Hacksaw Ridge - Die Entscheidung - Blu-ray

Blu-ray Start: 09.06.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 139 min

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Inhalt

Zweiter Weltkrieg im Frühling 1945: Während des Kampfes um die japanische Insel Okinawa sticht ein einziger Mann aus der Masse der US-Soldaten heraus. Der Kriegsdienstverweigerer Desmond Doss (Andrew Garfield) riskiert alles und kämpft unbewaffnet bis zur völligen Erschöpfung für das Leben seiner verwundeten Kameraden. Was später als Heldentat belohnt werden soll, beschert Desmond Doss zunächst großes Misstrauen und Verachtung in den eigenen Reihen. Dennoch setzt er sich unerschrocken für seine Prinzipien ein und rettet in der entscheidenden Schlacht unzähligen Männern das Leben.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD

DVD und Blu-ray | Hacksaw Ridge - Die Entscheidung

Blu-ray
Hacksaw Ridge - Die Entscheidung Hacksaw Ridge - Die Entscheidung
Blu-ray Start:
09.06.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 139 min.

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DVD
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DVD Start:
09.06.2017
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Blu-ray Kritik - Hacksaw Ridge - Die Entscheidung

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 8/10


Hacksaw Ridge ist sicherlich nicht der größte und hochklassigste (Anti)-Kriegsfilm aller Zeiten. Aber er ist definitiv einer der brutalsten Streifen, die sich mit dem Thema Krieg bzw. 2. Weltkrieg beschäftigen. Selten gab es in einem Film solch heftige Kriegsszenen zu sehen. Kein Wunder, wenn man sich den Namen des Regisseurs anschaut. Hacksaw Ridge - Die Entscheidung SzenenbildDenn Mel Gibson – so sollte es spätestens seit der Passion Christi bekannt sein – ist alles andere als zimperlich, was die Gewaltdarstellung in einem Film angeht. Zwar gewann der Film zurecht nicht den Oscar für den besten Film, doch ein sehenswerter Film ist Hacksaw Ridge – Die Entscheidung, welcher auf wahre Begebenheiten basiert, allemal.

Der Film erzählt die Geschichte des Soldaten Desmond Doss, klasse gespielt von Andrew Garfield ("The Amazing Spider-Man"), der als Sanitäter auf dem Kriegsfeld tätig sein will, ohne jedoch eine Waffe anzufassen, da das Töten eines Menschen seinem Glauben widerspricht. Er möchte nicht Menschen töten, sondern Menschen retten. So weigert er sich in seiner Kriegsausbildung, was die erste Stunde des Filmes erzählt, an den Schießübungen teilzunehmen, weswegen er zunächst der Außenseiter in seiner Truppe ist und von Sergeant Howell (Vince Vaughn) und Captain Glover (Sam Worthington) immer wieder dazu gedrängt und überredet wird die Einheit zu verlassen, da ein solcher Typ wie er dort nichts zu verloren hat. Die 2. Hälfte des Filmes zeigt in wirklich beeindruckenden und vor allem schockierenden Bildern die Kriegsschlachten, in denen Desmond Doss involviert war. Der Film überzeugt auf technischer Seite auf ganzer Linie. Zwei Oscars gab es, einmal für den Schnitt und einmal für den besten Ton. Beide sind nicht allzu verwunderlich, wenn man sich den Film anschaut, denn er ist hervorragend inszeniert. Sämtliche Actionszenen sind unglaublich authentisch und mit sehr wenig computeranimierten visuellen Effekten kreiert worden. Sie sind auch der Hauptgrund warum man sich diesen Film anschauen sollte. Selten hat ein Film so stark mit seiner Inszenierung der Action gepunktet wie Hacksaw Ridge. Die Schnittarbeit und die Kameraführung sind hervorragend. Man verliert nicht den Überblick auf dem Schlachtfeld als Kinozuschauer, es gibt keine unnötige Wackelkamera, die künstlich Hektik erzeugen möchte. Es ist in gewisser Weise eine chaotische Dynamik erzeugt worden, die sich durch sämtliche Kriegsszenen durchzieht. Die Kamera hält bei jeder erdenklichen brutalen Szene voll drauf. Ob hier Körperteile zerfetzt werden, ob es Kopfschüsse gibt oder ob Gedärme herausquellen – auf alles wird mit bitterer Direktheit gezeigt. Mel Gibson scheut hier nicht die Verletzungen und Folgen von Kriegseinsätzen mit authentischer, aber nicht überzogener Brutalität zu zeigen.

