Ich und Kaminski - Blu-ray

Blu-ray Start: 17.03.2016
FSK: 6 - Laufzeit: 123 min

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Inhalt

Deutschland kurz vor der Jahrtausendwende. Sebastian Zöllner (DANIEL BRÜHL), Kunstjournalist und Meister der Selbstüberschätzung, plant seinen großen Coup: ein Enthüllungsbuch über den legendären aber fast vergessenen Maler Manuel Kaminski (JESPER CHRISTENSEN), Schüler von Matisse und Freund von Picasso, der einst als “blinder Maler“ Berühmtheit erlangte. Der skrupellose und ehrgeizige Karrierist macht sich auf den Weg zu dem entlegenen Chalet hoch oben in den Alpen, wo der greise Künstler zurückgezogen und von Vertrauten abgeschirmt lebt. Er dringt in Kaminskis Haus, Leben und Vergangenheit ein und nimmt ihn kurzerhand mit auf eine halsbrecherische und irrwitzige Reise zu dessen tot geglaubter Jugendliebe. Unterwegs will er ihm mit List und Dreistigkeit seine Geheimnisse entlocken. Aber bald muss er feststellen, dass er dem Alten, ob blind oder nicht, in keiner Weise gewachsen ist.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Warner Home Video / X-Verleih
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailer, Making-of, Featurettes

DVD und Blu-ray | Ich und Kaminski

Blu-ray
Ich und Kaminski Ich und Kaminski
Blu-ray Start:
17.03.2016
FSK: 6 - Laufzeit: 123 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Ich und Kaminski Ich und Kaminski
DVD Start:
17.03.2016
FSK: 6 - Laufzeit: 119 min.

Blu-ray Kritik - Ich und Kaminski

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 8/10


Vor zwölf Jahren entsprang aus der Zusammenarbeit von Regisseur Wolfgang Becker und Daniel Brühl der Kultfilm Good Bye Lenin!. Nun haben sie sich erneut zusammengesetzt und erzählen die Geschichte, wie sich ein ehrgeiziger Autor und ein blinder Maler auf eine Reise quer durch Europa machen. Dabei eröffnet Becker einen interessanten Blick auf die moderne Kunstszene. Und vielleicht ist es auch nochmal interessant sich Brühls Gesicht einzuprägen, bevor er es im April mit Captain America zu tun bekommt.

Ich und Kaminski Szenenbild Jung, gutaussehend und vollkommen charismatisch. So sieht sich der junge Journalist Sebastian Zöllner (Daniel Brühl), welcher mit der Biografie über den blinden Künstler Manuel Kaminski (Jesper Christensen) nun endlich seinen Durchbruch plant. Letzter Schritt für die Fertigstellung seines Buches ist das finale Gespräch mit dem Maler selbst. Dem im Weg stehen, aber leider Kaminskis Tochter, dessen Altersdepression und Zöllners eigenes Ego. Um seinen Roman dennoch vollenden zu können, greift Sebastian nach kurzer Zeit zu ungewöhnlichen Methoden für einen Journalisten und entführt Kaminski kurzer Hand. Aus dieser Situation heraus entspringt eine Reise für die beiden auf der sie erkennen müssen, dass die beiden doch mehr verbindet ,als man auf den ersten Blick vermutet.

Mit Ich und Kaminski holt Regisseur Wolfgang Becker zum Rundumschlag in der Kunstszene aus. Was thematisch als Kulisse und Grundlage des Films zu dienen scheint, entwickelt sich in Windeseile zur ausgewachsenen Milieustudie, in der die Kunst im Wandel der Zeit aufs Korn genommen wird. Vergänglichkeit und Anmut werden derweilen durch den blinden Künstler Manuel Kaminski verkörpert, der als Parabel für die Entwicklung der Kunst herhalten muss. Seine Techniken, Motive und Ideen sind veraltet und nur die Hoffnung auf eine mögliche Flucht in die Vergangenheit lassen ihn sich auf eine Reise begeben, in der mehr als einmal damit konfrontiert wird, was aus seinem Handwerk geworden ist und wie die moderne Welt dazu steht. Das alles resultiert in einem intelligenten Roadmovie, welches mehr zum Nachdenken als zum Lachen anregt.

