Girl on the Train - Blu-ray

Blu-ray Start: 06.04.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 112 min

Girl on the Train Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

In GIRL ON THE TRAIN beobachtet die frisch geschiedene Rachel auf ihrer täglichen Zugfahrt in die Stadt ein junges Paar, das in einem Haus an der Bahnstrecke lebt, und malt sich dessen vermeintlich perfektes Leben aus. Eines Tages aber wird Rachel aus dem Zug heraus Zeugin, wie dort etwas Schreckliches geschieht. Sie meldet der Polizei ihre Beobachtung und verstrickt sich damit unaufhaltsam in die kommenden Ereignisse…

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures / Constantin Film
Tonformate:
DTS-HD High Resolution 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Deleted und Extended Scenes (ca. 18 Min.), Making of (ca. 11 Min.), Die Frauen in „Girl on the Train“ (ca. 5 Min.), Audiokommentar, Originaltrailer Deutsch, Originaltrailer Englisch

DVD und Blu-ray | Girl on the Train

Blu-ray
Girl on the Train Girl on the Train
Blu-ray Start:
06.04.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 112 min.

zur Blu-ray Kritik
Girl on the Train (4K Ultra HD) Girl on the Train (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
06.04.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 112 min.
DVD
Girl on the Train Girl on the Train
DVD Start:
06.04.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 108 min.

Blu-ray Kritik - Girl on the Train

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Wahn oder Wirklichkeit? Mit diesem Thema beschäftigt sich Regisseur Tate Taylor in seinem Psychothriller, basierend auf dem schockierenden gleichnamigen Roman von Paula Hawkins aus dem Jahr 2015.

Girl on the Train Szenenbild Rachel (Emily Blunt) ist geschiedene Alkoholikerin und pendelt täglich nach New York. Jeden Tag um die selbe Zeit kann sie auf Ihr ehemaliges zu Hause blicken, das jetzt von ihrem Ex-Mann Tom (Justin Theroux) und seiner neuen Frau Anna (Rebecca Ferguson) bewohnt wird. Von einem der Häuser in der Nachbarschaft wird sie Tag für Tag regelrecht angezogen. Das Pärchen, das dieses Haus bewohnt, übt solche Faszination auf Rachel aus, dass sie beginnt sich Szenarien auszudenken wer sie wohl sein mögen und was für ein Leben sie wohl führen. Bis die unbekannte Frau (Haley Bennett) eines Tages verschwindet und Rachel auf eigene Faust herauszufinden versucht was mit ihr passiert ist. Auf der Suche stellen sich ihr einige Hindernisse in den Weg, nicht nur in Form des krankhaft eifersüchtigen Ehemannes der Verschwundenen, Scott (Luke Evans). Nach und nach verliert Rachel sich in einem Strudel aus Betrug, Verrat und den tiefsten Abgründen der menschlichen Seele und es stellt sich mehr als einmal die Frage ob wirklich alles so ist wie es scheint.

Die Geschichten dreier Frauen steht in diesem sehr düsteren und dichten Thriller im Mittelpunkt. Alles dreht sich um Treue, Betrug, Verrat und Täuschung. Jede der drei ist auf ihre Art geschädigt und hat einen Zwist mit der Vergangenheit die sie geprägt hat, sei es durch den Verlust eines Neugeborenen oder zwanghafte Kontrolle durch den Ehemann. Die Story ist sehr weitläufig verzweigt sodass es dem Zuschauer an einigen Stellen nicht leicht gemacht wird zu folgen. Emily Blunt, bekannt aus Edge of Tomorrow und Sicario, gibt der psychisch instabilen Rachel eine Art Ausdrucksstärke wie man sie selten sieht. Blackouts, Filmrisse und Exzesse gehören zu ihrem Alltag um all den Trennungsschmerz und den nie erfüllten Wunsch nach Kindern zu vergessen. Girl on the Train SzenenbildNach dem Verschwinden der Frau, von der sie regelrecht besessen ist, setzt sie jedoch alle Hebel in Bewegung um Licht ins Dunkel zu bringen und um für ihre Glaubwürdigkeit an die Grenze des Verstandes zu gehen. Haley Bennett, zuletzt gesehen in „Hardcore“ und „The Equalizer“ übernimmt den Part der verschwundenen Megan und verleiht dem Objekt von Rachels Begierde eine tranceartige Aura. Sie wirkt leichtfüßig und geistesabwesend, aber gibt sich auch verspielt und anhänglich, und das ganze überzeugend und großartig gespielt. Die dritte im Bunde ist Anna, gespielt von Rebecca Ferguson, die neue Frau von Rachels Ex-Mann. Sie wirkt anfangs unbeteiligt und wie die brave Hausfrau von nebenan, die sich durch den sich häufenden Kontakt mit der permanent betrunkenen Rachel sichtlich verängstigt und bedroht fühlt, allerdings selbst mehr weiß als sie zugeben möchte. Rebecca Ferguson war zuletzt zu sehen in „Mission Impossible Rougue Nation“ und „Hercules 2014“. Aber nicht weniger mysteriös werden die männlichen Hauptrollen präsentiert. Luke Evans (Dracula Untold, Fast and Furious 6) verkörpert hier den krankhaft eifersüchtigen Ehemann der verschwundenen Megan. Seine aggressiven Eigenarten und unkontrollierten Wutausbrüche machen ihn nicht unbedingt zu einem Sympatieträge, aber auch er spielt seine Rolle wie auf ihn zugeschnitten. Ebenso der aus „American Psycho“ bekannte Justin Theroux liefert als Ex-Mann Tom eine grundsolide Arbeit ab.

Bild
Das Bild wird hier im gewohnten und angenehmen 16:9 (1,77:1) präsentiert. Im Verhältnis zur DVD bietet die Blu-Ray mehr Helligkeit und Tiefenschärfe, sodass Kleinigkeiten wie Regentropfen oder Sommersprossen im Gesicht deutlicher zur Geltung kommen. Bis auf die gelegentliche Körnung des Bildes ist hieran nichts zu beanstanden.

Girl on the Train Szenenbild Ton
Der Ton wird hier in zwei Tonspuren ausgegeben. Einmal in Deutsch (DTS-HD 5.1) bei dem es leider etwas an Höhen und Volumen fehlt, ansonsten jedoch vom Effekt/Sprachverhältnis so gut gewählt ist, dass ein ständiges Lauter- und Leiserstellen nicht nötig ist. Die Höhen und Volumenproblematik ist im ebenfalls vorhandenen Englischen DTS-HD 5.1 Sound nicht gegeben, und konnte von mir keine Beanstandung aufweisen.

Bonus
Als Bonusmaterial bekommen wir hier einen ausgedehnten Audiokommentar von Regisseur Tate Taylor, leider ohne Untertitel, 18 Minuten erweiterte Szenen, welche sich näher mit der Rolle der Rachel beschäftigen, sowie ein kurzes Featurette über die drei Hauptcharaktere des Films.


Fazit:
Mit „Girl on the Train“ wird hier ein eher unscheinbarerer, kleiner, böser Thriller der besonderen Sorte geboten. Emily Blunt glänzt in ihrer Rolle als vernebelte Alkoholikerin derart, dass der Zuschauer selbst bis kurz vor Schluss nicht genau weiß was eigentlich wirklich passiert und was nicht. Von meiner Seite aus eine klare Empfehlung für jeden, der eine atmosphärische Abwechslung zum sonst so temporeichen Actionkino sucht.

by Christoph Berger
Bilder © Universal Pictures / Constantin Film