Hans Zimmer: Live in Prague - Blu-ray

Blu-ray Start: 03.11.2017
FSK: 0 - Laufzeit: 138 min

Hans Zimmer: Live in Prague Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Hans Zimmer ist einer der erfolgreichsten Filmmusik Komponisten unserer Zeit. Seine zahlreich ausgezeichnete Karriere geht bis in die 80er-Jahre zurück und prägt enge Kooperationen mit renommierten Regisseuren wie Ridley Scott, Tony Scott, Michael Bay, Ron Howard, Gore Verbinski und Christopher Nolan. Seine Werke sind Teil der größten Blockbuster aller Zeiten zusammen mit gefeierten TV Serien wie The Crown und Planet Earth II. Das Konzert wurde am 07. Mai 2016 in Prag im Rahmen der erfolgreichen Europa-Tour aufgezeichnet. Hans wurde von einer Band, einem Orchester, einem Chor und insgesamt 72 Musikern inklusive Johnny Marr an der Gitarre begleitet. Die spektakuläre Bühneninszenierung zeichnete sich durch eine bahnbrechende Lichtshow, atemberaubende Bilder und wunderschönen Klängen aus. Hans Zimmer performt während des Konzerts an mehreren Instrumenten und gibt Einblicke in viele seiner Stücke.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Music Vertrieb
Tonformate:
Dolby Atmos Surround Sound, LPCM Stereo (Englisch)
Untertitel:
Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
TITELLISTE
1) Medley: Driving (Driving Miss Daisy) / Discombobulate (Sherlock Holmes) / Zoosters Breakout (Madagascar) 2) Medley: Crimson Tide / 160 BPM (Angels And Demons) 3) Gladiator Medley: The Wheat / The Battle / Elysium / Now We Are Free 4) Chevaliers De Sangreal (The Da Vinci Code) 5) The Lion King Medley: Circle Of Life (Prelude) / King Of Pride Rock 6) Pirates Of The Caribbean Medley: Captain Jack Sparrow / One Day / Up Is Down / He’s A Pirate 7) You’re So Cool (True Romance) 8) Rain Man: Main Theme 9) What Are You Going To Do When You Are Not Saving The World (Man Of Steel) 10) Journey To The Line (The Thin Red Line) 11) The Electro Suite (themes from The Amazing Spider-Man 2) 12) The Dark Knight Trilogy Medley: Why So Serious? / Like A Dog Chasing Cars / Why Do We Fall / Introduce A Little Anarchy / The Fire Rises 13) Aurora 14) Interstellar Medley: Day One / Cornfield Chase / No Time For Caution / Stay 15) Inception Medley: Half Remembered Dream / Dream Is Collapsing / Mombasa / Time

DVD und Blu-ray | Hans Zimmer: Live in Prague

Blu-ray
Hans Zimmer: Live in Prague Hans Zimmer: Live in Prague
Blu-ray Start:
03.11.2017
FSK: 0 - Laufzeit: 138 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Hans Zimmer: Live in Prague Hans Zimmer: Live in Prague
DVD Start:
03.11.2017
FSK: 0 - Laufzeit: 138 min.

Blu-ray Kritik - Hans Zimmer: Live in Prague

Blu-ray Wertung:
Film: | 10/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 9/10


Hans Zimmer hat etwas Besonderes mit seiner Musik geschaffen, denn es gibt kaum Jemanden, der seine Stücke aus berühmten Filmen wie „Fluch der Karibik“, „Inception“ oder „Der König der Löwen“ nicht kennt und zum Großteil nachsingen kann. Zimmer ist jedoch auch bekannt dafür viele seiner Musikstücke elektronisch zu generieren - wie klingt also seine Musik mit „echten“ Instrumenten? Das demonstrierte er auf seiner Welttour mit 72 Musikern, einem Chor und berühmten Freunden seinerseits wie Johnny Marr (The Smiths) und Lebo M (König der Löwen).

Handlung:
Da es sich hier nun um eine Blu-ray eines Konzertes handelt, wird die Setlist als Handlung gesehen, was gar nicht so verkehrt ist, wenn man überlegt, dass die Musik eine Geschichte erzählt.

