Glam Girls - Hinreißend verdorben - Blu-ray

Blu-ray Start: 12.09.2019
Digital VoD: 12.09.2019
FSK: 6 - Laufzeit: 94 min

Glam Girls - Hinreißend verdorben Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Von den Männern dieser Welt enttäuscht, verbündet sich Tollpatsch Penny (Rebel Wilson) mit der hochklassigen Trickbetrügerin Josephine (Anne Hathaway). Gemeinsam wollen sie auf Millionärsjagd gehen, um sich zu nehmen, was ihnen eigentlich nicht gehört. Nur Pennys unkultiviertes Auftreten steht dem Beutezug noch im Weg. Kurzerhand wird sie in die Kunst des Edelbetrugs eingeweiht. Auf dem Lehrplan stehen nun High Heels statt Hoodie und Tango statt Twerken. Ein waghalsiges Unternehmen – doch auch aus einem Ganoven-Entlein wird irgendwann ein ganz schön durchtriebener Schwan mit (sehr eigenem) Stil.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
Deutsch: DTS-HD High Resolution Audio 7.1
Englisch: DTS-HD Master Audio 7.1
Tschechisch, Ungarisch, Spanisch, Polnisch, Russisch, Thai: DTS Digital Surround 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Bulgarisch, Kantonesisch, Mandarin, Tschechisch, Niederländisch, Griechisch, Hindi, Ungarisch, Koreanisch, Spanisch (Lateinamerika), Polnisch, Rumänisch, Thai, Türkisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
• Ins Schwarze treffen
• Comedy-Unterricht
• Trickbetrügerinnen
• Filmkommentar mit Regisseur Chris Addison

DVD und Blu-ray | Glam Girls - Hinreißend verdorben

Blu-ray
Glam Girls - Hinreißend verdorben Glam Girls - Hinreißend verdorben
Blu-ray Start:
12.09.2019
FSK: 6 - Laufzeit: 94 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Glam Girls - Hinreißend verdorben Glam Girls - Hinreißend verdorben
DVD Start:
12.09.2019
FSK: 6 - Laufzeit: 90 min.

Blu-ray Kritik - Glam Girls - Hinreißend verdorben

Blu-ray Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 9/10
Ton: | 6/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 5/10


Anne Hathaway gehört zu den besten Schauspielerinnen in Hollywood. Mit "Plötzlich Prinzessin" feierte sie 2001 ihren Durchbruch, 11 Jahre später durfte sie in "The Dark Knight Rises" als Catwoman glänzen, im gleichen Jahr gewann sie für ihre Darbietung in "Les Miserables" ihren ersten Oscar. Danach wurde es etwas ruhig um die Schauspielerin, vielleicht lag es daran, dass sie für ihre "übertriebene" Reaktion auf ihren Oscar unnötig Kritik einstecken musste. Dennoch lieferte sich in den wenigen Filmen, in denen sie mitspielte, fantastische Leistungen ab ("Interstellar" und "Man lernt nie aus"). Egal wie gut oder schlecht der Film ist, Hathaway gibt immer eine Top-Performance ab. Wie auch in "Glam Girls", doch leider ist der Rest nicht mal annähernd so gut wie sie.

Regisseur Chris Addison hat bis dato nur für einige Fernsehsender als TV-Regisseur gearbeitet, bevor er seinen ersten großen Job mit "Glam Girls" ergattern konnte. Obwohl er für unterhaltsame Serien wie "Fresh Off the Boat" und "Veep" mehrmals auf dem Regiestuhl Platz nahm, schafft er es nicht, aus "Glam Girls" einen amüsanten Film zu machen. Dafür gibt es einfach viel zu wenige Lacher und eine Story, die zu konstruiert rüberkommt. Die Inszenierung ist handwerklich solide, aber kann auch nicht viel retten. Dass der Film aber so schlecht ist, liegt weniger an Addison, sondern am Drehbuch. Wenn mehrere Autoren an einem Skript gearbeitet haben dann ist es normalerweise ein schlechtes Zeichen, denn viele Köche verderben den Brei. Der Film weist keine richtige Handlung auf, das Ganze erinnert an Serienepisoden der einzelnen Charaktere, deren Inhalt in regelmäßigem Abstand geändert wird, es gibt keinen richtigen Fokus. Des Weiteren sollte eine Komödie die Zuschauer zum Lachen bringen können und daran scheitert der Film.

