Hustlers - Blu-ray

Blu-ray Start: 10.04.2020
Digital VoD: 10.04.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 110 min

Hustlers Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Sexy, clever und ziemlich taff – diese Frauen verdrehen den Männern den Kopf – und zwar weit mehr als ihnen lieb ist. Mit einer sensationellen Leistung führt Jennifer Lopez („Manhattan Love Story“, „The Cell“, „Out of Sight“) den Cast von HUSTLERS an, zusammen mit Constance Wu („Crazy Rich“), Keke Palmer („Scream“) und Lili Reinhart („Riverdale“) mischt sie die Welt der Wall Street auf. In weiteren Rollen spielen u.a. Julia Stiles („Jason Bourne“) und die Rapperinnen Cardi B und Lizzo.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: LEONINE
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Interviews, B-Rolls, Featurette, Audikommentar der Regisseurin

Video on demand - Hustlers

DVD und Blu-ray | Hustlers

Blu-ray
Hustlers Hustlers
Blu-ray Start:
10.04.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 110 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Hustlers Hustlers
DVD Start:
10.04.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 106 min.

Blu-ray Kritik - Hustlers

Blu-ray Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 9/10
Ton: | 10/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 9/10


Destiny (Constance Wu) heißt eigentlich Dorothy, nennt sich aber anders, da sie in einem Stripclub das Geld für sich, ihre Tochter und ihre Großmutter (Wai Ching Ho) erarbeiten muss. Es läuft aber nicht so wirklich, also holt sie sich Tipps von der sehr erfahrenen Ramona (Jennifer Lopez). Die Zusammenarbeit läuft einige Zeit sehr gut, doch durch die Finanzkrise im Jahr 2017 verlieren sich die beiden. Als sich die Lage wieder beruhigt hat, kehrt Destiny zurück, doch die Kunden, meistens Bänker, halten sich nicht mehr in Stripclubs auf. Sie müssen also eine andere Möglichkeit finden, um an Geld zu kommen, doch rutschen dabei auf die schiefe Bahn.

„Hustlers“ ist ein amerikanisches Drama, welches auf dem Artikel „The Hustlers at Scores“ von Jessica Pressler basiert. Dementsprechend zeigt der Film die Weltfinanzkrise von einer ganz anderen Perspektive. Es geht eben nicht nur um die Geschäftsmenschen, die ihr Geld verlieren, sondern um Personengruppe, die ihr Geld hauptsächlich mit den Bänkern und Aktionären verdient. Der Film fängt mit dem ersten Arbeitstag von Destiny an. Sie findet aber schnell heraus, dass ihr gewisse Fähigkeiten fehlen. Durch eine Einführung von Ramona, lernt sie nicht nur, wie sie Männer besser verführen kann, sondern findet eine neue Freundin. Die beiden werden über die Zeit ein sehr begehrtes Pärchen und verdienen sich eine goldene Nase. Der Film erzählt dann fast schon dokumentarisch, wie sich die beiden Frauen anfreunden, immer reicher werden und typische Gespräche zwischen einander haben. Erst nach dem ersten Drittel zeigt sich, dass all das Gesehene eine Erzählung von Destiny ist. Der Film springt in das Jahr 2014 und zeigt wie Destiny ein Interview der Reporterin Elizabeth (Julia Stiles) gibt. Die allgemeine Stimmung ändert sich komplett. Destiny wirkt nicht mehr so lebendig und fast schon naiv, sondern viel weiser und in einer gewissen Weise schon traurig. Man merkt, dass etwas vorgefallen ist. Der Film springt aber wieder zurück, sodass weitere Informationen erstmal vorenthalten werden.

Verstehen sich blind: Ramona (Jennifer Lopez) und Destiny (Constance Wu)
Verstehen sich blind: Ramona (Jennifer Lopez) und Destiny (Constance Wu) © LEONINE
Mit dieser neuen Metaebene wirkt der Film sofort ganz anders. Natürlich fragt man sich jetzt, was vorgefallen ist. Sämtliche weitere Handlungspunkte erscheinen umso wichtiger, da sie ja das Geheimnis lüften könnten. Die Geschichte nimmt aber generell an Spannung zu, da in sehr großartigen Szenen die Weltfinanzkrise gezeigt wird. Der Film schafft es diese Katastrophe unglaublich spektakulär darzustellen, da es eben nicht nur um Zahlen geht, sondern um Existenzen. Danach braucht der Film aber einiges an Zeit, um wieder auf das Niveau zu kommen. Es stellt sich in gewisser Weise auch die Frage, weshalb der Kontakt zwischen den beiden Freudinnen zu abrupt abbrechen konnte. Der Film geht leider nicht darauf ein und nach dem Wiedersehen scheint alles wieder normal. Danach entwickelt sich der Film noch weiter, denn er wird fast schon zu einem Heist-Film, denn es muss eine neue Möglichkeit zur Geldbeschaffung her. Der Film zeigt dann auch mehr Sachen aus der Gegenwart und wird ziemlich spannend. Es entwickelt sich ein sehr interessanter Plot, dessen Auflösung wirklich gut gemacht ist.

