Future World - Blu-ray

Blu-ray Start: 22.11.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 88 min

Future World Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Nach der Apokalypse ist die Welt eine Wüste. Wasser, Benzin und Munition sind alles, was zählt. In einer der letzten sicheren Oasen macht sich ein junger Prinz auf den Weg, um Medizin für seine sterbende Mutter zu suchen. In dem unbarmherzigen Wüstenland, das von einem gefährlichen Warlord und dessen Killer-Androidin Ash terrorisiert wird, gerät der junge Prinz schließlich in die Hände einer gnadenlosen Drogen-Queen. Gefangen in einer schmutzigen, düsteren Welt, die voller Gefahren ist, muss er sich nun seine Freiheit erkämpfen. Wird es ihm gelingen, zu entkommen und seine Mutter zu retten?

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Tiberius Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Making-Of, Trailer

DVD und Blu-ray | Future World

Blu-ray
Future World Future World
Blu-ray Start:
22.11.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 88 min.

zur Blu-ray Kritik
Future World - Limited SteelBook Edition (2 Disc) Future World - Limited SteelBook Edition (2 Disc)
Blu-ray Start:
22.11.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 88 min.
DVD
Future World Future World
DVD Start:
22.11.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 85 min.

Blu-ray Kritik - Future World

Blu-ray Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 7/10
Ton: | 9/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 5/10


Keine Ressourcen, keine Emotion, Überlebensängste und Leid. Attribute, die in der Filmlandschaft schon lange viele Endzeit-Geschichten prägen. In das zugehörige und von einigen groß produzierten Blockbustern beherrschte Genre möchte nun auch FUTURE WORLD vorstoßen. Ob das gelang und die Blu-ray überzeugen kann, lest Ihr in unserer Kritik. FUTURE WORLD füllt ab dem 22.11.2018 bundesweit die Filmregale auf DVD, Blu-ray und in einer limitierten Steelbook-Edition.

FUTURE WORLD überrascht zunächst durch seine Dysbalance zwischen Marketing-Bemühungen und Feingehalt seines Casts. Zum Mainstream dürfte der Film bis jetzt kaum durchgedrungen sein, findet man doch in der Darsteller-Riege Namen wie James Franco (Kriegsherr; 127 HOURS), Lucy Liu (Königin; KILL BILL VOL. 1), Suki Waterhouse (Ash; DIE BESTIMMUNG – INSURGENT) oder auch Milla Jovovich (Drogenboss; DAS FÜNFTE ELEMENT) vor. Doch oft verstecken sich gerade hinter Produktion, deren Werbeplakate nicht noch in der hintersten Ecke ruraler Dorfplätze zu finden sind, durchaus kleine Schätze. Die unheimliche Ähnlichkeit zum Genreprimus MAD MAX ist nach Blick auf das Cover nach wenigen Sekunden gekkärt, aber auch hier finden sich regelmäßig Filme, die sich Bekanntem oder bereits Erstelltem bedienen, daraus aber mit qualitativer Arbeit entsprechend neue Kunst schaffen können und Individualität hinterlegen. FUTURE WORLD scheint also nicht allzu schlechte Karten zu haben.

James Franco und Suki Waterhouse in Future World
James Franco und Suki Waterhouse in Future World © Tiberius Film
Wie in nahezu jedem Film, der sich Apokalypsen oder Untergangs-Szenarien zum Thema macht, startet man mit einigen Einstellungen, der dunklen, aber doch stechend grellen Welt. Der Zuschauer sieht marode Biker-Gangs, menschenverachtende Verbrechen, graues Ödland und das weite Nichts, das die brennende Hitze in dieser „Future World“ verursacht hat. Mit wenig inhaltlicher Verknüpfung stößt man auch aufgrund der mit 88 Spielminuten eher kurzen Lauflänge zügig auf das plotauslösende Element: Prince (Jeffrey Wahlberg; COUNTERPART) möchte um jeden Preis das Medikament besorgen, das das Leben seiner Mutter retten kann, sich jedoch am anderen und berüchtigten Ende der Prärie befindet. Laut offizieller Filmbeschreibung begebe er sich nun auf eine Reise voller Gefahren und Hindernisse. Diese Hindernisse zeigen sich allerdings nur in einem übergeordneten Punkt, der kurz darauf seinen Platz in der Handlung findet: Der junge Prinz gerät in die Fänge des mächtigen Kriegsherrn und muss fortan darum kämpfen, seine Freiheit zurück zu erlangen. Killer-Android Ash kommt ihm wenig später bei Umsetzung dieses Plans äußerst ungelegen, allerdings muss man sich als Zuschauer schon fast über diesen Charakter freuen, da er zu den wenigen Dingen zählt, die vor einem vorzeitigen Abbruch retten könnten (Konzeption der Charakterfunktion). Vornehmlich verantwortlich dafür sind massive Missstände in Pacing und Storytelling, die in solchen Produktionen nicht oft festzustellen sind. Die Handlung wirkt an einigen Stellen übermäßig konstruiert und dermaßen artifiziell, dass es fast schmerzt. Der plumpe Titel und das dümmliche gesprochene Wort verschlimmern an dieser Stelle zusätzlich noch eher als zu verbessern. Man gerät auf trivialste und ungehobeltste Art und Weise vom vorigen Handlungsstrang zum nächsten und schafft zu keinem Zeitpunkt verknüpfende Szenen oder protagonisteneigene Aussagen im Zusammenhang. Möchten die Produzenten ein Story-Element einfügen - während die Daseinsberechtigung einiger davon und selbst ganzer Rollen oft strittig bleiben -, wird es sofort in Windeseile in der nächsten Szene abgehakt und man schreitet unbehelligt in der Erzählung fort (vgl. Beginn des „Roadtrips“ und Ausstattung).

