Gänsehaut - Blu-ray

Blu-ray Start: 09.06.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 103 min

Gänsehaut Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Teenager Zach Cooper (DYLAN MINNETTE) ist nicht gerade begeistert, als er von einer Großstadt in eine Kleinstadt umziehen muss. Doch als er die schöne Hannah (ODEYA RUSH), die im Haus nebenan wohnt, kennenlernt, und in Champ (RYAN LEE) auch noch rasch einen guten Freund findet, sieht er einen ersten Silberstreif am Horizont. Doch jeder Silberstreif hat auch eine Wolke. Und die von Zach taucht auf, als er entdeckt, dass Hannahs mysteriöser Vater kein Geringerer als R.L. Stine (JACK BLACK) ist, der Autor der erfolgreichen „Gänsehaut“-Romane. Als Zach mehr über seine merkwürde Nachbarfamilie in Erfahrung bringt, stellt er fest, dass Stine ein gefährliches Geheimnis hat: Die Kreaturen, die seine Geschichten berühmt gemacht haben, sind echt! Stine beschützt seine Leser vor ihnen, indem er sie in ihren Büchern einschließt. Als Stines Geschöpfe jedoch eines Tages versehentlich aus ihren Manuskripten freigelassen werden und entkommen, nimmt Zachs Leben eine bizarre Wendung. In einer verrückten Nacht voller Abenteuer, müssen sich Zach, Hannah, Champ und Stine, zusammen tun, um die Stadt zu retten. Sie müssen all diese, von Stine erfundenen Fantasiegeschöpfe – darunter Slappy, Shadow Girl, die Gartenzwerge und viele andere – wieder zurück in ihre Bücher stecken, wo sie hingehören.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch, Französisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Arabisch, Holländisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Alternativer Anfang
Alternatives Ende
Entfallene Szenen
Outtakes
Alles über Slappy
So wird man zum Monster!
Casting-Galerie
Wie man ein Gänsehaut-Monster überlebt - für Anfänger
Seltsame Dinge geschehen... am Set

DVD und Blu-ray | Gänsehaut

Blu-ray
Gänsehaut Gänsehaut
Blu-ray Start:
09.06.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 103 min.

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DVD
Gänsehaut Gänsehaut
DVD Start:
09.06.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 99 min.

Blu-ray Kritik - Gänsehaut

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 10/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Der amerikanische Autor R.L. Stine mag vielleicht gerade hierzulande nicht jedem ein Begriff sein, doch seine Gruselbücher haben sich weltweit bereits über 400 Millionen Mal verkauft. Gerne wird der 1943 geborene Schriftsteller auch mal als Stephen King der Kinderliteratur bezeichnet, in den 90ern wurde Stine sogar in drei aufeinanderfolgenden Jahren von USA Today an die Spitze von Amerikas Bestseller-Autoren gewählt. Gänsehaut SzenenbildDer überaus produktive Stine hat sogar einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde als erfolgreichster Kinderbuchautor aller Zeiten erhalten und nebenbei in seiner Karriere zahlreiche andere Auszeichnungen eingeheimst. Da konnte Hollywood natürlich nicht lange zusehen und versuchte sich bereits Ende der 90er Jahre an einem R.L. Stine-Projekt. Ursprünglich versuchte sich Tim Burton an einer Verfilmung eines seiner Bücher, doch aus einer Adaption wurde nichts. Schließlich waren es Burtons „Ed Wood“ Autoren Scott Alexander und Larry Karaszewski, die vor acht Jahren als Autoren angeheuert wurden, um sich erneut an Stines Gruselmärchen zu versuchen. Ihre Herangehensweise erweist sich als clever, denn anstatt nur ein einziges Werk zur Grundlage zu nehmen, schufen sie ein Pseudo-Biopic, in dem Stine selbst mit von der Partie ist. In „Gänsehaut“ erwachen seine fiktiven Figuren zum Leben und versetzen die Einwohner der Kleinstadt Madison in Angst und Schrecken. Heraus gekommen ist ein angenehm altmodischer, spaßiger und überraschend charmanter Grusler, der sich zwar primär an Teenager richtet, aber sicher auch junggebliebenen Erwachsenen und Monsterfilmfans einige Freude bescheren wird.