Das Orchester mit Hans Zimmer am Klavier
Das Orchester mit Hans Zimmer am Klavier © Pierre Futsch
Das Arrangement beginnt mit einem Medley, welches wiederum mit einer sehr munteren und jazzigen Version von Driving (aus Driving Miss Daisy) beginnt. Das Ticken im Hintergrund dieses Stückes leitet nahtlos in Discombobulated (aus Sherlock Holmes) über und dient auch als Übergang in den letzten Titel des Medleys, Zoosters Breakout (aus Madgascar), dass durch einen genialen Bass, ein Schlagzeug, einem Akkordeon, Violinen einfacher, voller, lebendiger und fröhlicher klingt.

Anschließend gibt es eine kleine Begrüßung von Herrn Zimmer und das Medley aus Crimson Tide und 160 BPM (aus Crimson Tide/ Illuminati), wohingegen letzteres über sieben Minuten in Anspruch nimmt und einfach kein sehr variierendes Stück ist, was durch die Schlagzeugsoli auch nicht interessanter gemacht wird.

Danach wird die Atmosphäre wieder ruhiger und magischer durch ein Medley mit den Liedern aus Gladiator, wobei in „The Battle“ die Akustikgitarren begleitet von Hörnern, besonders bedrohlich klingen. In diesem Medley ist die Dynamik auch sehr schön, da es mit „The Wheat“ aufbauend beginnt, seinen Klimax in „The Battle“ findet, langsam mit „Elysium“ abnimmt und sich letztendlich selbst in „Now We Are Free“ zelebriert.

Hans Zimmer an der E-Gitarre
Hans Zimmer an der E-Gitarre © Pierre Futsch
Im Anschluss folgt „Chevaliers de Sangreal“ (aus Der Da Vinci Code- Sakrileg), das durch die Abstimmung mit dem Gladiator Medley nicht wie im Original sofort mit dem heftigen Chor beginnt, sondern einen langsameren Einstieg mit Violinen und Cello bietet. Diese Variante macht den Chor im Einsatz mächtiger und verleiht dem Stück eine Erhabenheit und ein Gefühl eines verdienten Abschlusses.

Daraufhin folgt sofort „Circle of Life (Prelude)“ und „King of Pride Rock (Reprise)“ aus der König der Löwen, das mit Buyi Zama und Lebo M sowie dem Chor und dem kompletten Orchester auf Anhieb begeistert.

Nach einer kleinen Geschichte zu Lebo M und Zimmers Tochter geht es gewaltig weiter mit „Captain Jack Sparrow“, bei dem das Captain witzigerweise im Originalsoundtrack fehlte. Der Titel wird speziell als Cellokonzert von Tina Guo (Is She With You?) gespielt. „Captain Jack Sparrow“ anderen Titel des Medleys (One Day, Up Is Down, He’s A Pirate) bekommen ebenfalls durch den Chor, den E-Gitarren und dem restlichen Orchester eine kräftigere Präsentation, als im Vergleich zum Originalsoundtrack.

Vom epochalen Fluch der Karibik Medley bleibt man musikalisch mit Hilfe von Marimbas/ Mallet Kats, einer Ukulele und Trommeln mit „You’re So Cool“ (aus True Romance) an diesem Ort und wird anschließend gleich thematisch auf den „Main Theme“ von Rain Men weitergeleitet, der von einem sehr funky Bassteil profitiert.

Bühnenbild und Lichtershow sind grandios
Bühnenbild und Lichtershow sind grandios © Pierre Futsch
Nach Abschluss dieses Stückes ändert sich der Hintergrund der Bühne und „What Are You Going To Do, When You’re Not Saving The World“ (aus Man of Steel) beginnt.
Durch das integrieren des nun bereitstehenden Hintergrundes in die Musik passiert im nächsten Stück „Journey To The Line“ (aus Der schmale Grat) etwas nahezu Magisches auf der Bühne. Daraufhin folgt eine verkürzte Fassung der „Electro Suite“ (aus The Amazing Spider-Man 2) und das Auditorium transformiert für ein paar Minuten in eine Mischung aus Techno- und Metalkonzert.

