Hunting Season - Blu-ray

Blu-ray Start: 09.08.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 90 min

Hunting Season Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Die beiden Brüder Nate und Skylar Towne unternehmen einen Jagdausflug. Was ein entspannter Tag werden soll, endet jedoch in einer blutigen Tragödie, als Nate ungewollt Bürgermeister Dick Cavanaugh erschießt. Die beiden Brüder kommen sofort in Polizeigewahrsam und ihr eigener Vater, der Sheriff der Stadt, übernimmt die Ermittlungen im Fall. Gleichzeitig lässt die mächtige Cavanaugh-Familie nichts unversucht, die beiden Brüder des gezielten Mordes an Dick Cavanaugh zu überführen. Die Situation eskaliert endgültig, als Nate und Skylar aus dem Gefängnis flüchten. Gejagt von einem wütenden Lynchmob müssen die Brüder um ihr Leben kämpfen. Die einzige Hoffnung ist ihr Vater, der versucht die Unschuld seiner Söhne zu beweisen. Doch sind Nate und Skylar wirklich unschuldig oder doch kaltblütige Killer?

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Mad Dimension
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Hunting Season

Blu-ray
Hunting Season Hunting Season
Blu-ray Start:
09.08.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 90 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Hunting Season Hunting Season
DVD Start:
09.08.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 86 min.

Blu-ray Kritik - Hunting Season

Blu-ray Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 4/10


Dumm geschossen: Als die Brüder Nate und Skylar Towne bewaffnet auf der Pirsch im Wald unterwegs sind, erlegen sie statt des gewünschten Wildgetiers Bürgermeister Dick Cavanaugh. Ein Volltreffer wider Willen oder gezielte Tötung? Ihr Vater und Sheriff Bloom Towne (Ted Levine, spielte einst Buffalo Bill in „Das Schweigen der Lämmer“) hat zunächst keine Zeit, sich darüber den Kopf zu zerbrechen, scheint doch nahezu jeder Hillbilly in der Stadt mit dem Cavanaugh-Clan verwandt zu sein – und der ist bei seiner Lynch-Hetze wenig zimperlich. Zumal ihm Nate und Skylar zusätzliche Munition liefern, als sie aus einem Gefängnis-Transporter und damit vor der Gerichtsverhandlung fliehen. Ein Schuldeingeständnis?

Das Szenario, das „Hunting Season“ entwirft, ist nicht ohne Reiz, kommt aber im Gewand eines biederen Provinz-Krimis daher. Das Regie-Duo Silver Tree und Abe Levy inszeniert seine Flucht-in-Ketten-Version mit Western-Anleihen so verschnarcht und umständlich, dass einem das Schicksal der beiden Brüder bis zum obligatorischen Showdown ziemlich schnurz bleibt. Suggeriert das Blu-ray-Cover mit seinen Schlagwörtern Shoot - Kill - Run - Hide und dem Zusatz „Uncut“ einen knackigen Backwood-Schocker mit hohem Adrenalinpegel, kommt die tatsächliche Menschenjagd indes weitgehend unaufgeregt und dröge daher – wenn sich die teils unterbelichteten Verfolger nicht gerade aus Langeweile die Bierflaschen vom Kopf schießen. Die FSK ab 18 Jahre ist in diesem Fall ein schlechter Scherz – ebenso wie die in den Hauptrollen mit ihren Möchtegern-Outlaw-Posen stellenweise überforderten Jungmimen.

So ist es an einem alten Haudegen wie Ted Levine, die Glanzlichter zu setzen. Die Rolle als Vater in Gewissensnot, die der kernige Ex-Chef von Detektiv-Genie „Monk“ abbekommen hat, ist noch die interessanteste in „Hunting Season“. Auch wenn die konstruierte Background-Story um die verunfallte Ehefrau die Figur stellenweise recht unglaubwürdig erscheinen lässt. Zudem weiß der Film mit den Familienkonflikten der Townes nicht wirklich viel anzufangen und wählt im Finale daher einen wenig originellen Ausweg. Die Flucht nach vorne als letztes Mittel haben schon etliche Helden in Bedrängnis vorher gesucht. Aber wer sich zum Beispiel das Ende von „Zwei Banditen“ (1969) oder „The Wild Bunch“ (1969) vor Augen führt, kann bei „Hunting Season“ nur müde lächeln.

Gibt es am Ton wenig zu meckern, auch wenn die deutsche Synchronisation mal wieder nur Durchschnitt liefert, haut einen die auf dem Cover beschriebene „atemberaubende Naturkulisse“ auf der Blu-Ray nicht gerade aus dem Sofa. Vieles wirkt eher grau und öde – und passt sich damit wiederum dem Gesamtniveau des Werkes an. Einzige Extras sind Trailer.

„Hunting Season“ ist eine ziemliche Enttäuschung auf nahezu allen Ebenen. Der Plot kommt arg holprig daher, die Darsteller sind weitgehend blass (z. B. Matthew Lillard aus „Scream“ als Bruder des Opfers) und optisch holt das Setting zu wenig heraus. Wer mal eine packende Verfolgung durch die Natur sehen will, dem sei an dieser Stelle „Mörderischer Vorsprung“ (1987) mit Tom Berenger empfohlen. Und ein Klassiker zum Thema Lynchmob hetzt Unschuldigen ist „Ein Mann wird gejagt“ (1966) mit Marlon Brando und Robert Redford.

by Florian Ferber
Bilder © Alive / Mad Dimension