In Darkness - Blu-ray

Blu-ray Start: 16.11.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 101 min

In Darkness Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Die blinde Pianistin Sofia (Natalie Dormer) hört in der Wohnung über ihr eine Auseinandersetzung – kurze Zeit später erfährt sie vom Tod ihrer Nachbarin Veronique (Emily Ratajkowski). Schnell stellt sich heraus, dass in Veroniques Vergangenheit einige dunkle Gestalten lauern. Es ist der Beginn einer Reise, die Sofia an ihre Grenzen führen wird. Auf der Suche nach der Wahrheit trifft sie auch Veroniques Vater, Milos Radic (Jan Bijvoet), einen serbischen Geschäftsmann und vermuteten Kriegsverbrecher. Ihm wird vorgeworfen, während des Bosnienkrieges am Völkermord beteiligt gewesen zu sein. Sofia riskiert auf der Suche nach Antworten ihr eigenes Leben, während sie sich immer mehr in der zwielichtigen Londoner Unterwelt verirrt – einem Ort regiert von Korruption, Gewalt und Erpressung.
Als mehr und mehr Geheimnisse aus ihrer eigenen Vergangenheit ans Licht kommen, stellt sich heraus, dass auch Sofia Rachepläne hat, die sie noch verwirklichen will.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Interviews, Trailer

DVD und Blu-ray | In Darkness

Blu-ray
In Darkness In Darkness
Blu-ray Start:
16.11.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 101 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
In Darkness In Darkness
DVD Start:
16.11.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 97 min.

Blu-ray Kritik - In Darkness

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 7/10


„In Darkness“ beginnt mit einer stylischen Titelsequenz, die nicht nur die Themen dieses britischen Hochglanz-Thrillers bildstark und prägnant andeutet, sondern auch die Marschrichtung einer stilechten Hitchcock-Hommage vorgibt. Starke Farben, ominöse Bilder, Augen in extremer Großaufnahme, kunstvoll variiert – Titelsequenz-Legende Saul Bass wäre angetan. Fast könnte man sich auch in einem Brian De Palma-Film vermuten, wenn der Zuschauer à la „Blow Out“ in die Irre geführt wird, als im direkten Anschluss eine Frau auf verstörend realistische Weise stranguliert wird, dann jedoch offenbart wird, dass es sich bei diesem Moment nur um eine Filmaufnahme handelt, zu der ein Orchester gerade die Filmmusik einspielt.

Natalie Dormer in In Darkness
Natalie Dormer in In Darkness © Universum Film
Inmitten dieses Orchesters sitzt die blinde Pianistin Sofia (Natalie Dormer). Der Film folgt der einsam lebenden Frau auf ihrem Nachhauseweg durch London, macht überaus wirkungs- und auch kunstvoll mit stark eingesetzten filmischen Mitteln deutlich, wie sie ihre Umwelt wahrnimmt. „In Darkness“ beginnt so überaus stilvoll und packend, wirkt in seiner klassischen Thriller-Prämisse vielversprechend. Mysteriös wird es dann bei Sofias regelmäßigen Aufeinandertreffen mit ihrer aufgewühlten Nachbarin Veronique (Emily Ratajkowski) im Treppenhaus ihres Wohnhauses. Diese umgibt scheinbar manches Geheimnis, sie macht den Eindruck, bedroht zu werden. Kurze Zeit später ist Veronique tot, aus dem Fenster ihrer Wohnung gestürzt und auf einem parkenden Auto aufgekommen. Plötzlich sieht sich Sofia selbst in Gefahr von den Menschen, die Veroniques Tod zu verantworten haben.

Der Aufhänger eines Thrillers mit einer blinden Protagonistin ist nicht neu: Audrey Hepburn brillierte einst im meisterhaften „Warte, bis es dunkel ist“, Madeleine Stowe agierte 1993 als blinde Violinistin in dem unterschätzten „Blink“ und Blake Liveley war erst vor kurzem in Marc Forsters „All I See Is You“ zu sehen. Natalie Dormer füllt hier ihre Rolle großartig aus und gehört sicherlich zu den Stärken dieses zunächst interessanten und spannenden Thrillers, der sich mit zunehmender Laufzeit immer mehr in Storywendungen und unnötig bedeutungsschwangerer Bosnienkriegsthematik verzettelt. Dormer agierte hier als Co-Drehbuchautorin mit ihrem Ehemann Anthony Byrne, der hier auch Regie führt.

