Interstellar - Blu-ray

Blu-ray Start: 31.03.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 169 min

Interstellar Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Da sich unsere Zeit auf der Erde dem Ende zuneigt, unternimmt ein Forscherteam die wohl wichtigste Mission in der Geschichte der Menschheit: Es reist jenseits dieser Galaxie, um andere Lebensräume im Weltall für die Menschen zu erkunden.

Vom gefeierten Filmemacher Christopher Nolan („The Dark Knight“-Filme, „Inception“) kommt „Interstellar“ mit Oscar®-Gewinner Matthew McConaughey („Dallas Buyers Club“), Oscar-Gewinnerin Anne Hathaway („Les Misérables“), Oscar-Kandidatin Jessica Chastain („Zero Dark Thirty“), Bill Irwin („Rachels Hochzeit“), Oscar-Gewinnerin Ellen Burstyn („Alice lebt hier nicht mehr“) und Oscar-Gewinner Michael Caine („Gottes Werk & Teufels Beitrag“) in den Hauptrollen. Außerdem gehören Wes Bentley, Casey Affleck, David Gyasi, Mackenzie Foy und Topher Grace zum Ensemble.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Warner Home Video
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Dolby Digital 5.1 (Spanisch)
Untertitel:
Finnisch, Deutsch SDH, Schwedisch, Dänisch, Isländisch, Norwegisch, Spanisch, Englisch SDH
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Drei Stunden ausführliche Hinter-den-Kulissen-Specials zu den groß angelegten Dreharbeiten und der wissenschaftlichen Realität, die Gegenstand des Films ist. Vorgestellt wird außerdem, wie die bildgewaltigen Panoramen entstanden. Hinzu kommen eine erweiterte Fassung des TV-Specials „Die Wissenschaft von Interstellar“ und vieles mehr.

DVD und Blu-ray | Interstellar

Blu-ray
Interstellar Interstellar
Blu-ray Start:
31.03.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 169 min.

zur Blu-ray Kritik
Interstellar (4K Ultra HD) Interstellar (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
04.01.2018
FSK: 12
DVD
Interstellar Interstellar
DVD Start:
31.03.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 162 min.

Blu-ray Kritik - Interstellar

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 10/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 9/10


Die Welt stirbt, eine Rettung scheint unmöglich. Mit einer letzten verzweifelten, Jahre währenden Weltraummission soll das unvermeidbar scheinende Ende der Menschheit doch noch abgewendet werden. An Bord befinden sich nicht nur die besten Wissenschaftler, sondern auch der Familienvater Cooper, dessen Beteiligung unerlässlich ist und der dafür seine zehnjährige Tochter zurücklassen musste. Um die gewaltige Distanz rechtzeitig zu bewältigen, will man Wurmlöcher nutzen. Doch damit beginnen auch die Probleme.

Kritik:
„Interstellar“ stellt inzwischen die zehnte Regiearbeit des britischen Regisseurs Christopher Nolan dar, der zuvor mit seinen anderen Werken wie „Memento“, „The Dark Knight“ oder „Inception“ gleich mehrmals für den Oscar nominiert war und diesen bei einigen Produktionen sogar mehrfach gewonnen hat. Auch für sein Weltraumabenteuer „Interstellar“ hat Nolan einen Oscar abgeräumt und zwar in der Kategorie 'Beste visuelle Effekte'. Aber auch ohne diese Auszeichnung hat die Co-Produktion zwischen Paramount Pictures und Warner Bros., für die beide Konzerne eine stattliche Summe von 165 Millionen US-Dollar investiert haben, für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Allerdings nicht nur im positiven Sinne, denn bei dem knapp dreistündigen Weltraumepos scheiden sich die Geister der Kritiker als auch der Kinobesucher. Die einen sehen in „Interstellar“ einen weiteren Meilenstein des Kinogenres, andere finden, das es Nolan diesmal nicht gänzlich gelungen ist, der Film zu viele Logiklöcher enthält und sogar einige wichtige Fragen unbeantwortet lässt. Wir haben uns den Film angesehen und berichten hier nun, was ihr von der Blu-ray-Umsetzung erwarten dürft.

