Headhunter - Die Macht des Geldes - Blu-ray

Blu-ray Start: 19.07.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 107 min

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Inhalt

Der Ex-Journalist Martin Vinge (Lars Mikkelsen) erhält ein Angebot, das er nicht ablehnen kann: Der Chef des weltweit agierenden dänischen Ölkonzerns, Niels Frederiks Sieger (Henning Moritzen), beauftragt ihn, einen Nachfolger für die Unternehmensleitung zu finden. Das Headhunting soll im Geheimen erfolgen, denn eigentlich hat Siegers Sohn Daniel (Flemming Enevold) Ambitionen auf den Posten. Der alte Sieger jedoch will frisches Blut im Konzern. Nach und nach verstrickt sich Martin Vinge in ein Netz aus Intrigen und brutalen Machtspielen, in deren Verlauf auch seine eigene Familie in Gefahr gerät.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: FilmConfect Home Entertainment GmbH
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Dänisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Deleted Scenes, Audiodeskription, Originaltrailer

DVD und Blu-ray | Headhunter - Die Macht des Geldes

Blu-ray
Headhunter - Die Macht des Geldes Headhunter - Die Macht des Geldes
Blu-ray Start:
19.07.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 107 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Headhunter - Die Macht des Geldes Headhunter - Die Macht des Geldes
DVD Start:
07.07.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 107 min.

Blu-ray Kritik - Headhunter - Die Macht des Geldes

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 7/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 8/10


Spätestens seit dem Erfolg der „Millennium“-Trilogie nach den Büchern von Stieg Larsson sind skandinavische Filme der Hit in Europa. Mit einem guten Jahr Verspätung erscheint vielleicht gerade deshalb nun die Blu-ray zum dänischen Politthriller „Headhunter“ (leicht zu verwechseln mit Jo Nesbøs „Headhunters“) auf dem deutschen Markt. Was taugt die düstere Kost – Hollywood-Niveau oder eher Videothekenschrott?

Martin Vinge (Lars Mikkelsen) arbeitet als professioneller „Headhunter“: Er agiert als eine Art Personalvermittler für leitende Posten in dänischen Großunternehmen. Eines Tages engagiert ihn Niels Sieger (Henning Moritzen), der auf der Suche nach einem würdigen Nachfolger für seinen Weltkonzern ist, denn seinem Sohn Daniel (Flemming Enevold) vertraut er dieses Erbe nicht an. Als dieser davon erfährt, findet er Vinges Schwachpunkt – seinen schwerkranken Sohn – und erpresst ihn damit. Vinge sieht sich plötzlich zwischen zwei Fronten und muss sich entscheiden. Immer tiefer verliert er sich in einem Strudel aus Korruption, Gewalt, Macht und Lügen, der auch bald sein eigenes Leben zu bedrohen scheint.

„Headhunter“ richtet seine Veröffentlichungspolitik geschickt nach seinem Namensvetter „Headhunters“ aus – vermutlich um auf der momentan vorherrschenden Erfolgswelle nordischer Filme mit zu reiten. Doch eigentlich hat der 2009 gedrehte Film das gar nicht nötig. Regisseur Rumle Hammerich, der hierzulande den Status eines Unbekannten genießt, verbindet in seinem Film alles, was einen soliden Politthriller ausmacht.
Neben den durchweg überzeugenden und authentischen schauspielerischen Leistungen des Casts besitzt der Film eine ausgeklügelte Story, die den Zuschauer in ihren Bann zieht und Spannung bis zum unerwarteten Finale garantiert. Visuell beeindruckend in Blau- und Grautönen gestaltet, bietet „Headhunter“ eine dichte und leicht bedrückende Atmosphäre, die durch dänische Architekturkunst stimmungsvoll ergänzt wird.
Zu Gute kommt „Headhunter“ weiterhin, dass die außerhalb ihres Landes eher unbekannten Schauspieler einen frischen Wind ins Filmgeschehen bringen und unverbraucht wirken – etwas vollkommen Neues präsentiert wird.
Einziger Wehmutstropfen: Das perfide Kammerspiel, was fast vollkommen ohne unnötige Gewalt auskommt, verliert manchmal die Logik ein wenig aus den Augen.

Die Blu-ray lohnt sich hier wirklich, denn das Bild ist 1A – Schärfe und Detailreichtum sind immer gegeben und unterstützen das triste Farbspiel gekonnt. Für eine skandinavische Produktion lässt sich ausnahmsweise auch die deutsche Synchronisation loben, welche realistisch und passend wirkt. Netterweise wurde auch die dänische Tonspur übernommen. Etwas mau hingegen wirken die Extras; einige entfernte Szenen, die optional mit Audiokommentar angeschaut werden können. Die liebevoll gestaltete Verpackung mit Schuber (leider mit FSK-Flatschen) entschädigt dafür teilweise.

Fazit: „Headhunter“ zeigt, dass packende Politthriller mit guter Story und Charme auch aus Europa kommen können. Der frische Cast und die dichte Atmosphäre bewegen sich durchaus auf Hollywood-Niveau. Chapeau!


by Yannik Riedl
Bilder © FilmConfect Home Entertainment GmbH