Hacksaw Ridge - Die Entscheidung Szenenbild Schauspielerisch ist der Film auf allerhöchstem Niveau. Abgesehen von Andrew Garfield, ragt insbesondere Hugo Weaving aus dem Cast heraus, der den Vater von Desmond Doss verkörpert. Er spielt den gebrochenen alkoholkranken Vater, der traumatisiert ist von seinen Erfahrungen im 1. Weltkrieg und es nicht gutheißen kann, dass seine Söhne sich für das Militär angemeldet haben. Er spielt diesen Charakter einfach sehr glaubwürdig und man erkennt in seiner Mimik die unvorstellbaren Leiden, die er durchmachte. Vince Vaughn in einer ernsteren Rolle zu sehen als Drill Instructor war auf dem ersten Moment gewöhnungsbedürftig, doch insgesamt machte er seinen Job auf seinem sehr soliden Niveau und sorgte auch für eine gewisse Unterhaltung und den einen oder anderen witzigen Spruch in der 1. Hälfte des Filmes. In die Riege der großen Schauspieler wird Sam Worthington nicht mehr aufsteigen, doch im Kern war seine Leistung in diesem Film durchaus ansprechend und sogar über den Erwartungen. Teresa Palmer, welche die Frau von Desmond Doss spielt, wirkt sehr natürlich als Dame und Krankenschwester aus den 40er Jahren. Natürlich ist Andrew Garfield jedoch trotz aller Performances der restlichen Besetzung das Herzstück des Filmes. Er trägt den Film auf seinen Schultern über die gesamte Lauflänge und strahlt diesen Pazifismus, der aus seinem unerschütterlichen christlichen Glauben heraus entstanden ist, sehr authentisch aus und ist einfach glaubhaft in seiner Darstellung als dauergrinsender junger schlaksiger Kerl, der alles für sein Land tun würde außer zu töten. Den Mut und den unbändigen Willen des Desmond Doss verkörpert Andrew Garfield grandios.

Als Anti-Kriegsfilm funktioniert Hacksaw Ridge jedoch überhaupt nicht. Obwohl der Hauptdarsteller ein Pazifist ist und gegen das Töten anderer Menschen, hinterfragt der Film in keiner Sekunde den Krieg selbst, geschweige denn ihn zu kritisieren. Die gegnerische Seite wird kaum beleuchtet. Vielmehr sind die Japaner einfach Zielscheiben der amerikanischen Soldaten. Über Dinge wie Pathos und Patriotismus kommt der Film auch nicht hinweg, auch wenn dies nicht als allzu störend empfunden wird. Hacksaw Ridge - Die Entscheidung SzenenbildDer Film fungiert trotz seines Hauptdarstellers nicht als Plädoyer gegen Krieg. Eher wirken manche Szenen zum Schluss, wenn in Zeitlupe die Gegner erschossen werden, wie eine leichte Gewaltverherrlichung. Für den amerikanischen Bürger ist dieser Film natürlich eine wahre Freude. Denn Gibson stellt hier den amerikanischen Kriegshelden zum einen in den Vordergrund, zum anderen übt er in keiner Sekunde Kritik an der amerikanischen Rolle im 2. Weltkrieg und feiert die makellosen Soldaten über den ganzen Film hinweg.

Die Ton – und Bildqualität ist zweifelsfrei erhaben und es gibt keine Mängel festzustellen. Bei den Extras gibt es eine Trailershow sowie den Trailer zum Film. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl kleiner interessanter deleted scenes. Des Weiteren gibt es ausführliche Interviews mit Regisseur Mel Gibson, dem Cast und der Crew. Letztlich gibt es ein knapp einstündiges Making-of, dass leider nicht ganz hautnah die Inszenierung zeigt. Vielmehr gibt es mit vielen Interviewausschnitten, u.a. auch mit dem Sohn von Desmond Doss, einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Filmes und es werden dem Zuschauer kleine Blicke hinter den Kulissen gewährt.


Fazit:
Starke und technisch saubere Inszenierung mit brachialen Kriegsbildern und einem hervorragenden Hauptdarsteller. Jedoch lässt Hacksaw Ridge sämtliche Kritik am Krieg vermissen.

by Morteza Wakilian
Bilder © Universum Film