In „Interstellar“ spielt Matthew McConaughey den Ex-Piloten und heutigen Farmer Cooper, der gemeinsam mit seiner Familie versucht, irgendwie auf der von einer globalen Katastrophe bedrohten Erde über die Runden zu kommen. Da die Ressourcen knapper werden und auch die Ernten der Farmer immer weniger ertragreich sind, scheint es, als wenn höchstens nur noch 1-2 Generationen der Spezies Mensch auf der Erde leben können. Aus diesem Grund wird Cooper zum Leiter einer geheimen Expedition ernannt, in der er die Grenzen unserer Galaxie überwinden und erforschen soll, ob es womöglich für die Menschheit Überlebenschancen auf einem anderen Stern gibt. Zur Seite stehen ihm bei dieser gefährlichen Mission Dr. Amelia Brand (Anne Hathaway), die zwei Wissenschaftler Romilly (David Gyasi) und Doyle (Wes Bentley) sowie die beiden von KIs gesteuerten Roboter TARS und CASE. Der einzige Haken an der Sache: Cooper muss für diese Mission seine zwei Kinder, die zehnjährige Murphy (Mackenzie Foy) und den fünfzehnjährigen Tom (Timothée Chalamet) zurücklassen, die er in die Obhut ihres Großvaters Donald (John Lithgow) übergibt.

Gleich vorweg: Christopher Nolans „Interstellar“ ist schwere aber eine überaus ansehnliche Filmkost, für die man knapp drei Stunden Zeit und vollste Aufmerksamkeit haben muss. Der Film, in dem Quantenphysik und Gravitation, vor allem aber auch der Faktor Zeit, eine tragende Rolle spielen, erfordert nämlich die volle Aufmerksamkeit des Zuschauers, damit dieser der komplexen Handlung überhaupt folgen kann. Aber selbst wenn nach Sichtung des Films der Abspann über den Bildschirm läuft, werden sich viele vermutlich fragen, wie jetzt das ein oder andere tatsächlich gemeint war oder ob man doch etwas nicht richtig verstanden oder gar übersehen hat. Dieses Phänomen kennt man bereits aus Nolans früheren Werken wie „Memento“ oder „Inception“, hier wird aber der Bogen dann doch etwas überspannt, denn wirklich logisch lässt sich nicht jedes noch so kleine Detail in „Interstellar“ erklären. Einige Dinge, wie beispielsweise die stark geschädigte Biosphäre der Erde, werden im Film erst gar nicht richtig aufgegriffen, andere wiederum, zum Beispiel der Tesserakt oder die fünfdimensionalen Wesen, werden lediglich als Spekulation abgetan. Schlecht ist der Film deswegen aber nicht, sondern bietet vielmehr reichlich Gesprächsstoff für hinterher. Was man „Interstellar“ aber definitiv zugutehalten kann, ist, das es im Film Ideen und Szenen zu sehen gibt, die es so bislang noch nie gegeben hat. Wirklich erstaunlich, mit welcher Kreativität hier Wurmlöcher und fremde unbekannte Welten dargestellt werden. Ansehnlich ist auch die Leistung der Darsteller, die mit McConaughey (Cooper), Hathaway (Amelia Brand), Matt Damon (Dr. Mann), Topher Grace (Getty), Jessica Chastain (Erwachsene Murphy) sowie Michael Caine (Professor Brand) obendrein auch noch prominent besetzt wurde.

