Foxcatcher - Blu-ray

Blu-ray Start: 25.06.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 135 min

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Inhalt

Der Ringer und einstige Olympiasieger Mark Schultz (Channing Tatum) hat den Höhepunkt seiner Karriere bereits überschritten, als er ein Angebot bekommt, das er nicht ablehnen kann: Der exzentrische Multimillionär John Du Pont (Steve Carell) lädt ihn ein, auf sein luxuriöses Anwesen zu ziehen und dort gemeinsam mit dem US-Ringer-Team für die Olympischen Spiele 1988 in Seoul zu trainieren. Marks älterer Bruder und Mentor Dave (Mark Ruffalo), ebenfalls Ringer und gemeinsam mit seinem Bruder Doppel-Olympiasieger vier Jahre zuvor, soll sich auch anschließen. Während Mark sich schnell von den Verlockungen des reichen Lebens einlullen lässt, zögert der reifere, überlegtere Dave. DuPont, waffenvernarrter Neurotiker und Patriot mit Hang zum Größenwahn, verwickelt Mark währenddessen in eine gefährliche Abhängigkeit – Lob und Luxus werden gepaart mit Trainingsqualen und Psychospielen. Als sich Dave eines Tages doch überreden lässt, Teil von „Team Foxcatcher“ zu werden und mit Frau und Kindern auf das Anwesen zu ziehen, entfalten divergierende Ansichten, unterschwellige Aggressionen und DuPonts wachsende Paranoia eine desaströse Dynamik.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Die Geschichte von Foxcatcher, Geschnittene Szenen, Original Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Foxcatcher

Blu-ray
Foxcatcher Foxcatcher
Blu-ray Start:
25.06.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 135 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Foxcatcher Foxcatcher
DVD Start:
25.06.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 129 min.

Blu-ray Kritik - Foxcatcher

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 8/10


Es war schwer zu glauben, aber bei dem hässlichen und überaus böse wirkenden Trainer aus dem „Foxcatcher“ - Trailer handelte es sich wirklich um Kultkomiker Steve Carell. Und auch Channing Tatum schien sich mit seiner Figur endgültig von seinem Schönlings-Image zu verabschieden und schreckte sogar nicht vor tendenziell eher unästhetischen Blumenkohl-Ohren zurück. Aber kann „Foxcatcher“ auch inhaltlich überzeugen? Nach der Sichtung kann ich garantieren: Es handelt sich definitiv um mehr als ein banales Verkleidungsspiel! Der von Bennett Miller („Capote“, „Moneyball“) inszenierte Sportthriller erreicht stellenweise eine unglaublich hohe Intensität, ist beeindruckend gespielt und jederzeit intelligent geschrieben.

Als der frustrierte Ringer und einstmalige Olympiagewinner Mark Schultz (Channing Tatum) dem sportbegeisterten Multimillionär John du Pont (Steve Carell) begegnet und von diesem ein großzügiges Angebot bekommt, schöpft er neue Motivation. Pont garantiert unter perfekten Bedinungen ein Vorbereitungstraining für die nächsten Olympischen Spiele und Mark wird dafür auch noch ordentlich bezahlt. Schultz nimmt das Angebot an, zieht auf Ponts riesige Farm und trainiert fortan gemeinsam mit dem Team Foxcatcher. Doch John du Pont ist nicht die nette Vaterfigur, die er vorgibt zu sein und sehr bald wird Mark mit der düsteren Seite des Millionärs konfrontiert. Der Konflikt steigert sich so weit, dass Mark mit seinem Trainer kein Wort mehr wechseln will. Sein Bruder und Mentor Dave (Mark Ruffalo) versucht das beste aus der Situation zu machen und motiviert Mark weiterhin zum Training, doch alles scheint auf eine Katastrophe hinauszulaufen...

Der auf einer wahren Geschichte basierende Sportthriller nimmt zugegebenermaßen etwas langsam an Fahrt auf und lässt sich dementsprechend viel Zeit, um seine Figuren und den interessanten Grundkonflikt zu etablieren. Doch das tut der Spannung keinen Abbruch und intensiviert diese ganz im Gegenteil sogar. Es ist eine große Freude, Zeuge der darstellerischen Leistungen von Carell, Tatum und Co. zu sein, die mit „Foxcatcher“ allesamt beweisen, welch talentierte Schauspieler sie sind. Obwohl Tautums Mark Schultz eindeutig die Hauptigur des Filmes ist, vermag es vor allem der „Antagonist“ des Filmes bleibende Akzente zu setzen. Steve Carells eindringliche Performance schafft es tatsächlich, im Zuschauer ein wahres Gefühlschaos auszulösen – von Angst über Ekel, bis hin zu Mitleid deckt diese Figur so ziemlich jedes emotionale Extrem ab, das man sich vorstellen kann. Sein riesiges Anwesen wirkt zudem ein wenig wie die Villa aus einem Horrorfilm und entsprechend dämonisch fällt seine Aura aus. Regisseur Bennett Miller inszeniert das alles mit einem feinen Gespür fürs Subtile und fällt glücklicherweise nicht auf den für Sportfilme typischen Patriotismus herein. Obgleich letzterer großes Thema des Filmes ist, wird er zu keiner Sekunde für die Manipulation der Zuschauer benutzt, sondern jederzeit mit kritischer Distanz betrachtet. Generell dürfte „Foxcatcher“ auch einem Publikum gefallen, das sich normalerweise nicht für das Genre interessiert, da der Sport zwar wichtiger Bestandteil der Story ist, aber im Fokus immer die höchst ambivalente und spannende Beziehung der beiden interessanten Hauptfiguren steht. Ansehen!

Die Blu-ray von Koch Media verfügt über eine hervorragende Bild- und Tonqualität – einem ungestörten Filmgenuss steht absolut nichts im Wege. In Sachen Bonusmaterial macht die Disc aber leider nur eine durchschnittliche Figur. So haben es neben einem 16 Minuten langen Video zur Story des Filmes nur einige Deleted Scenes und der Trailer mit an Bord geschafft.


Fazit:
Bennett Millers „Foxcatcher“ hat eine packende Sotry zu bieten und kann vor allem durch das intensive Spiel seiner Darsteller punkten. Steve Carells grandiose Leistung allein, macht den Film schon zur Pflichtangelegenheit!

by Jonas Hoppe
Bilder © Koch Media