Sexy, clever und taff (v.l.n.r.): Annabelle (Lili Reinhart), Ramona (Jennifer Lopez), Mercedes (Keke Palmer) und Destiny (Constance Wu)
Sexy, clever und taff (v.l.n.r.): Annabelle (Lili Reinhart), Ramona (Jennifer Lopez), Mercedes (Keke Palmer) und Destiny (Constance Wu) © LEONINE
Natürlich klingt der Film auf dem ersten Blick sehr flach. Filme, die in einem Stripclub spielen, haben meist auch kein anspruchsvolles Niveau, aber „Hustlers“ ist da komplett anders. Natürlich ist Erotik und Freizügigkeit ein großes Thema in diesem Film, aber in diesem sehr einfühlsamen Drama wird noch so viel mehr erzählt. Es gibt unheimlich viele starke Frauenrollen und der Film zeigt, dass es in einer Männer-dominierten Szene auch viel Möglichkeit zur Ausarbeitung von weiblichen Figuren gibt. Dabei driftet der Film aber zu keinem Fall in den Männerhass über, sondern setzt beide Geschlechter gleichwertig. Der Film hat als Leitmotiv die Emanzipation und das funktioniert wunderbar.

Die Regisseurin Lorene Scafaria („Auf der Suche nach einem Freund für das Ende der Welt“/„Mit Besten Absichten“) hat ein wirkliches Händchen für starke Frauenrollen. Der Film strotzt nur so von ihnen, was zum Teil am genialen Drehbuch liegt, aber auch an den wirklich talentierten Schauspielerinnen. Constance Wu („Crazy Rich Asians“/„Sound of My Voice“), Jennifer Lopez („Manhattan Queen”/„Out Of Sight”) und Julia Stiles („Silver Linings”/„Bourne”-Reihe) leisten wundervolle Arbeit. Es gibt aber auch viele Persönlichkeiten, die in dem Film ihr schauspielerisches Können zeigen, auch wenn sie nicht aus dieser Branche bekannt sind, wie Cardi B, Lizzo und Usher.

Diamond (Cardi B) und Destiny (Constance Wu) machen sich bereit für die große Show
Diamond (Cardi B) und Destiny (Constance Wu) machen sich bereit für die große Show © LEONINE
Bild:
Der Film beinhaltet sehr verschiedene Locations. Dementsprechend sind die Farbgestaltungen nahezu immer anders, sodass man keine genaue Beschreibung der Farbpalette abgeben kann. Im Stripclub sind die Farben eher bunt und kräftig, wobei Szenen bei den Figuren Zuhause fast schon etwas Steriles haben. Nichtsdestotrotz kommt es zu keinem Rauschen und die Farbwerte sind sehr akkurat.

Ton:
Der Ton wurde auf DTS-HD Master Audio 5.1 abgemischt und hat keinerlei Störungen. Der Film bietet einen wunderbaren Soundtrack, der mit sehr vielen bekannten Songs bestückt ist. Die Musik trägt sehr viel zur Atmosphäre des Films bei, sodass die allgemeine Stimmung wirklich grandios ist.

Extras:
Auf der Blu-ray befinden sich leider nur Trailer und ein Featurette vom roten Teppich des Filmfestivals in Toronto.


Fazit:
Fazit: „Hustlers“ ist das perfekte Beispiel dafür, dass ein extrem klischeebesetztes Genre trotzdem noch wahre Meisterwerke hervorbringen kann. Natürlich denkt man bei einem Film rund um Stripperinnen nur an freizügige Frauen und viel Sexualität, doch der Film hat eine wunderschöne Metaebene, die bisher nur in sehr wenigen Genrevertretern zu erkennen ist. Ein absolutes Highlight, was man sich nicht entgehen lassen sollte.


by René Fischell
Bilder © LEONINE




Hustlers - Trailer