Henry - Portrait of a Serial Killer (Special Edition) - Blu-ray

Blu-ray Start: 26.10.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 82 min

Henry - Portrait of a Serial Killer (Special Edition) Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Henry teilt sich mit seinem alten Knastkumpan Otis eine schäbige Wohnung in einem heruntergekommenen Viertel in Chicago. Was Otis weiß: Henry arbeitet tagsüber als Kammerjäger. Was Otis nicht weiß: so wie andere abends fernsehen bringt Henry in seiner Freizeit wahllos Leute um – einfach so, aus Langeweile und zum Zeitvertreib. Als Otis’ Schwester Becky dann aber überraschend einzieht, ist es vorbei mit dem schweigsamen Nebeneinander der beiden Männer. Henry öffnet sich zusehends und findet bald in Otis einen mehr als willigen Schüler. Von nun an ziehen die zwei gemeinsam mordend durch die Stadt und Becky ahnt nicht das Geringste…

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG / Bildstörung
Tonformate:
Deutsch LPCM Mono
Englisch LPCM Mono
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 1,33:1 (4:3 Vollbild) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Audiokommentar von Regisseur John McNaughton
- Portait: The Making of HENRY
- The Serial Killers: Henry Lee Lucas
- Interview mit Regisseur John McNaughton
- John McNaughton im Gespräch mit Nigel Floyd
- Deleted Scenes und Outtakes mit Kommentar von John McNaughton
- Britische Zensurgeschichte
- Original Storyboards
- Booklet

DVD und Blu-ray | Henry - Portrait of a Serial Killer (Special Edition)

Blu-ray
Henry - Portrait of a Serial Killer (Special Edition) Henry - Portrait of a Serial Killer (Special Edition)
Blu-ray Start:
26.10.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 82 min.

zur Blu-ray Kritik
Henry - Portrait of a Serial Killer Henry - Portrait of a Serial Killer
Blu-ray Start:
27.03.2015
FSK: 18 - Laufzeit: 82 min.
DVD
Henry - Portrait of a Serial Killer (Special Edition) Henry - Portrait of a Serial Killer (Special Edition)
DVD Start:
26.10.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 79 min.
Henry - Portrait of a Serial Killer Henry - Portrait of a Serial Killer
DVD Start:
27.03.2015
FSK: 18 - Laufzeit: 79 min.

Blu-ray Kritik - Henry - Portrait of a Serial Killer (Special Edition)

Blu-ray Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 8/10
Ton: | 9/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 9/10


„Henry – Portrait Of A Serial Killer” wurde in den 1990er Jahren indiziert und erst 2012 wieder aus der Liste der jugendgefährdenden Medien gestrichen. Das Label Bildstörung bringt den verstörenden Film nun in einer großartigen Special bzw. limitierten Edition heraus.

Zu Beginn des Filmes wird klargestellt, dass „Henry – Portrait Of A Serial Killer” auf realen Ereignissen eines Mannes namens Henry basiert, die Geschichte bezüglich der Personen Ottis und Becky jedoch reine Fiktion ist. Henry ist Henry Lee Lucas, der als Teenager seine Mutter getötet hatte und nach einer verbüßten Gefängnisstrafe eine Vielzahl weiterer furchtbarer Morde beging. Obwohl der Film die Geschichte von Ottis und Becky als fiktiv bezeichnet, gab es sie doch. Lucas lernte Ottis Toole in den 1970er Jahren kennen und die beiden ermordeten wahrscheinlich eine große Anzahl von Menschen zusammen. Später stieß Ottis junge Nichte Becky zu der Gruppe.

Bereits in der ersten Szene legt „Henry – Portrait Of A Serial Killer” fest, um was für eine Art Film es sich handelt – einen unbequemen Film. Es werden Menschen gezeigt, die aufs Grausamste von Henry (Michael Rooker) getötet wurden. Die eigentliche Tat sieht man nicht, man hört sie aber zu dem jeweiligen Bild. Zwischendurch wird eben dieser Henry beim Mittagessen und kurzen Flirt mit einer Kellnerin gezeigt – eben ganz normal. Tatsächlich wirkt Henry im Vergleich zu seinem Mitbewohner Otis (Tom Towles) sogar sympathisch. Henry bringt Otis das Morden bei, erklärt ihm, wie er niemals erwischt wird „töte niemals auf die gleiche Weise“ und Otis ist sehr gelehrig. Doch im Gegensatz zu Henry rastet Otis mehr aus, will sich noch an toten Frauen vergehen, woran ihn Henry hindert. Interessanterweise soll im wahren Leben Henry Sex mit toten Frauen gehabt haben. Der Zuschauer wird in Otis und Henrys Geschichte mit hineingezogen, ob er will oder nicht. Das schafft Regisseur John McNaughton durch eine besondere Kameraarbeit. Er lässt Henry und Otis ihre Taten filmen und sie das Video auf dem heimischen Sofa als Unterhaltung ansehen. Durch einen Perspektivwechsel hat man nun das Gefühl, neben diesen schrecklichen Männern zu sitzen. Furchtbar eindrucksvoll. „Henry – Portrait Of A Serial Killer” ist kein spaßiger Serienkillerfilm, er ist ein düsteres Porträt von zwei „realen“ Männern, die tatsächlich morden und man hat sicher nicht nur bei dem Überfall auf die Familie das Gefühl, echte Morde zu sehen. Der Film ist eindeutig nichts für zarte Gemüter – aber auch nicht für Menschen, die reine Blutorgien sehen wollen. Denen wird „Henry“ eventuell etwas zu langsam in seiner Erzählstruktur sein.

Die limitierte Edition kommt in einem Pappschuber daher, welches wieder mit einem extra Papiereinband, auf dem das FSK Logo sowie das Blu-ray Logo zu sehen ist, umwickelt ist. Neben dem Hauptfilm, der mit einem Audiokommentar des Regisseurs angesehen werden kann, enthält die Edition ein mehrseitiges Heft, in der man u. a. die Begründung zur Indizierung und zur Listenstreichung von „Henry“ lesen kann, außerdem eine Bonus-Blu-ray sowie eine CD mit dem Soundtrack. Der Soundtrack ist auf 500 Stück je DVD bzw. Blu-ray limitiert und lässt den Film noch einmal lebendig werden – vielleicht etwas zu deutlich. Die dumpfen Töne sind mit Schreien der Opfer und anderen Geräuschen (brechende Halswirbel, Zahnarztbohrer) unterlegt und machen das Grauen wieder deutlich. Zum Glück gibt es zwischendurch ein paar beschwingte Stücke. Die Bonus-Blu ray ist gut zusammengestellt. Man findet u. a. Making ofs, ein Überblick über die Zensurgeschichte und einen Beitrag über die echte Person Henry, der auch selbst zu Wort kommt. Hier wird besonders klar, was für ein Mensch Henry ist. Er selbst, gesteht er ein, hat zwar seine Mutter getötet, aber der WIRKLICH verrückte ist Ottis!

Dem Bild sieht man sein Alter an, „Henry – Portrait Of A Serial Killer“ stammt aus dem Jahr 1986. Die Bilder sind grobkörnig und dunkel, was aber hervorragend zur Stimmung des Filmes passt.

Fazit: Ein intensiver, verstörender Film, der durch einen brillanten Michael Rooker als Henry noch lange im Gedächtnis bleibt.

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by Gesa-Marie Pludra
Bilder © Alive AG / Bildstörung