Hesher - Der Rebell - Blu-ray

Blu-ray Start: 28.09.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 106 min

Hesher - Der Rebell Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Hesher ist Mitte 20, hasst die Welt, steht auf Pornos, laute Musik und Dinge, die man anzünden kann. Als er den 13-jährigen T.J. trifft, zieht Hesher kurzerhand in dessen Garage ein. T.J. lebt seit dem tragischen Tod der Mutter mit seinem Vater bei Großmutter Madeleine, die versucht, ihnen neuen Lebensmut zu geben. Hesher wird, trotz all seiner Defizite, zur einzigen Person, die diese Familie noch zusammen hält. Für T.J. avanciert Hesher zum Vorbild, dem man auch die heimliche Liebe zur Supermarktkassiererin Nicole gestehen kann. Was sich jedoch bald als Fehler herausstellt...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Hinter den Kulissen, Outtakes, Entfallene Szenen, Luftverkehr, Original Kinotrailer, Teaser

DVD und Blu-ray | Hesher - Der Rebell

Blu-ray
Hesher - Der Rebell Hesher - Der Rebell
Blu-ray Start:
28.09.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 106 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Hesher - Der Rebell Hesher - Der Rebell
DVD Start:
28.09.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 101 min.

Blu-ray Kritik - Hesher - Der Rebell

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 9/10
Ton: | 7/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 7/10


Es existieren viele Filme, die von Verlust und Trauer handeln. Oft wird in diesen Geschichten auch von der Vernachlässigung der noch Lebenden berichtet und wie im Besonderen Kinder mit solchen Erlebnissen umgehen. Der Film „Hesher – Der Rebell“ (OT: Hesher, Spencer Susser, 2010) erzählt uns genau so eine Geschichte, doch versucht er auf eine unkonventionelle Weise über dieses Thema zu sprechen, indem der Film um die Figur „Hesher“ herum aufgebaut wird.

T.J. (Devin Brochu), ein 13 jähriger Junge, hat seine Mutter verloren und ist zusammen mit seinem seit dem Unfall lethargischen, tablettensüchtigen Vater Paul (Rainn Wilson) bei seiner Großmutter Madeleine (Piper Laurie) eingezogen. Während sein Vater die Tage schlafend auf der Couch verbringt, geht T.J. andere Wege, um seine Trauer zu verarbeiten. Er versucht den ganzen Film über das Auto von seiner Mutter vor dem Ende auf dem Schrottplatz zu bewahren und verbringt seine restliche Zeit entweder in der Schule oder läuft ziellos durch die Gegend. Zudem wird er immer wieder zum Opfer eines örtlichen Schlägers, wobei ihm einmal die Kassiererin Nicole (Natalie Portman) zu Hilfe kommt. Bei einem seiner Streifzüge lernt er außerdem noch den gewalttätigen und seltsamen Metal-Head Hesher (Joseph Gordon-Levitt) kennen. Dieser quartiert sich unverschämter Weise einfach in die Garage der Familie ein und bringt deren Leben, vor allem das von T.J., kräftig durcheinander.

Das Langfilmdebüt von Spencer Susser erzählt uns auf der einen Seite eine gewohnte Geschichte über Trauerverarbeitung und zeigt in dieser die dafür verschiedenen Ansatzpunkte. Auf der anderen Seite gewinnt die Story an unkonventionellen Aspekten durch die Person Heshers, die auf teilweise recht dekonstruktive Art und Weise seinen Teil zur Trauerarbeit beiträgt. Mit seinen Handlungen, Metaphern und seiner gesamten Lebensweise versucht er, den einzelnen Familienmitglieder etwas zu vermitteln. Mit seinen radikalen Aktionen steht Hesher für das Ausbrechen aus der Lethargie und er zeigt dem Jungen indirekt Wege, wie dieser aus seiner Opferrolle entfliehen kann. Der Zuschauer mag sich vielleicht über den rabiaten, stets vulgären Ton Heshers wundern, aber wenn man ihn als Alter Ego T.J.s betrachtet, ist die Härte zu verstehen. Der junge T.J., der von allen nur herumgeschubst wird, würde gern ein ungezwungenes und befreiteres Leben wie Hesher führen. In dieser Vorstellung würde er das Mädchen bekommen, welches er will, sich an dem brutalen Schläger rächen und auch seinem Vater Paroli bieten können. Aber dazu fehlt T.J. allein der Mut und so wird Hesher zum Katalysator. Aber auch die Kassiererin Nicole ist wichtig für die Trauerverarbeitung. In ihr findet T.J. einen mitfühlenden Menschen und entwickelt positive Gefühle für sie. So zeigt uns der Film die zwei wichtigsten Vorraussetzungen, um wieder ins Leben zurück zufinden: Motivation und Mitgefühl. Trotz einigen gefühlten Längen kann der Film dies gut vermitteln.
Devin Brochu in der Rolle des T.J.s spielt den 13jährigen von Verlust gezeichneten Jungen überzeugend und schlägt damit schauspielerisch die Riege von bekannten Erwachsenen. Joseph Gordon-Levitt und Natalie Portman spielen ihre Rollen solide, obwohl es scheint, dass sie ihr Potential nicht voll ausgeschöpft haben. Überzeugen kann der Film aber wiederum mit seinem Setting, seiner Ausstattung und der verwendeten Musik. Die Metal-Musik, die ein Stilmittel für die Figur des Heshers ist, wird recht sparsam aber immer passend eingesetzt. Die Aufnahmen der Stadt, die meist grau und trist wirken, und das Interieur der großmütterlichen Wohnung, die zu dunkel und vollgestellt wirkt, spiegeln wunderbar das Innenleben der Protagonisten wieder, welches von Lethargie und Trauer gezeichnet ist.

Die Bildqualität und der Ton der Blu-Ray sind erwartungsgemäß gut und das Bonusmaterial ist umfangreich. Dieses besteht aus mehreren Trailern (zu dem Film „Hesher“ sowie zu anderen Filmen), entfallenen Szenen und einem siebenminütigen Making-Of. Zudem bestehen die Extras zu einem Großteil aus witzigen Zusammenschnitt (Outtakes, Fart Reel und Air Traffic). Das gesamte Material ist eher amüsant als informativ.

Fazit: Der Film „Hesher“ erzählt ein traurige, melancholische Geschichte über den Verlust eines geliebten Menschen und den nachfolgenden Umgang mit diesem Todesfall. Als Portrait einer trauernden Familie ist Susser ein einfühlsames Werk gelungen. Die Figur Hesher bietet einen guten Katalysator. Es stellt sich nur die Frage, ob es die extreme Radikalität und Vulgarität Heshers in dieser Konsequenz zur Vermittlung des Inhaltes benötigt hätte.

by Doreen Matthei
Bilder © Koch Media Home Entertainment