Im Mittelpunkt des Films steht der 16-jährige Zach (Dylan Minette, „Die Coopers – Schlimmer geht immer“, „Prisoners“), der mit seiner Mutter Gale (Amy Ryan, „Gone Baby Gone“, „Bridge of Spies“) von New York ins ruhige Delaware zieht. Nach den üblichen Startschwierigkeiten in der neuen Umgebung findet er schnell Gefallen an der gleichaltrigen Nachbarin Hannah (Odeya Rush, „We Are What We Are“), die jedoch von ihrem herrischen und sonderbaren Vater „Mr. Shivers“ (Jack Black) streng bewacht wird. Er verbietet Zach jeglichen Kontakt mit seiner Tochter und droht ihm mit ernsten Folgen, sollte er sich nicht daran halten. Die Neugier lässt Zach nicht los und er überredet seinen neuen Schulfreund, den schrägen Champ (Ryan Lee, „Super 8“), gemeinsam bei Hannah einzubrechen, da er glaubt, dass sie in Gefahr schwebt. Gänsehaut SzenenbildSie finden dort zahlreiche verschlossene „Gänsehaut“ Manuskripte von R.L. Stine, von denen eines geöffnet wird und damit eine der darin beschriebenen Kreaturen befreit und zum Leben erweckt wird. Es offenbart sich, dass Mr. Shivers tatsächlich der Autor der Bücher höchstpersönlich ist und er wegen seiner gefährlich gewordenen Bücher so zurückgezogen lebt. Als auch die Bauchrednerpuppe Slappy einem der Bücher entkommen kann, wird eine Kettenreaktion ausgelöst, die kaum noch zu stoppen scheint…

Schon früh ist bei „Gänsehaut“ klar, dass man hier in guten Händen ist. Angesichts der Tatsache, dass Regisseur Rob Letterman zuvor den schwachen „Gullivers Reisen“ (ebenfalls mit Jack Black) inszeniert hat, durchaus eine Überraschung. Doch Letterman und Drehbuchautor Darren Lemke gelingt es, plausible Charaktere zu zeichnen, denen man – natürlich auch dank fähiger und sympathischer Darsteller – gerne folgt. Der Film versprüht direkt einen liebenswerten 80er-Jahre-Charme, dem man bei entsprechender nostalgischer Veranlagung nur schwer wiederstehen kann. In der ersten halben Stunde werden die Figuren und ihre Umstände wirkungsvoll emotional grundiert und humorvoll etabliert, sodass man dann, sobald der Spuk schließlich losgeht, voll dabei ist. Ab dann wird der Film zu einer rasanten, oft überraschend effektiven und immer mindestens unterschwellig humorvollen Angelegenheit. Ganz entscheidend am Gelingen des Films ist auch der große Abwechslungsreichtum bei den Gefahren, denen sich die Protagonisten stellen müssen – was natürlich direkt dem reichen Fundus aus R.L. Stines Gedankenwelt zu verdanken ist. Die Kreaturen sind unterschiedlich bedrohlich ausgefallen, „The Abominable Snowman of Pasadena“, das erste befreite Wesen im Film, ist vor allem wegen nicht wirklich gelungener CGI-Effekte und Integration in das reale Umfeld eher enttäuschend geraten. Doch „Gänsehaut“ steigert sich: Es folgt eine riesige Gottesanbeterin, ein unsichtbarer Junge, wild gewordene Gartenzwerge (einer der besten und visuell einfallsreichsten Sequenzen des Films), Zombies, ein tricktechnisch leidlich überzeugender Werwolf und natürlich Slappy, die Bauchrednerpuppe, eindeutig der eigentliche Star des Films. Bauchrednerpuppen sind von Natur aus unheimlich und auch diese von Jack Black gesprochene „Figur“ bildet da keine Ausnahme. Seine genüsslich boshafte, gehässige und größenwahnsinnige Art macht aber letztlich auch mehr Spaß als ernsthaft zu gruseln – manche Kinder sind da wohl ausgenommen. Gänsehaut SzenenbildFür erwachsene Zuschauer ist hier aber immer wieder der ein oder andere clevere Spruch zu hören.