Anne Hathaway und Rebel Wilson in Glam Girls
Anne Hathaway und Rebel Wilson in Glam Girls © Universal Pictures
Sie ist laut und tollpatschig, aber hat es auch faustdick hinter den Ohren: Die Trickbetrügerin Penny (Rebel Wilson) nutzt Dating-Apps, um oberflächliche, ahnungslose Männer ausfindig zu machen und anschließend gehörig abzuzocken. Josephine (Anne Hathaway) wiederum ist eine elegante, gerissene Kriminelle, die vornehmlich im schönen Beaumont-sur-Mer, einer Touristenfalle für Reiche an der französischen Riviera, dumme Typen ausnimmt und sich mit ihren Aktionen ein teures Leben leisten kann. Als Penny beschließt, ebenfalls in Beaumont-sur-Mer Jagd nach reichen Männern zu machen, möchte Josephine die Konkurrentin natürlich schleunigst loswerden, denn keiner macht ihr den Revier streitig. Anne Hathaway war schon in "Ocean's 8" der Highlight des Films, und wer gehofft hat, mehr von Hathaway in einem ähnlichen, wenn auch schlechteren Film, der ist hier genau richtig. Sie stiehlt allen die Show. Hathaway spielt hier mit derselben ansteckenden Magie auf wie in „Ocean’s 8“ und gibt eine wunderbare, arrogante Kriminelle ab, die alles besser weiß und auch besser kann. Sie versucht ihr bestes den Film aufzuwerten und es gelingt ihr auch, doch leider ist das nicht genug. Rebel Wilson derweil zieht die gleiche Nummer ab, die sie schon in den "Pitch Perfect"-Filmen abgezogen hat. Sie ist hauptsächlich für den groben Humor zuständig. Das wäre gar nicht so schlimm, wenn die Witze gut durchdacht wären. Doch die Momente rutschen fast immer ins Peinliche ab und geraten derart platt, dass es nicht nur nicht witzig ist, sondern sich überdies schnell wiederholt und abnutzt. Die restliche Besetzung ist grundsolide und erfüllt ihren Job, es gibt aber keine nennenswere Supporting Performance.

Anne Hathaway und Rebel Wilson in Glam Girls
Anne Hathaway und Rebel Wilson in Glam Girls © Universal Pictures
Die Produzenten des Films hatten die richtige Idee. Das Geschlechterrollen verdrehende Remake von Frank Oz‘ „Zwei hinreißend verdorbene Schurken“ und Ralph Levys „Zwei erfolgreiche Verführer“ nimmt das Highlight von „Ocean’s 8“ und stellt es in den Mittelpunkt. Und tatsächlich, der Beginn war vielversprechend und es gab einige lustige Momente. Doch dann driftet der Film immer weiter ins Peinliche ab, die Witzige werden unlustiger und gehen unter die Gürtellinie, was eigentlich kein Problem wäre, wenn sie denn wenigstens ankommen würden, doch das tun sie nur selten. Das ist schade, denn Hathaway und Wilson haben eigentlich eine anständige Chemie miteinander und harmonieren, nur ist das Drehbuch viel zu schlecht. "Glam Girls" fokussiert sich nicht nur auf die Mainstoryline mit Josephine und Penny, sondern irgendwann kommt eine Lovestory dazwischen, die zu konstruiert wirkt und nicht glaubwürdig rüberkommt. Es gibt hier einfach zu viele Subplots, die vom eigentlichen Film ablenken. Wahrscheinlich wollten die Autoren den Fokus der Zuschauer auf etwas anderes lenken, damit man nicht merkt, dass die eigentliche Geschichte nicht gut geschrieben ist.

Alex Sharp und Anne Hathaway in Glam Girls
Alex Sharp und Anne Hathaway in Glam Girls © Universal Pictures
Bildqualität:
Die Farben sind schön hell und sättigend, auch sonst ist die Qualität des Bilds hervorraged.

Tonqualität:
Nicht das Goldene vom Ei, aber für eine Komödie reicht es allemal aus.

Extras:
Das Bonusmaterial umfasst einen Filmkommentar mit dem Regisseur sowie die Featurettes "Ins Schwarze treffen", "Comedy-Unterricht" und "Trickbetrügerinnen", die nach der Sichtung des Films besser sind als vermutet. Mehr kann man von dem Film hinsichtlich des Bonusmaterials aber auch nicht erwarten.


Fazit:
"Glam Girls" hatte eine überzeugende Prämisse und mit Anne Hathaway wurde die richtige Entscheidung getroffen. Trotz gutem Beginns wird der Film immer unlustiger und peinlicher, der Fremdschämfaktor ist hoch. Was bleibt ist eine zwar sehr bemühte, aber nur leidlich lustige Betrügerinnen-Komödie, die ihr zweifellos vorhandenes Potential nicht ausschöpft, und deren durchaus vorhandener Unterhaltungswert nicht über den primitiven Humor hinwegtäuschen kann.

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by Denizcan Sürücü
Bilder © Universal Pictures




Glam Girls - Hinreißend verdorben - Trailer