Free Fire - Blu-ray

Blu-ray Start: 25.08.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 91 min

Free Fire Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Eine verlassene Lagerhalle in Boston, 1978: Chris (Cillian Murphy, „Inception“ ) trifft sich dank Zwischenhändler Ord (Armie Hammer, „Lone Ranger“) und Justine (Brie Larson „Kong: Skull Island“) mit Waffenhändler Vernon (Sharlto Copley, „Elysium“), eine große Ladung Waffen soll verkauft werden. Ein simpler Handel, der allerdings durch einen dummen Zwischenfall schnell in einen blutigen Überlebenskampf ausartet! Dabei nutzt Regisseur Ben Wheatley („High-Rise“) alle Ecken und Winkel der Lagerhalle aus und präsentiert ein actionreiches Shootout mit viel schwarzem Humor. Regie-Legende Martin Scorsese („The Wolf of Wall Street“) war vom Script derart begeistert, dass er als ausführender Produzent mit an Bord kam!

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien / Splendid Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Niederländisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Interviews, Making-of, B-Roll, Trailer

DVD und Blu-ray | Free Fire

Blu-ray
Free Fire Free Fire
Blu-ray Start:
25.08.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 91 min.

zur Blu-ray Kritik
Free Fire - Limited Special Edition Free Fire - Limited Special Edition
Blu-ray Start:
25.08.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 91 min.
DVD
Free Fire Free Fire
DVD Start:
25.08.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 88 min.

Blu-ray Kritik - Free Fire

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 7/10


Free Fire beweist, dass ein Film trotz einer extrem simplen Handlung und einem einzigen Schauplatz unglaublich clever und unterhaltsam sein kann. In Free Fire wird von einem Waffendeal in einer Lagerhalle erzählt, der schief geht und in eine wilde Schießerei zwischen und innerhalb der beiden Parteien mündet. Dies klingt plump auf dem ersten Blick, sind jedoch im Großen und Ganzen wirklich spaßige 90 Minuten geworden.

Free Fire Szenenbild Der Inhalt des Films wurde bereits in einem Satz in der Einleitung oben wiedergegeben. Viel mehr braucht man hier nicht zu sagen. Man sollte daher lieber einen genaueren Blick auf die Inszenierung und der Entwicklung der Handlung werfen. Im ersten Drittel ist es eher sehr dialoglastig. Diese Dialoge hört man jedoch gebannt zu, da sie humorvoll, bissig und unterhaltsam geschrieben sind. Die Charaktere wirken mysteriös und spannend. Man erfährt nicht viel, aber auch nicht zu wenig. Teilweise kann man sie schlecht einschätzen, ob sie zu den Guten oder Bösen gehören und was für Fäden im Hintergrund gezogen werden. Es gibt einen guten Mix aus verschiedensten Charakteren. Eine einzige Frau gibt es in der Lagerhalle, gespielt von Oscarpreisträgerin Brie Larson (Raum), welche die Rolle der Vermittlerin übernimmt. Darüber hinaus gibt es den misstrauischen Käufer, gespielt von Cilian Murphy (Dunkirk), einen arroganten Waffenhändler, stark verkörpert von Sharlto Copley (District 9) und letztlich gibt es noch Armie Hammer, der eine ebenfalls coole Performance liefert. Alle im Cast überzeugen vollends und ergeben ein tolles Ensemble.

Die Action ist herausragend inszeniert. Der Film hat zwar im letzten Viertel seine Längen bzw. wirkt etwas anstrengend nach einer Weile auf den Zuschauer, doch spannend ist der Film allemal. Die Schießereien wirken allesamt sehr authentisch. Das gleiche gilt für die Verletzungen, auch wenn man hier als Zuschauer etwas gutgläubig sein muss, da extrem viele Treffer die ganzen Beteiligten lediglich in nicht lebensbedrohlichen Bereichen wie Arme, Beine oder Schulter treffen. Dies hat gleichzeitig zur Folge, dass fast sämtliche Charaktere in der 2. Hälfte des Filmes quasi nur noch kriechen können, was ziemlich komisch aussieht und den Zuschauer zum Schmunzeln bringt. Der Film hat insgesamt auch eine intelligente Prise Humor, die den Zuschauer zum Lachen bringt. Dieser Humor ist jedoch keiner, der auf Slapstick-Einlagen während den Schießereien basiert, sondern entsteht aus den knackig geschriebenen Dialogen zwischen den Beteiligten und einem sehr guten Timing. Man bleibt bei diesem Film sehr lange am Ball. Obwohl nach einer knappen halben Stunde nur noch geschossen wird mit paar ruhigeren Momenten, in denen diskutiert und geredet wird, bleibt der Film dennoch faszinierend. Es gibt hier eine wirklich starke und sehr dynamische Kameraarbeit mit tollen Kamerafahrten und schönen Aufnahmen. Darüber hinaus wird hier mit sehr solider Schnittarbeit zum einen mehr Action und Spannung reingebracht, jedoch verliert man zu keinem Zeitpunkt die Übersicht. Man weiß, wer wohin schießt und wen getroffen hat und wo sich die Leute in der Lagerhalle befinden und verstecken. Regisseur Ben Wheatley ist es hier gelungen den Raum realistisch und nachvollziehbar zu gestalten. Free Fire SzenenbildDer Film spielt Ende der 70er Jahren und dies sieht man hier beim Make-up und der Frisur sowie der Kleidung der Protagonisten. Dies ist ebenfalls sehr gelungen. Jedoch muss man sich letztlich gestehen, dass dem Film hinten raus etwas die Puste ausgeht. 60-70 Minuten hat das ganze Szenario gut funktioniert, doch irgendwie hätte es mehr Einfälle oder irgendwas Besonderes gebraucht, um den Film höher zu bewerten, da er zum Schluss etwas monoton wirkt und etwas in die Länge gezogen wird. So bleibt der Film ein kurzweiliger Spaß, nicht mehr und nicht weniger.

Der Film bietet eine klasse Bildqualität. Der Ton bei den Dialogen ist etwas leise, jedoch klingen die Schießereien im Wohnzimmer äußerst stark und klar. Bei den Extras gibt es ein 16 Minuten langes Interview mit Regisseur Ben Wheatley sowie kurze Interviews mit den Darstellern Brie Larson, Sharlto Copley, Jack Reynor und Cilian Murphy. Darüber hinaus gibt es ein Making-of sowie ein B-Roll, die einen kleinen Einblick hinter den Kulissen zeigen, den Trailer und eine Trailershow.


Fazit:
Gegen Ende hin etwas langatmig und nicht mehr besonders kreativ, ist jedoch Free Fire insgesamt ein kurzweiliger Actionstreifen, der mit coolen Darstellern, stark inszenierter Action und einer guten Portion Humor trotz banaler Story zu unterhalten weiß und im Kern bis zum Schluss spannend bleibt.

by Morteza Wakilian
Bilder © WVG Medien / Splendid Film