Hands of Stone - Blu-ray

Blu-ray Start: 20.04.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 112 min

Hands of Stone Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Er hat die Seele, die Wut, die mentale Energie und die Entschlossenheit, die der Sport braucht – und darum nimmt Trainerlegende Ray Arcel den jungen Roberto Durán unter seine Fittiche. Arcel liegt mit seiner Einschätzung richtig, sein Schützling wird einer der erfolgreichsten Boxer der Welt werden. Doch vorher muss Durán Herr über seine inneren Dämonen werden. Wenn er sie nicht zähmen kann, wird er im Ring scheitern. Ein harter Kampf beginnt...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Interviews
- Deleted Scenes
- Originaltrailer

DVD und Blu-ray | Hands of Stone

Blu-ray
Hands of Stone Hands of Stone
Blu-ray Start:
20.04.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 112 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Hands of Stone Hands of Stone
DVD Start:
20.04.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 107 min.

Blu-ray Kritik - Hands of Stone

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 9/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 7/10


Fast zwei Jahre nach seiner Premiere bei den Festspielen von Cannes erscheint das Boxer-Biopic „Hands of Stone“ nun auch in Deutschland – wenn auch leider nur im Heimkino. Der weitestgehend konventionelle Film des venezolanischen Regisseurs Jonathan Jakubowicz reiht sich in das seit Anbeginn der Kinogeschichte mit großer Regelmäßigkeit frequentierte Subgenre des Boxfilms ein und bleibt insgesamt ohne große Überraschungen. Das heißt jedoch nicht, dass es dem Jahrzehnte abdeckenden Portrait der panamaischen Sport-Ikone Roberto Durán an sehenswerten Qualitäten mangelt. Durán selbst wird überzeugend und kraftvoll von Edgar Ramírez dargestellt, während Robert De Niro in einem seiner besseren Parts der letzten Jahre als amerikanische Boxtrainer-Legende Ray Arcel mit Facettenreichtum zu gefallen weiß.

Ana de Armas, Edgar Ramírez und Robert De Niro in Hands of Stone
Ana de Armas, Edgar Ramírez und Robert De Niro in Hands of Stone © Ascot Elite Home Entertainment
„Hands of Stone“ schildert präzise und einsichtsreich, wie Durán in den 50er- und 60er Jahren in ärmlichen Verhältnissen in Panama aufwächst und früh lernt, sich durchzuschlagen – ganz im wörtlichen Sinne. Denn Durán wird nicht nur durch die Armut seiner Familie geprägt, sondern auch durch das politische Aufheben seines Heimatlandes, dessen Panama-Kanal im Besitz der Vereinigten Staaten war. Verschiedene Mentoren prägen Durán, einer davon führt ihn schon als Kind zum Boxsport heran, bis er schon mit 16 Jahren seinen ersten Profikampf absolvierte und direkt für Aufmerksamkeit sorgte. Durch den Kontakt seines Managers Carlos Eleta (Rubén Blades) trifft Durán schließlich auf Ray Arcel (Robert De Niro), der in seiner langen Karriere schon zahlreiche Boxer zu Weltmeister-Titeln geführt hat. Die Aussicht von einem Amerikaner trainiert zu werden, sagt Durán angesichts seiner schlechten Erfahrung mit den Besetzern seiner Heimat nur wenig zu. Dennoch entwickelt sich nach holprigem Beginn eine echte Vater-Sohn-Beziehung, die bei „Hands of Stone“ im Mittelpunkt steht. Außerdem zeigt der Film, wie Durán auf seine große Liebe Felicidad (Ana de Armas) trifft, die er schließlich heiratete und fünf Kinder mit ihr auf die Welt brachte.