Wir bleiben erneut in dieser angespannten Stimmung mit dem Dark Knight Trilogie Medley, das mit den kratzenden Streichern in „Why So Serious?“ anfängt, mit einem gedämpften Bass in „Like A Dog Chasing Cars“ übergeht und einen Hybrid aus diesem und „Why Do We Fall“ kreiert. Wobei dieser Hybrid durch das Orchester und vor allem den E-Gitarren in die absolut grandiosesten Versionen von „Introduce A Little Anarchy“ und kurz darauf „The Fire Rises“ verwandelt wird.

Nach diesem Medley wird mit Aurora an die Opfer von Aurora erinnert und mit einer respektvollen Stimmung beginnt das Interstellar Medley (Day One, Cornfield Chase, No Time For Caution, Stay), das mit „Stay“ seinen ekstatischen Höhepunkt erreicht und direkt vom Hornsurren des Inception Medleys (Half Remembered Dream, Dream Is Collapsing, Mombasa, Time) abgelöst wird.

Hans Zimmer mit E-Gitarre
Hans Zimmer mit E-Gitarre © Pierre Futsch
Auch wenn einige Klassiker von Herrn Zimmer noch in dieser Setlist fehlen, so könnte ich mir selber nicht vorstellen, wo sie gepasst hätten. Die Liederwahl beschränkte sich zwar auf die Musiker und was live gut umsetzbar ist, doch bis auf das etwas zu lange 160 BPM ist sie perfekt und meisterhaft arrangiert. Man hat ständige Variation geboten und erkennt selbst, wenn man kein großer Musiker ist bestimmte Themenfelder nach denen die Stücke angeordnet wurden.

Bild und Cinematographie:
Man stellt sich bei einer Konzertaufnahme schon immer die Frage, warum man diese nicht nur auf CD kaufen sollte. Bei „Hans Zimmer Live in Prague“ kann man doch getrost sagen, dass es sich wegen manchen Stücken, die die Lichtershow grandios implementieren, dem insgesamten Bühnenbild, seinen Ansagen zu den Stücken und den sehr sympathischen Musikern auf jeden Fall lohnt. Wer denkt, dass es hektisch oder unübersichtlich auf der Bühne wird, der kann ebenfalls beruhigt sein, denn die Kamera konzentriert sich immer nur auf den, in diesem Moment, wichtigsten Musiker und fängt dadurch auch extrem schöne und emotionale Momente auf der Bühne ein. Leider gab es daher keine Möglichkeit den Winkel zu ändern.

Ton:
Mit der richtigen Heimstudioanlage lohnt es sich aber natürlich noch viel mehr, denn die Lieder haben so viel Variation und Breite, dass man vom tiefsten Bass bis zum höchsten Ton alles dabeihat. Das Audio-Mastering ist unfassbar und wenn man bedenkt, dass dieses Konzert in einem großen Auditorium aufgenommen wurde, ist es erstaunlich. Jedes Instrument und jeder Sänger ist zu hören und bekommt die richtige Menge an Klang. Die Blu-ray unterstützt LPCM Stereo oder Dolby Atmos und klingt in beiden Fällen viel satter, gewaltiger und besser selektiert, als die MP3-Variante.

Extras:
Es war sehr enttäuschend herauszufinden, dass die Blu-ray an sich keine Extras hat. In der Hülle befindet sich jedoch ein kleines Booklet mit vielen Hintergrundinformationen auf Englisch. Auf Youtube bzw. www.Hanszimmer.com gibt es jedoch eine Dokumentation zu seiner Welttour, weshalb es mir ein absolutes Rätsel ist, warum die bereits gedrehte Dokumentation nicht in die Blu-ray integrierte wurde.


Fazit:
Trotz den nicht vorhandenen Extras überzeugt „Hans Zimmer Live in Prague“ durch eine nahezu perfekte Setlist mit interessanten und cleveren Arrangements, einem aufwändigen und spektakulären Bühnenbild, kleine Einblicke in die Musik und den absolut besten Medleys, die man sich aus seiner Karriere zusammenstellen kann. Es ist außerdem absolut grandios gemischt und aufgenommen um es mit Dolby Atmos zu genießen, weshalb es auch klar seiner CD/MP3 Version überlegen ist.

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by Daniel Engel
Bilder © Universal Music Vertrieb