Emily Ratajkowski in In Darkness
Emily Ratajkowski in In Darkness © Universum Film
Nachdem der Film über die talentierte Pianistin, die bereits seit ihrem fünften Lebensjahr blind ist, seine Prämisse etabliert hat, tauchen auch schon erste geheimnisvolle Rückblenden in Sofias Kindheit auf. Außerdem erscheint auch der mutmaßliche bosnische Kriegsverbrecher Radic (Jan Bijvoet) scheinbar beiläufig in den Nachrichten auf, um dann natürlich zunehmend in den Mittelpunkt zu rücken. „In Darkness“ macht kein großes Geheimnis daraus, dass er mit Veroniques scheinbarem Mord verwoben ist. Hinzu kommen Alex (Joely Richardson), die eisige rechte Hand von Radic, und ihr Handlanger Marc (Ed Skrein), der zunehmend von Sofia in den Bann gezogen wird.

Sobald „In Darkness“ beginnt die Geheimnisse der Figuren und ihrer Vergangenheit freizulegen, verpufft der Thriller zunehmend. Dormer und Byrne wollen ihrem Hochglanz-Thriller spürbar eine tiefere thematische und emotionale Ebene hinzufügen, was jedoch durch unglaubwürdige Wendungen den Zuschauer zunehmend auf Distanz hält. Dennoch gelingen Byrne einige effektive und spannende Szenen im gesamten Verlauf des Films, die „In Darkness“ nie schlechter als solide Thrillerkost werden lässt. Das ist auch der wunderbar aufspielenden Natalie Dormer zu verdanken, die dem Film mit ihrer magnetischen Ausstrahlung überraschend viel Seele gibt, die einen insgesamt runderen Film verdient hätte. So ist es nicht nur eine letztlich zu aufgeblasene Story, es sind auch manch unglaubwürdige Wendungen, die gerade gegen Ende den Zuschauer gefühlt fast schon etwas für dumm verkaufen wollen. Schade, denn „In Darkness“ hat die richtigen Zutaten, um ein starker Thriller zu sein.

Ed Skrein in In Darkness
Ed Skrein in In Darkness © Universum Film
Bild
Das Bild der Blu-ray zeichnet sich durch seine satten und intensiven Farben aus, die einen edlen Look ergeben. Aber auch ansonsten präsentiert sich hier ein kontrastreiches und mit sehr guten Schwarzwerten ausgestattetes Bild, das durchweg zu gefallen weiß. Ebenso stark sind die gerade in Nahaufnahmen gestochen scharfen Detailwerte, die hier das Auge erfreuen. Bildfehler sind auch in dunklen Momenten nicht auszumachen.

Ton
Eine große Stärke des Films ist seine oft raffinierte akustische Umsetzung, die hier auf Blu-ray stark zur Geltung kommt. Die Sinneswahrnehmung der blinden Protagonistin wird hervorragend durch eine dynamische Surround-Abmischung akzentuiert. Auch stark ist der überhaupt dynamische Klang, der über wirkungsvolle Höhen und Tiefen verfügt. Stimmen und Dialoge sind bestens verständlich und gut priorisiert.

Extras
Das Bonusmaterial bietet eine Reihe von einzeln oder gesamt abspielbaren Interviews mit Cast und Crew. Auch wenn es sich hierbei um Standard-EPK-Material handelt, sind die Interviews durchaus informativ. Hinzu kommen noch die üblichen Trailer. Interviews (64:35 Min.) Trailer (01:47 Min.) Trailershow


Fazit:
„In Darkness“ erweist sich als überaus stilvoll inszenierte Hitchcock-Thriller-Hommage im klassischen, aber dennoch modernen Gewand, die wunderbar von Co-Autorin Natalie Dormer getragen wird. Zunehmend unglaubwürdige Wendungen und eine Story, die mehr sein will, als sie ist, trüben den zunächst guten Eindruck dann leider zunehmend.

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by Florian Hoffmann
Bilder © Universum Film