassen. Wieso muss die Kritik denn so offensichtlich verhetzt transportiert werden – ginge es denn nicht ein wenig latenter wie es große amerikanische Filme wie „Der Soldat James Ryan“ vorgemacht haben? Hinzu kommt, dass sich der Film in der Umsetzung viel zu sehr an jenen amerikanischen Vorbildern orientiert. Statt eines Genrefilms, wie es die ersten 30 Minuten des kurzweiligen Thrillers andeuten, schwenkt man nach der ersten Hälfte zu einem wüsten Actionfilm um. Wilde Verfolgungsjagden, sinnlose Morde und Figuren, deren Bedeutung bis zum Ende nicht klar wird (Soldat, der wieder in den Dienst zurück möchte), vermiesen das Filmvergnügen gewaltig.
Dabei hat gerade Alberto Amman eine wirklich gute Rolle im Drehbuch erhalten, die er auch perfekt verkörpert. Doch unerklärlicherweise nutzt der Film seine Außenseiterstellung nicht und versucht mit allen Mitteln, sich anzupassen. Doch dafür ist die Produktion viel zu klein und mit einem zu geringen Budget ausgerüstet, als dass dies gelingen könnte. So wird aus dem Antikriegsdrama ein reißerischer Actionthriller mit unoriginellem Ende.

Bildtechnisch begeistert die Blu-ray durch gestochen scharfe Aufnahmen und angenehm kühle Farben, die kontrastreich und konturiert für Plastizität sorgen. Besonders beeindruckend sind dabei die Außenszenen, welche mit ihrer Farbpracht überzeugen.
Der Ton liegt als DTS-HD Master Audio 5.1-Spur vor und ist besonders Bass-lastig. Jedoch hapert es mit der Authentizität der deutschen Synchronisation immer mal wieder, denn deren Qualität schwankt. So passen einige Stimmen nicht zu ihren Charakteren – dafür ist jedoch auch der spanische O-Ton vorhanden.
Als Extra gibt es ein zwölfminütiges Making of, in dem die Darsteller den Film charakterisieren und die Entstehung der Special-Effects beleuchtet wird. Sonst bietet die Disc nur noch eine Trailershow.

Fazit: Launiges Kriegsdrama, das seine geeignete Stellung verkennt und sich stattdessen der Masse hingibt.

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by Yannik Riedl
Bilder © Universum Film / Senator Home Entertainment