Durch die Bank hat man bei der Besetzung ein glückliches Händchen bewiesen. Jack Black, der nominelle Star des Films, nimmt sich etwas mehr zurück wie in seinen ausgefalleneren Rollen und hat sichtlich Spaß an seiner Rolle. Dylan Minette, der eigentliche Hauptdarsteller, ist aber tatsächlich ein echter Gewinn für den Film, denn ihm gelingt es „Gänsehaut“ mit Charisma und der nötigen Lockerheit erfolgreich zu tragen. Eine weitere echte Entdeckung ist Odeya Rush, die mit Minette ein sehr überzeugendes Zweigespann bildet. Die gewohnt gute Amy Ryan macht das Beste aus ihrer eher kleinen Rolle, jede Szene wird allerdings von der sehr komischen Jillian Bell („22 Jump Street“, „Inherent Vice“) gestohlen, deren notgeile Tante Lorraine einige der besten Lacher des Films für sich beansprucht. In visueller Hinsicht erweist sich der Film als immer wieder atmosphärisch, besonders bei der Szene mit einem verlassenen Vergnügungspark mitten im Wald. Perfekt unsterstützt werden die Bilder von einem angenehm klassischen und theatralischen Danny Elfman-Score, der Erinnerungen an seine Arbeiten mit Tim Burton weckt.

Überraschend an „Gänsehaut“ ist, dass in der Geschichte neben all dem altmodischen Spaß durchaus auch ein emotionaler Kern steckt. Am Ende folgt dann auch ein potentiell zu Tränen rührender Moment, der dann leider auch schnell wieder verfliegt. Die Emotionalität des Schlusses wird – wie in letzter Zeit so häufig – komplett durch einen leider mittlerweile vorhersehbaren Rückzieher ad absurdum geführt. Besser ist da das recht clevere und letztlich zufriedenstellendere alternative Ende, das sich auf dieser Blu-ray befindet.

Gänsehaut Szenenbild Bild
Insgesamt präsentiert sich das Bild in zeitgemäß knackiger und lebendiger Verfassung. Die Schärfe und die Detailwerte sind durchweg hoch, Kontraste und Schwarzwerte sind auch in dunklen Szenen sehr gut definiert. In besagten dunklen Momenten zeigt das Bild allerdings manche Schwäche bei schnellen Bewegungen, wo es zu nicht allzu schönen leichten Nachzieheffekten kommt. Das sind jedoch nur geringfügige Mängel bei einem insgesamt sehr ausgewogenen Bild.

Ton
Noch besser als das überzeugende Bild ist der überaus lebendige Ton, der dem Film das gewisse Extra gibt. Räumlichkeit ist in fast jedem Moment gegeben, dynamische und direktionale Soundeffekte fliegen einem bei vielen Szenen effektiv von überall um die Ohren. Unterstützt wird dieser starke akustische Eindruck von einem immer wieder wuchtig eingesetzten Subwoofer. Dialoge und Stimmen ertönen in bester Klarheit.

Extras
Das Bonusmaterial der Blu-ray ist auf den ersten Blick recht umfangreich ausgefallen. Bei einem genaueren Blick erweisen sich die oft augenzwinkernden Extras aber als eher informationsarm und beschränken sich größtenteils auf augenzwinkernde Kurzfeatures, die primär für die junge Hauptzielgruppe produziert sind.
Besetzung Gag Reel (03:08 Min.)
Alternative Eröffnungsszene (03:28 Min.)
Entfallene Szenen
- Erster Schultag (06:05 Min.)
- Zank in der Küche (00:55 Min.)

- Shivers auf der Polizeiwache (02:05 Min.)
- Zach haut Lorraine ab (00:44 Min.)
Gänsehaut Szenenbild - Flirt im Auto (00:39 Min.)
- Davidson und Abby (00:32 Min.)
- Alternatives Ende (02:03 Min.)
Alles über Slappy (04:44 Min.)
Anleitung für Anfänger: Wie man eine „Gänsehaut“-Kreatur überlebt (05:47 Min.)
Seltsame Dinge passieren…auf dem Set (03:30 Min.)
Kreaturisiert! (08:56 Min.)
Besetzungs-Screentest-Galerie
- Dylan Minette und Odeya Rush (02:49 Min.)
- Jack Black, Dylan Minette & Odeya Rush (01:30 Min.)
- Jack Black und Dylan Minette 1 (02:24 Min.)
- Jack Black und Dylan Minette 2 (00:45 Min.)
Vorschau (Trailer Angry Birds, Open Season: Scared Silly)


Fazit:
„Gänsehaut“ ist eine liebevoll gemachte und sehr spaßige Gruselkomödie, die besonders jungen Heranwachsenden und Monsterfilmfans Freude machen sollte. Eine starke, sehr sympathische und charismatische Besetzung, guter Humor und großer Abwechslungsreichtum machen den Film zu einem empfehlenswerten, kurzweiligen Spaß.

by Florian Hoffmann
Bilder © Sony Pictures Home Entertainment