Technisch sieht man der Produktion zu jederzeit an, dass hier ein stattliches Budget bereitgestellt wurde. Gedreht wurde überwiegend in Alberta/Kanada und für die visuellen Effekte hat Christopher Nolan erneut Double Negative verpflichtet, die bereits bei „Inception“ und „The Dark Knight“ ihr Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben. Für den Dreh wurden auch wieder 35-mm-Kameras und 65-mm-IMAX-Kameras benutzt, weshalb es im Film passagenweise wieder zu einem Wechseln des Bildformats zwischen 2.40:1 und 1.78:1 kommt. Bildtechnisch gibt es an der Blu-ray-Umsetzung kaum etwas auszusetzen. Die Schärfe ist durchweg auf einem hohen Niveau angesiedelt, erreicht stellenweise oftmals sogar Referenzwerte und wirkt, nur beim 35-mm-Material, minimal weicher. Bei den Farben auf der Erde dominieren warme Brauntöne, im Weltraum sowie auf den fremden Welten präsentiert sich die Farbpalette ansonsten aber sehr natürlich. Der Kontrast und auch der Schwarzwert sind ebenfalls auf hohem Niveau, weshalb das Bild, vor allem bei den IMAX-Szenen sehr plastisch wirkt und eine exzellente Tiefenwirkung offenbart. Beim Sound gibt es ebenfalls nichts zu beanstanden, denn Warner hat der Disc erfreulicherweise wieder eine deutsche DTS-HD Master 5.1-Tonspur spendiert. Allzu viele akustische Highlights hat der Film zwar nicht zu bieten, aber wenn es mal zur Sache geht, klingt der Sound sehr dynamisch und erzeugt eine exzellente Räumlichkeit. Das größte Plus ist aber hier ganz klar der herausragende Soundtrack des deutschen Filmkomponisten und Musikproduzenten Hans Zimmer („Gladiator“, „Man of Steel“) der perfekt zum Geschehen passt und mit tollen Stücken wie beispielsweise „I´m going Home“ oder „S.T.A.Y.“ immer wieder für Gänsehautmomente sorgt. Erwähnenswert ist zudem, dass die Dialoge stets klar und verständlich bleiben. Ebenfalls auf der Disc enthalten ist der Originalton in DTS-HD MA 5.1 sowie Spanisch in Dolby Digital 5.1. Eine englische Audiodeskription bietet die Blu-ray ebenfalls, genauso wie deutsche und englische Untertitel für Hörgeschädigte.

An Extras hat die Veröffentlichung ebenfalls einiges zu bieten. Die enthaltenen Extras teilen sich auf in:
▪ Die Wissenschaft von Interstellar (ca. 50 min.)
▪ Interstellar - Eine Reise (ca. 8 min.)
▪ Der Dreh auf Island: Millers Planet / Manns Planet (ca. 13 min.)
▪ Astronomische Orientierungshilfen (ca. 8 min.)
▪ Miniaturen im All (ca. 5 min.)
▪ Der kosmische Sound von Interstellar (ca. 14 min.)
▪ Die Simulation der Schwerelosigkeit (ca. 6 min.)
▪ Durch die Dimensionen und die Zeit (ca. 9 min.)
▪ Das Leben auf Coopers Farm (ca. 10 min.)
▪ Der Nebel (ca. 3 min.)
▪ TARS und CASE (ca. 9 min.)
▪ Die Raumanzüge (ca. 5 min.)
▪ Die Endurance (ca. 7 min.)
▪ Der Ranger und der Lander (ca. 12 min.)
▪ Schlussgedanken (ca. 6 min.)

Das gesamte Bonusmaterial wurde sehr ordentlich auf eine zweite Blu-ray gepackt, liefert zahlreiche sehenswerte und vor allem interessante Beiträge zur Produktion und liegt darüber hinaus auch komplett in HD vor. Das Herzstück der Extras stellt ohne Zweifel das „Die Wissenschaft von Interstellar“-benannte Special dar, das sehr genau auf die wissenschaftlichen Aspekte des Films eingeht und bei dem sich sogar verschiedene Experten zur Wurmloch-Thematik äußern. Darüber hinaus liegt dem 2-Disc-Set auch noch ein UltraViolett-Code bei, mit dem sich der Titel auf ein mobiles Gerät herunterladen oder direkt streamen lässt, sowie ein Wendecover ohne störendes FSK-Logo. Stark!


Fazit:
Im Kino habe ich „Interstellar“ leider verpasst, weshalb ich den Heimkinorelease auf Blu-ray regelrecht herbeigesehnt habe. Von der audiovisuellen Umsetzung des Films bin ich begeistert, ebenso von den Ideen und der darstellerischen Umsetzung. Inhaltlich ist Nolans zehntes Werk ebenfalls sehenswert, wenn auch die Laufzeit mit knapp drei Stunden ziemlich lang geraten und das Ende des Films nicht wirklich befriedigend ist. Alles in allem aber dennoch ein starker Film, auf einer technisch sehr beeindruckend umgesetzten Blu-ray.

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by Roland Nicolai
Bilder © Warner Home Video