Milla Jovovich in Future World
Milla Jovovich in Future World © Tiberius Film
Diese große und omnipräsente Schwäche ist besonders unglücklich, da sich gegengeordnete handwerkliche Aspekte in FUTURE WORLD in der Regel zeigen lassen können. Die fast durchgängig oberflächlich zitrus gefärbte Bildkomposition fügt sich gut in das Setting ein, das zu großen Teilen in Brawley (Impirial Valley, Grenze zu Mexiko) Platz fand. Dieser hauptsächlich gezeigte Handlungsort wird vor allem zu Beginn gegenüber der Oase, in der die reiche Familie des Prinzen samt seiner Mutter wohnt, abgelichtet, was einen frischen Kontrast bietet. Im weiteren Film schaltet er aber nur noch sehr rar zu diesem Ort zurück, wodurch dieser Aspekt verfällt. Auch äußerlich-thematisch findet man ein interesseweckendes Detail in Form des Reichtums und der (ehemals) sozialen Stellung der Familie wieder. Zwei Aspekte, die unverbraucht sind, aber nicht ausdauernd genug eingebettet werden und deswegen kaum punkten.

Kameratechnisch entgegnet man dem Gefühl, dass FUTURE WORLD über diesen technischen Aspekt genannte Kritikpunkte wettmachen möchte. Der Film ist in einigen Momenten durchaus kreativ fotografiert, bedient sich Slow-Motion-Aufnahmen, Plansequenzen und aufwendigeren Kamerafahrten, was jedoch vor dem Hintergrund der erzählerischen Schwächen nicht so wertgeschätzt werden kann wie es vor anderem müsste. Währenddessen hat der Filmschnitt immer wieder mit unsauberer Schnittsetzung und folglich ebenfalls mit leichten Kontinuitätsproblemen zu kämpfen. Mit Effekten ist man in FUTURE WORLD ebenfalls nicht passiv umgegangen und zeigt ein verhältnismäßig breites Portfolio. Dieses reicht von explosiven Szenen bis hin zu einer stilistischen Bildbearbeitung (vgl. gestaltete Bildfehler).

Suki Waterhouse in Future World
Suki Waterhouse in Future World © Tiberius Film
Oft monoton, stimmungsvorschreibend und leicht hypnotisch zeigt sich die musikalische Untermalung des Gezeigten, die später eher negativ auffällt als zu unterstützen.
Das erwartete und nicht überraschende Ende schließt den Streifen sodann ab und zeigt, wie hoch der Stellenwert einer handwerklich gut geschriebenen Handlung bereits bei solch kurzen Filmen ist und sein muss.

Bild
Das Bild zeigt sich in einem Bildformat von 1.920 x 1.080p und im Ansichtsverhältnis 2.40:1 bei 23,976 Hertz. Während sehr oft gezeigter Szenen schlicht fahrender Motorradgangs weist das Bild gute dynamische Werte vor und bricht nicht ein. Lediglich an Tiefenschärfe büßt man in größeren Einstellungen etwas ein und die Kamera wirkt in bewegten Plansequenzen nicht immer rund.

Ton
Tontechnisch hat man die Wahl zwischen einem Deutsch DTS-HD MA 5.1 oder einem Englisch DTS-HD MA 5.1. Dieser technische Aspekt ist geglückt, da die akustische Auf- und Nachbereitung allemal zu akzeptieren sind. Sounds sind satt wie räumlich und bilden sich gut ab. Lediglich das Balancing verursacht leichte Abzüge.

Extras
Ein Making-Of ist neben dem Trailer und Programmtipps das einzig erwähnenswerte Extra, das sich eher wie eine Trailershow anfühlt als dem Zuschauer brauchbare hintergründliche Informationen über die Produktion zu geben. Clapperboards bekommt man in diesen 13 Minuten selten zu Gesicht.


Fazit:
Wenige ansehnliche Szenen verduften in FUTURE WORLD neben den eklatanten Problemen mit Pacing und Handlung wie ein Wassertropfen auf den heißgelaufenen Motorrädern der Gang.

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by Denis L. Klemm
Bilder © Tiberius Film




Future World - Trailer