Herbststurm - Blu-ray

Blu-ray Start: 03.09.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 96 min

Herbststurm Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Die Ärztin Helen trauert nach dem Tod ihres geliebten Ehemanns. Über Wochen zieht sie sich in ihre einsame Inselhütte zurück, um ihren Verlust zu verarbeiten. Doch ihre Einsamkeit wird jäh unterbrochen, als ein angeschossener Mann angespült wird. Helen pflegt ihn, doch er äußert sich nicht zu seiner Schusswunde. Durch einen vorüberziehenden Sturm werden die beiden über Nacht komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Plötzlich taucht ein bewaffneter Mann auf, um sein Vorhaben zu Ende zu führen...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Tiberius Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailer

DVD und Blu-ray | Herbststurm

Blu-ray
Herbststurm Herbststurm
Blu-ray Start:
03.09.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 96 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Herbststurm Herbststurm
DVD Start:
03.09.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 92 min.

Blu-ray Kritik - Herbststurm

Blu-ray Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 5/10


Die Ärztin Helen Matthews (Patricia Clarkson) fährt mit einem Motorboot zu ihrem Haus an See. Einsam läuft sie durch das Gebäude. Viele Erinnerungen kommen hoch. Denn hier verbrachte sie die Urlaube mit ihrem Mann James (Callum Keith Rennie). Dieser ist seit einem Jahr tot. Er fuhr mit dem Boot einkaufen, geriet in einen Sturm und kam nicht wieder. Um zu sich selbst zu finden und sich ihren Gefühlen zu stellen, verlässt sie Toronto und ihren Sohn Henry (Eric Murdoch) und begibt sich zu dem Seehaus. Dort verbringt sie die Tage alleine und räumt auf. Bis sich ein Sturm abzeichnet und der fremde Mann William Grant (Scott Speedman) ihr Haus betritt und auf dem Wohnzimmerboden zusammenbricht – er wurde angeschossen. Was steckt dahinter?

Die Geschichte ist unterdurchschnittlich umgesetzt. Schon der Beginn ist schleppend. Zwar bekommt die Figur Helen eine gewisse Tiefe und der Zuschauer erhält Einblicke in ihr Seelen- und Gedankenleben. Doch der Anfang ist (zu) ruhig, es passiert zu wenig, was den Zuschauer heutzutage bei der Stange hält und an den Bildschirm fesselt. Das ändert sich mit dem Auftauchen des Charakters William zumindest ein wenig, da eine gewisse Dynamik entsteht. Wem gediegene Filme ohne jeglichen Höhepunkt ansprechen, der könnte hier fündig werden. Zumal solche Filme nur noch sehr selten gedreht werden. Für alle anderen bleibt „Herbststurm“ jedoch durchgehend ereignisarm. Sogar das Ende vermag keine Spannung in den Film zu bringen, weil es vorhersehbar ist und keine überraschende Wendung eingebaut wurde. Zudem wirkt es storytechnisch nicht glaubwürdig, da der Charakter von Tim Roth sehr oberflächlich bleibt, weshalb dessen Handlungen nicht überzeugend wirken. Auch sonst bleibt durch den teilweise sehr langsamen, dann wiederum sehr abrupten Schnitt einiges im zwischenmenschlichen Bereich im Argen. So weicht die Skepsis von Helen gegenüber Will zu schnell und unerklärt Zuneigung. Die Storyline hat demnach viele Schwächen, obwohl das Potenzial der universellen Themen Tod, Verarbeiten des Todes von vertrauten Menschen, Einsamkeit und Selbstfindung immer wieder aufblitzt. Mehr allerdings nicht. Dazu kommen die zwiespältige Kameraführung, die mal ruhig und dynamisch, dann wiederum unnötig rucklig ist und die durchwachsene deutsche Synchronisation. Patricia Clarkson hat schon wieder eine neue Synchronstimme. Diese lässt sie sehr alt klingen, zudem fehlen immer wieder die Ausdrucksstärke und Emotionen. Immerhin hat Scott Speedman eine gute Stimme und Tom Roth mit Udo Schenk einen kernigen, professionellen Sprecher abbekommen, der ihn schon mehrfach vertont hat. Die schönen, stimmigen Locations und die feinfühlige, atmosphärische Musikuntermalung fallen hingegen positiv auf. Leider sind die Effekte peinlich. Durchgehend ist zu erkennen, dass der Regen künstlich erzeugt wurde und auch die Äste im Hintergrund wirken nicht sturmgepeitscht. Stattdessen mag man förmlich erkennen, wie unten einige Leute an den Bäumen zerren. Das wirkt komplett unrealistisch und kostet viel Atmosphäre. Eine Erwähnung am Rande wert ist die falsche Zeitangabe. Laut Coverrückseite und Verleih hat die Blu-ray-Fassung eine Länge von 96 Minuten. In Wahrheit sind es nur 91 Minuten und zehn Sekunden.

Die Schauspieler machen ihre Sache solide. Patricia Clarkson (Cairo Time, Einfach zu haben, Shutter Island) kommt leider nicht an ihre gewohnte Klasse heran und hat einige merkwürdige mimische Ausdrucksweisen, die nicht immer zur Situation passen, was an einigen Stellen auch für Scott Speedman (Underworld, Gangsters, The Captive) gilt, der ansonsten sehr eindringlich und intensiv spielt. Auch Clarkson hat ihre guten Momente. Tim Roth (Selma, Pulp Fiction, Grace of Monaco) spielt glaubhaft den Bösewicht, auch wenn seine Rolle an sich sehr oberflächlich ist.

Die Blu-ray-Umsetzung ist gut. Das Bild ist durchgehend scharf, aber auch an einigen Stellen krislig. Der Ton ist hingegen laut, deutlich und detailreich im DTS-HD-Master-5.1-Sound abgemischt. Extras gibt es mit Ausnahme einer vierteiligen Trailershow nicht, weshalb interessierte Zuschauer sehr enttäuscht sein dürften, da man nichts über die Hintergründe der Produktion erfährt und auch keine Erklärungen für die Storyführung erhält.


Fazit:
Durchschnittlicher Film, der nur Leute anspricht, der mit sehr, sehr ruhigen Werken ohne wirklichen Höhepunkt etwas anfangen können und auch die Schwächen der Storyline akzeptieren. Immerhin sind die Musikuntermalung und die Blu-ray-Umsetzung gelungen. Es ist schade, wie weit Nadda hinter ihrem exzellenten Film „Cairo Time“ zurückbleibt.

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by Stefan Bröhl
Bilder © Tiberius Film