Inside Wikileaks - Die fünfte Gewalt - Blu-ray

Blu-ray Start: 03.04.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 128 min

Inside Wikileaks - Die fünfte Gewalt Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

THE FIFTH ESTATE (AT) begibt sich auf die Spuren von Daniel Domscheit-Berg (Daniel Brühl), dem frühen Anhänger und letztendlich engsten Mitarbeiter Julian Assanges (Benedict Cumberbatch) und verfolgt die Entwicklung von den aufregenden frühen Jahre von WikiLeaks bis zu den ersten kontroversen und geschichtsverändernden Enthüllungen. Der plötzliche Erfolg der Website machte ihre Initiatoren über Nacht weltberühmt und veränderte grundlegend die weltweite Informationsverteilung.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Paramount Home Entertainment / Constantin Film
Tonformate:
DTS-HD High Resolution 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Die Eingabe-Plattform (ca. 10 Min.), Blick hinter die Kulissen (ca. 6 Min.), Die Musik von „Inside WikiLeaks“ (ca. 9 Min.), Originaltrailer Deutsch, Originaltrailer Englisch

DVD und Blu-ray | Inside Wikileaks - Die fünfte Gewalt

Blu-ray
Inside Wikileaks - Die fünfte Gewalt Inside Wikileaks - Die fünfte Gewalt
Blu-ray Start:
03.04.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 128 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Inside Wikileaks - Die fünfte Gewalt Inside Wikileaks - Die fünfte Gewalt
DVD Start:
03.04.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 123 min.

Blu-ray Kritik - Inside Wikileaks - Die fünfte Gewalt

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 5/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 6/10


Mit der Veröffentlichung von rund 500.000 geheimen Dokumenten über amerikanische Militäreinsätze im Nahen Osten, sowie Depeschen über nahezu jedes Staatsoberhaupt der Erde wurde die Enthüllungsplattform WikiLeaks 2010 weltberühmt. Ein Großteil des Ruhms ging dabei auf den Gründer der Seite, Julian Assange, über, dessen Schaffen sich nun der Film „Inside WikiLeaks – Die fünfte Gewalt“ widmet. Der Thriller erscheint am 03. April auf Blu-ray und DVD.
Bereits im Jahr 2007 schließt sich der Australier Julian Assange (Benedict Cumberbatch, „Star Trek: Into Darkness“) mit dem Deutschen Daniel Domscheit-Berg (Daniel Brühl, „Rush“) zusammen. Gemeinsam verbreiten sie geheime Dokumente auf ihrer Website WikiLeaks und gelangen bald zu internationalem Ruhm. Doch als 2010 ein US-Soldat knapp eine halbe Millionen Dokumente über das Kriegstreiben der USA auf der Seite leakt, werden die beiden über Nacht zu international gesuchten Staatsfeinden. Doch wie soll man mit der Veröffentlichung der schier unendlichen Datenmenge vorgehen – hier scheiden sich die Geister und es kommt zu internen Streitigkeiten, die das Duo erschüttern.

Bereits im Vorfeld der Veröffentlichung wurde DreamWorks „Inside WikiLeaks“-Produktion kontrovers diskutiert. So äußerte sich beispielsweise Julian Assange persönlich zum Film, den er kategorisch ablehnt und Cumberbatch davon abrät, seine Person darzustellen. Seine Ablehnung ist wenig verwunderlich, denn die amerikanische Produktion von „Bis(s) zum Ende der Nacht“-Regisseur Bill Condon lässt kein gutes Haar am gebürtigen Australier. So wird der Begründer der Seite besonders in der zweiten Filmhälfte öffentlich diskreditiert und als narzisstischer Wahnsinniger dargestellt, dem nichts an dem Leben anderer Menschen liegt. Dafür konzentriert sich der Thriller, welcher zu Teilen auf einem Buch Domscheit-Bergs beruht, zu großen Teilen auf die Beteiligung Domscheit-Bergs und dessen bodenständige Verwicklung in die Machenschaften der Plattform.

Leider bleibt die als Unterhaltungsfilm zu verstehende Produktion die meiste Zeit über sehr oberflächlich undschneidet viele brisante Themen nur an, ohne deren Kern zu behandeln. Darüber hinaus werden die Amerikaner hier als Inkarnation des Gut-Menschen projiziert, denen es nur um die Sicherheit ihrer Quellen geht, nicht um ihre korrupten und teils illegalen Machenschaften. Weiterhin ist es fraglich, wieso man den Film so stark für Propagandazwecke konservativer Medien nutzt, wenn doch eigentlich WikiLeaks im Fokus stehen sollte.
Gut gelungen hingegen ist die Darstellung der Informationsdichte in der Welt der Computer, deren Visualisierung auch weniger technikversierten Zuschauern unter die Arme greift. Darüber hinaus überzeugen die Darsteller des zweistündigen Films, dem es jedoch ein wenig an Rasanz mangelt.

Das Bild der Blu-ray ist gestochen scharf und präsentiert ein ausgeglichenes Farbbild. Tontechnisch bietet die Disc eine deutsche und englische DTS-HD Master Audio 5.1-Spur, wobei die deutsche Variante sehr leise abgemischt wurde und Teile der Darsteller (besonders Brühl) oftmals unverständlich nuscheln. Hier hilft der O-Ton aus.
Das Bonusmaterial umfasst ein Feature über die Eingabeplattform WikiLeaks, einen Blick hinter die Kulissen und die Entstehung der Grafiken, sowie einen Bericht über die Musik des Films.

Fazit: Durchschnittlich unterhaltsamer Popkultur-Thriller, dem es an Neutralität mangelt. „Inside WikiLeaks“ sollte deshalb keinesfalls als Informationsfilm verstanden werden, sondern in die Kategorie Unterhaltungsfilme eingeordnet werden. Schade nur, dass die Informationsfülle die Informationstiefe bei Weitem überwiegt.

by Yannik Riedl
Bilder © Paramount Home Entertainment / Constantin Film