Edgar Ramírez als Roberto Durán in Hands of Stone
Edgar Ramírez als Roberto Durán in Hands of Stone © Ascot Elite Home Entertainment
Jakubowicz schildert diese Geschichte in erzählerisch sehr konventioneller und altbekannter Weise. Er hangelt sich von Ereignis zu Ereignis, springt etwas unfokussiert zwischen Duráns, Arcels und später sogar Sugar Ray Leonards (Usher) Perspektive hin und her. Letzterer bildet ein zentrales Handlungselement von „Hands of Stone“, denn Duráns Kampf gegen den amerikanischen Boxstar im Jahr 1980 war sicher sein bisheriger Karrierehöhepunkt. Dieser legendäre Kampf führte zu einem direkten Rematch, der zu Duráns ikonischem Zitat „No más“ geführt hat. Die Rivalität der beiden Ausnahmeboxer in und um den Ring steht hier in der zweiten Hälfte im Mittelpunkt und sorgt für manche prägnanten Momente. Dennoch: Immer wieder wirkt „Hands of Stone“ erzählerisch etwas zu unentschlossen, gerade wenn immer mal wieder De Niro als Erzähler fungiert – ein Stilmittel, das nur punktuell eingesetzt wird. Auch manche familiären Nebenplots von Arcel wirken eher überflüssig für die Gesamterzählung und mindern das insgesamt etwas behäbige Tempo des Films.

Felicidad (Ana de Armas)
Felicidad (Ana de Armas) © Ascot Elite Home Entertainment
Überzeugend ist der Film aber sicher in den Momenten zwischen Ramírez und De Niro. Beide spielen hier gut auf und haben eine starke Chemie zueinander, wodurch der Film stellenweise immer wieder dynamisch auflebt. Jakubowicz inszeniert den Film durchaus mit Flair und auch die Boxszenen sind solide choreografiert, ohne aber aus dem Boxfilm-Durchschnitt herauszuragen. Auch spürt man der Inszenierung deutlich an, dass man unbedingt der Persönlichkeit Roberto Durán und seinen Wegbegleitern mit aller Komplexität gerecht werden will, ohne sie jedoch zu glorifizieren. Dennoch kann man hier kaum das Gefühl abschütteln, das alles nicht schon mal gesehen zu haben. Für Fans des Sports ist dr Film aber sicher eine Empfehlung wert.

Sugar Ray Leonards (Usher)
Sugar Ray Leonards (Usher) © Ascot Elite Home Entertainment
Bild
Die Blu-ray von „Hands of Stone“ überzeugt mit einem insgesamt ansprechenden, wenn auch ästhetisch eher unspektakulären Bild. Hier überzeugt die zu warmen Tönen tendierende reichhaltige Farbpalette, die kontrastreich und mit guten Schwarzwerten ansprechend zur Geltung kommt. Das digital auf Arri Alexa aufgezeichnete Bild gefällt auch mit sehr guten Schärfewerten, ohne jedoch zu Höchstwerten aufzulaufen. Bildfehler wie digitales Rauschen bleiben bis auf kleine Ausnahmen aus.

Ton
Die Original-Tonspur der „Hands of Stone“-Blu-ray überzeugt mit einem insgesamt voluminösen und dynamischen Klangbild. Die Filmmusik ertönt ebenso wie zahlreiche atmosphärische Umgebungsgeräusche differenziert über die Surround-Lautsprecher. Gerade bei den Boxkämpfen wird es nicht nur dynamisch und raumfüllend, sondern auch durchaus recht druckvoll und laut. Insgesamt könnten die Dialoge nur eine Spur lauter abgemischt sein, dennoch bleiben sie in einem gut verständlichen Bereich.

Extras
Das Bonusmaterial bietet neben dem deutschen Trailer und entfernten Szenen ein kurzweiliges und informatives Making of, das sich hinter dem Namen Interviews zum Film versteckt. Deutscher Trailer (02:10 Min.) Interviews zum Film (23:33 Min.) Deleted Scenes (10:42 Min.)


Fazit:
Solides, aber sehr konventionelles Boxer-Biopic, das mit spürbarer Leidenschaft für sein Subjekt vorgeht, dabei aber den erzählerischen Faden etwas verliert. Edgar Ramírez und Robert De Niro überzeugen jedoch, leider schafft es Regisseur und Autor Jonathan Jakubowicz jedoch nur bedingt, dem Genre etwas Neues abzugewinnen.

by Florian Hoffmann
Bilder © Alive / Ascot Elite Home Entertainment