Transportiert wird der doch etwas schwerere Stoff zum Glück von zwei Hauptdarstellern, die ihr Handwerk durchaus verstehen. Ich und Kaminski SzenenbildSowohl Daniel Brühl (Inglourious Basterds, Rush - Alles für den Sieg) als auch Jesper Christensen (James Bond 007: Spectre) konnten mit ihrem Talent nicht nur national überzeugen und haben beide den Sprung nach Hollywood geschafft. Beide tragen mit Unterschieden und Gemeinsamkeiten den Film von Anfang an. Wobei Brühl und Christensen ihre Figuren so zeichnen, dass ihnen ihre zu großen Teilen sehr unsympathischen Charaktere nicht zur Last fallen. Ein Problem, das dadurch entsteht ist, dass es schwer ist neben solchen Schauspielern zu bestehen, sodass keine Leistung der Nebendarsteller an dieses Paar herankommt.

Der künstlerische Aspekt wird von der Kamera gut eingefangen und wird dank einer guten Bildqualität fast konsequent perfekt auf die heimischen Bildschirme transportiert. Leider kann es vorkommen, dass das Bild an ein oder zwei Stellen kurz verzehrt. Der Ton läuft dafür ohne Probleme und ist nur auf der Originalsprache, also deutsch verfügbar.

Umfangreicher als auf den ersten Blick gedacht, fallen die Bonusinhalte aus. Neben dem obligatorischen Filmtrailer sind nämlich noch drei weitere Extras enthalten. Diese Inhalte unterteilen sich in ein Making-of und zwei Specials, welche tiefere Einblicke in die Thematik des erstgenannten Features liefern. Denn das Making-of fällt mit seiner Laufzeit von knapp einer Stunde schon üppig genug aus. In dieser Zeit gibt es relativ umfangreich die Geschehnisse des gesamten Drehprozesses wieder und würdigt dabei fast beiläufig den Beitrag jedes einzelnen Teammitglieds. Seien es nun Darsteller, Regisseur oder doch der Maskenbildner. Um dem Rundumschlag in der Kunstszene gerecht zu werden, hat man sich bei den Bonusinhalten auch dafür entschieden verschieden Aspekte der Kunst differenziert zu betrachten. Ich und Kaminski SzenenbildSo bekommt sowohl die musikalische Untermalung als auch die künstlerische Aufarbeitung der Filmproblematik jeweils ein Special in den Bonusinhalten spendiert. Im Musikspecial Die Bässe lügen nie wird dem Zuschauer ein Einblick in die Arbeit des Komponisten Lorenz Dangel und seines Orchesters gewährt, bei dem deutlich wird wie viel Aufwand betrieben werden muss um zwei Kunstformen miteinander verschmelzen zu lassen. Wie sehr sich Künstler gegenseitig beeinflussen, versucht einem das zweite Special The Real Kaminski vor Augen zu führen. In diesem kann man den Künstler Manfred Gruber, welcher für den malerischen Anteil des Films verantwortlich war, bei seinem Tagewerk beiwohnen und nebenbei noch etwas über das Schaffen des echten Manuel Kaminski in Erfahrung bringen.


Fazit:
Nach Good Bye Lenin! setzen sich Regisseur Wolfgang Becker und Schauspieler Daniel Brühl erneut zusammen um ein Roadmovie zu inszenieren, dass sich mehr widmet als nur einer Reise von zwei Personen, die zu sich selbst finden. Viel mehr wird hier sowohl eine Charakter- als auch eine Milieustudie in dem Gewand eines Roadmovies präsentiert, in welchem Humor nicht die größte Rolle spielt. Wenn man sich nur ein bisschen für Kunst interessiert oder seine Position zur Kunst noch einmal überdenken möchte, dem ist der Film durchaus zu empfehlen.

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by Marvin Schmidt
Bilder © Warner Home Video / X-Verleih