God Help the Girl - Blu-ray

Blu-ray Start: 23.01.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 111 min

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Inhalt

Das Leben der verplanten Chaotin Eve (Emily Browning) ist eine einzige Achterbahnfahrt. Ihre Gefühle verarbeitet sie in Songtexten, denn ihre große Leidenschaft gilt der Musik. Und so nutzt Eve jede Gelegenheit, um Zeit auf Konzerten zu verbringen. Dabei lernt sie den schüchternen Musiker James kennen, der sich sofort in sie verliebt. Gemeinsam mit James‘ guter Freundin Cassie wird kurz darauf eine Band gegründet. Doch die Suche nach einem Bandnamen bleibt dabei nicht die einzige Schwierigkeit, der sich die drei Freunde stellen müssen. Der Beginn eines traumhaften Sommers, an dessen Ende jeder an einem Wendepunkt in seinem Leben stehen wird ...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Capelight Pictures
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- 5 Making-Ofs: Die Ursprünge, Das Casting, Die Musik, Der Drehbeginn, Die Fertigstellung
- Belle & Sebastian Konzert im Corn Exchange Edinburgh
- God Help The Girl Musikvideo
- Trailer

DVD und Blu-ray | God Help the Girl

Blu-ray
God Help the Girl God Help the Girl
Blu-ray Start:
23.01.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 111 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
God Help the Girl God Help the Girl
DVD Start:
23.01.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 107 min.

Blu-ray Kritik - God Help the Girl

Blu-ray Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 8/10
Ton: | 10/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 9/10


Der Frontmann Stuart Murdoch der britischen Indie-Pop-Band Belle and Sebastian (gegründet 1996 in Glasgow) liefert mit dem Film „God help the Girl“ (Originaltitel: “God help the Girl”, Großbritannien, 2014) sein ambitioniertes Erstlingswerk, dabei führte er nicht nur Regie, sondern schrieb auch alle Songs sowie das Drehbuch dazu.

Eve (Emily Browning) liebt die Musik und vergisst darüber hinaus oft zu essen. Deshalb lebt sie seit geraumer Zeit in einer psychiatrischen Klinik. Öfters schleicht sie davon, um sich Konzerte anzuhören. Bei einem ihrer Ausbrüche lernt sie James (Olly Alexander) kennen, der auch selbst wie Eve Musik macht. Als sie beschließt für immer von der Nervenklinik fern zu bleiben, zieht sie bei ihm ein und zusammen mit James’ Klavierschülerin Cassie (Hannah Murray) gründen sie eine Pop-Band, erkunden gemeinschaftlich Glasgow, schreiben Songs und genießen das Leben. Zusätzlich verliebt sich Eve auch noch in einen schweizerischen Sänger und es scheint ihr im Gesamten gut zu gehen, doch leider holt sie ihre Krankheit wieder ein.

Der Songschreiber und Sänger Stuart Murdoch träumt schon länger davon einen eigenen Film zu inszenieren. Doch, nach eigener Aussage, fehlte es bisher immer am Talent und den finanziellen Mitteln. Im Ouevre von Belle and Sebastian erzählen die meisten Songs aus der Sicht dreier verschiedener Charaktere, typisch dabei sind Geschichten von Teenager-Außenseitern. Diese bereits geformten Charaktere bilden die Grundlage für die filmische Handlung. Als erstes beschäftigte sich Murdoch mit den Songs und arbeitete sie aus. Anfänglich sollten diese nur als Soundtrack dienen. Die nun verwirklichte Musicalidee entstand so erst mit der Zeit. Bevor er sich ans Drehbuch setzte, ging es erst einmal mit den bereits kreiierten Songs auf Tournee. Nachdem diese erfolgreich war, begann er das Skript zu verfassen. Die nächsten schwierigen Schritte waren, einen Produzenten für das Projekt zu gewinnen, einen passenden Verleih zu finden und die finanziellen Mittel zu beschaffen. Dank einer Kickstarter-Kampaigne konnte der Film schlussendlich realisert werden und das ist nicht nur für eingefleischte Belle and Sebastian Fans ein großes Glück. Murdoch schuf eine Geschichte, die zwischen Realität und Träumerei balanciert. Zwar kann er nicht jede typische Wendung souverän umschiffen und ist in seinem Grundgerüst eher konventionell, aber die liebevolle Ausarbeitung der Charaktere macht dies wieder wett. Die Dialoge sind ausgefeilt und bestechen durch leise Zwischentöne. Die Songs fügen sich perfekt in die Story ein und geben Einblicke in die Gefühlswelt der Figuren. Gesungen wurden die Songs direkt vor der Kamera und wurden mit der Hausband eingespielt. Diese etwas ungewöhnliche Technik (auch bei „Les Miserables“ (2012) wurden die Lieder live vor der Kamera gesungen) passt perfekt zur realistischen Inszenierung. Auch die Choreographie fügt sich gut in das Gesamtbild ein. Diese setzt auf nicht professionell wirkende, charmante und amüsante Tanzszenen. Emily Browning als zerbrechliche Eve ist mit ihrem wunderschönen Gesicht und ihrer zarten und doch sehr präsenten Stimme die perfekte Besetzung. Olly Alexander verkörpert ebenfalls grandios den erfolglosen, charmanten und vom Leben benachteiligten Künstler. Auch seine Stimme passt gut zu den Liedern von Belle and Sebastian. Nur Hannah Murray, die Cassie mit einer lässigen Unbekümmertheit spielt, kann gesangstechnisch leider nicht 100-prozentig überzeugen. Im Gesamten ist „God help the Girl“ eine gelungene, filmische Variante der Musik von Belle and Sebastian. Der Film fängt perfekt die Melancholie, die Leichtigkeit und die Schönheit der Songs der Gruppe und auch des Lebens ein.

Die Bild- und Tonqualität der Blu-ray sind hervorragend. Die Bonusausstattung beglückt den Betrachter mit vielen Extras. Neben fünf Trailern, einem 30-minütigen Making-Of und fünf Featuretten (ca. 30 min.) bekommt man noch einen 35-minütigen Konzertmitschnitt von Belle & Sebastian inklusive Auftritt des Schauspielers Olly Alexander sowie ein offizielles Musikvideo von dem Song „God help the Girl“ mit Emily Browing mitgeliefert. Die Extras sind informativ und für Fans der Band ein wahrer Genuss.

Fazit: Der Film „God help the Girl“ trifft, wie die Musik von Belle and Sebastian die richtige Mischung aus Melancholie und Schönheit. Die Songs mit ihren ausgefeilten Texten gehen ins Herz und in den Kopf. Die Geschichte von Eve und James trifft oft die richtigen Töne und kann den Zuschauer bewegen, was auch durch die perfekte schauspielerische und musikalische Leistung getragen wird.

by Doreen Matthei
Bilder © Alive / Capelight Pictures