In ihrem Haus - Blu-ray

Blu-ray Start: 18.04.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 105 min

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Inhalt

Der von seinem Leben frustrierte Lehrer Germain (Fabrice Luchini) müht sich vergeblich, seinen 16-jährigen Schülern die Literatur schmackhaft zu machen. Diese liefern immer das gleiche trostlose und desinteressierte Gekritzel ab. Eines Tages gibt er seiner Klasse die Aufgabe, einen Essay über ihr letztes Wochenende zu schreiben. Enttäuscht über die unkreativen und farblosen Ergebnisse, widmet er sich schließlich dem Werk von Claude (Ernst Umhauer), der stets schweigend in der letzten Reihe sitzt - und beim Korrigieren des Werkes stockt ihm schier der Atem!

Claude beschreibt bis ins intimste Detail, wie er sich das Vertrauen eines Mitschülers erschleicht, um am Wochenende in dessen Elternhaus heimlich die Familie zu beobachten. Mit einem starken Hang zum Voyeurismus schafft es Claude, Germain mit seinem Text in den Bann zu ziehen. Germain und seine Frau Jeanne (Kristin Scott Thomas) wähnen ein verborgenes Talent entdeckt zu haben, und da Germain seinen Schüler unbedingt fördern will, ermuntert er ihn zum Weiterschreiben. Doch mit seiner Ermutigung löst er eine Kette von Ereignissen aus, die bald nicht mehr zu kontrollieren sind ...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Concorde Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Französisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Making-Of, Outtakes, entfallene Szenen, Kostümprobe

DVD und Blu-ray | In ihrem Haus

Blu-ray
In ihrem Haus In ihrem Haus
Blu-ray Start:
18.04.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 105 min.

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DVD
In ihrem Haus In ihrem Haus
DVD Start:
18.04.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 101 min.

Blu-ray Kritik - In ihrem Haus

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 8/10


François Ozons 14. Film entführt den Zuschauer in die Welt der Literatur und in eine Welt, die mit verschiedenen Ebenen spielt.

Germain (Fabrice Luchini) ist ein leicht gefrusteter Literaturlehrer, der für seine Schüler wenig lobende Worte übrig hat und jedes Jahr der Meinung ist, er hätte diesmal wirklich die schlechteste Klasse aller Zeiten. Doch dann trifft er auf den Teenager Claude (Ernst Umhauer), der ihm einen kurzen Aufsatz über sein letztes Wochenende gibt. Darin beschreibt er sehr detailliert und ein wenig bösartig einen Besuch bei seinem Mitschüler Rapha Artole (Bastien Ughetto). Germain ist begeistert, zeigt auch seiner Frau Jeanne (Kristin Scott Thomas), die ebenfalls von Claudes Talent überzeugt ist, und fördert den jungen Mann. Doch je mehr Claude schreibt, desto mehr dringt auch Germain in die Welt Raphas ein – ob Germain weiß, worauf er sich einlässt?

Regisseur François Ozon spielt bemerkenswert mit unserer Lust am Voyeurismus und mit dem Wunsch, Teil fiktionaler Begebenheiten zu sein. Anfangs steht fest, dass Claude eine Geschichte schreibt, doch je mehr Germain sich einmischt und Claude Tipps für mehr Spannung in seiner „Geschichte“ gibt, desto mehr verwischen sich Illusion und reale Ereignisse. Hat Claude den Eltern beim Sex zugesehen? Hat er die Frau des Hauses geküsst? Germain ist fasziniert und der Zuschauer ist es ebenfalls. Wollen wir nicht auch wissen, was unser Nachbar hinter der verschlossenen Tür macht? Hier können wir es sehen und noch mehr – wir können Einfluss nehmen. Jeanne weist Germaine darauf hin, dass die Familie doch real ist und er Claude nicht darin unterstützen soll, sie auszuspionieren und ihre familiären Geheimnisse offenzulegen. Doch Germaine ist zu fasziniert und je mehr er in Raphas Welt und der seiner Familie eindringt, desto sichtbarer wird er – dies wird mehrmals sehr schön gezeigt, z. B. durch Germain, der plötzlich am Küchentisch der Artoles auftaucht und seinen Kommentar zu den Geschehnissen gibt, ohne natürlich von der Familie gesehen zu werden. Jeder von Claudes Aufsätzen schließt mit den Worten „Fortsetzung folgt“ und der Zuschauer will ebenso wie Germain immer mehr lesen/sehen und so dringen wir in eine Familie ein, ohne dass wir wirklich dabei sein müssen. Aber auch, ob wir wollen oder nicht, solange wir den Film nicht ausmachen. Natürlich bringt das auch ungemütliche Gefühle mit sich, eine Spannung baut sich auf: Was wird passieren, wenn die Welt der Artoles auf die von Germain und seiner Frau stößt? Germain klärt Claude darüber auf, dass er den Leser stets überraschen muss. Das Ende darf nicht vorhersehbar sein und das ist es am Ende auch nicht: Weder Claudes Story noch der Film selbst. Sehenswert!

Die Extras fallen, nicht nur was die Gesamtlänge angeht, recht üppig aus. Neben dem obligatorischen Trailer, sehen wir ein Making of, das allein schon fast eine Stunde dauert und einen schönen Blick hinter die Kulissen gewährt. Außerdem können entfallene Szenen und Outtakes betrachtet werden. Wie schon bei François Ozons letztem Film „Das Schmuckstück“ gibt es ebenfalls wieder die Kostümprobe zu sehen. Die hat mir bereits beim letzten Mal gut gefallen und ist auch hier wieder hübsch zusammen geschnitten und mit toller Musik unterlegt, zum Teil sehr stimmungsvoll.

Die Bild- und Tonqualität ist sehr gut und entspricht dem, was man von einer Blu-ray (meistens) gewohnt ist.

Mein Fazit: François Ozons fasziniert mit einem großartigen Psycho-Thriller, der geschickt mit Realität und Fiktion spielt. Literaturbegeisterte werden ebenso auf ihre Kosten kommen wie Freunde von verschachtelten Geschichten.

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by Gesa-Marie Pludra
Bilder © Concorde Home Entertainment