Good Kill - Blu-ray

Blu-ray Start: 09.06.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 103 min

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Inhalt

Tagsüber den Feind töten, abends die Ehefrau küssen und die Kinder ins Bett bringen. Drohnenpilot Tommy Egans Leben spielt sich zwischen extremen Gegensätzen ab. Gerade die eigene Sicherheit, während er wie in einem Videospiel das todbringende Knöpfchen drückt, macht dem Ex-Kampfpiloten schwer zu schaffen. Der wortkarge Mann, der nach Aussagen seiner Frau stiller wird, wenn er wütend ist, zieht sich immer weiter zurück. Die Grenzen zwischen Kriegseinsatz und Privatleben verschwimmen. Da kommt die CIA und ändert die Spielregeln. Menschen werden getötet, weil ihr Verhalten einem errechneten Schema entspricht, nicht weil man klare Beweise hat, dass sie Terroristen sind. Kollateralschäden? Bedauerlich, aber manchmal unvermeidbar. Und Major Tommy Egan wird immer stiller ...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Originaltrailer, Trailershow

DVD und Blu-ray | Good Kill

Blu-ray
Good Kill Good Kill
Blu-ray Start:
09.06.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 103 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Good Kill Good Kill
DVD Start:
09.06.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 99 min.

Blu-ray Kritik - Good Kill

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 6/10


„Lord of War“ Regisseur Andrew Niccol hat mit „Good Kill“ einen grundsoliden Kriegsfilm mit dezidiert moralischem Impetus gedreht, der hierzulande leider keine Kinoauswertung bekommen hat. Ascot Elite bringt den aufrüttelnden und ungemein spannenden Film nun in die Händlerregale.

Einst hatte der US-Air-Force-Offizier Thomas Egan (Ethan Hawke) große Ambitionen und wollte als Pilot seinem Land dienen. Doch heute sitzt er vor einem Computerbildschirm und steuert aus der Ferne ganz bequem todbringende Kampfdrohnen. Eine Tätigkeit, die ihm sehr zu schaffen macht und regelmäßig in Frustration und Alkoholkonsum mündet. Thomas würde lieber selbst fliegen, anstatt Drohnen im Nahen Osten zu steuern. Auch seine Familie leidet unter seinem Job, da er sich immer weniger für seine Frau und seine Kinder zu interessieren scheint. Als die CIA ihm dann schließlich einen äußerst fragwürdigen Auftrag erteilt, droht sein Weltbild endgültig zusammezubrechen...

Theamtisch bewegt sich „Good Kill“ sicherlich nahe am Geiste unserer Zeit und sensibilisiert das Publikum für die Tragweite aktueller Kriegsführung. Bewaffnete Gefechte werden immer weiter virtualisiert und erscheinen als Konsequenz dessen manchmal geradezu harmlos. So manifestiert sich im kollektiven Bewusstsein nach und nach das Bild zweier sich bekämpfender Drohnen, ohne dass dabei Menschen zu Schaden kommen würden. Doch die Realität sieht leider anders aus. „Good Kill“ schafft es, durch seine interessante Grundprämisse sehr eindrucksvoll, das durch den Krieg entstehende Leid begreifbar zu machen und weist konsequent auf die Willkür und Sinnlosigkeit mancher Entscheidung hin. Es geht hier um reale Menschenleben und das macht der Film dem Zuschauer immer wieder klar. Andrew Niccol präsentiert das alles in ungeschönten Bildern und mit hohem Schockeffekt. Allerdings macht er hin und wieder den Fehler, der psychischen Belastung seiner Hauptfigur aus Gründen der Zuschaueridentifikation etwas zu viel Raum zu geben, weshalb die eigentlichen Verbrechen des Drohnenkrieges etwas zurücktreten – präsent bleiben sie jedoch trotzdem. Abseits seiner moralischen Ebene kann der Film auch als spannender Thriller überzeugen, der aufgrund seines realistischen Settings immer wieder Unbehagen auszulösen vermag. Getragen wird die Handlung zudem von Hauptdarsteller Ethan Hawke, der seine Figur ebenso ambivalent wie interessant gestaltet. Die Zusammenarbeit mit Andrew Niccols scheint wie bereits bei „Gattaca“ wunderbar funktioniert zu haben. Wer mal wieder einen intelligenten Kriegsfilm sehen will, kommt an „Good Kill“ also nicht vorbei!

Die Blu-ray von Ascot Elite präsentiert den Film in einer sehr guten technischen Qualität und hat zumindest ein „Behind the Scenes“ - Featurette mit an Bord. Hier wäre jedoch sehr viel mehr drin gewesen. Aufgrund der ernsten Thematik, hätte sich beispielsweise ein dokumentarischer Beitrag als Bonusmaterial sehr angeboten.


Fazit:
Intelligent, authentisch und ungemein spannend! Andrew Niccol hat mit „Good Kill“ einen ebenso unterhaltsamen wie aufrüttelnden Film gedreht, der durchaus eine Kinoauswertung verdient gehabt hätte!

by Jonas Hoppe
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment