Forgotten Silver - Kein Oscar für Mr. McKanzie - Blu-ray

Blu-ray Start: 07.12.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 53 min

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Inhalt

Mit dem „Herr der Ringe“ Peter Jackson widmet sich der größte Neuseeländische Regisseur aller Zeiten seinem legendären Vorgänger Colin McKenzie. Dass jener niemals existiert hat, spielt dabei keine Rolle in dieser frühen Mockumentary, die selbst als vergessener Goldschatz im Schaffen Peter Jacksons gelten darf.
U. a. Peter Jackson selbst, Sam Neill, Produzentenlegende Harvey Weinstein und Kritikerikone Leonard Maltin sind zu sehen in dieser genial konstruierten alternativen Filmgeschichte, nach der ausgerechnet ein unbekannter Neuseeländer für die frühen Innovationen der Filmgeschichte verantwortlich sein soll. Ein Fest für Freunde des abseitigen Humors oder das am besten gehütete Geheimnis der Filmgeschichte?

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Audiokommentar mit Peter Jackson und Costa Botes, Geschnittene Szenen (ca. 9 Minuten), Making of „Behind The Bull“ (ca. 22 Minuten)

DVD und Blu-ray | Forgotten Silver - Kein Oscar für Mr. McKanzie

Blu-ray
Forgotten Silver - Kein Oscar für Mr. McKanzie Forgotten Silver - Kein Oscar für Mr. McKanzie
Blu-ray Start:
07.12.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 53 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Forgotten Silver - Kein Oscar für Mr. McKanzie Forgotten Silver - Kein Oscar für Mr. McKanzie
DVD Start:
07.12.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 53 min.

Blu-ray Kritik - Forgotten Silver - Kein Oscar für Mr. McKanzie

Blu-ray Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 8/10


Haben Sie schon einmal den Namen Colin McKenzie gehört? Nein!? Dann ist es höchste Zeit, diese Allgemeinwissenslücke zu füllen, denn Colin McKenzie ist DER Pionier der Kino- und Filmgeschichte. Vergessen Sie Namen wie LUMIERE oder SKLADANOWSKY, der wahre Vorreiter in Sachen Film- und Fototechnik ist der Neuseeländer Colin McKenzie, dessen Lebenswerk und Errungenschaften von keinem geringerem als Regisseur Peter Jackson in diesem Film erzählt werden.
In original Super-8 Filmaufnahmen, die eigentlich als verschwunden galten, werden unter anderen die überragenden Kulissen gezeigt, die McKenzie für seine Filme errichten lies.
Schauspieler, Regisseure und bekannte Filmkritiker geben sich in dieser Spielfilmähnlichen Dokumentation die Klinke in die Hand und berichten über das Lebenswerk eines Mannes, den die Geschichtsschreibung bislang völlig ignoriert hat. Sie sagen, dass alles klingt zu fantastisch um wahr zu sein…und damit haben sie vollkommen recht! Was wir hier sehen, ist die fiktive Geschichte eines Mannes, den es nie gegeben hat. Peter Jackson zelebriert in dieser Mockumentary eine unglaublich detaillierte Liebeserklärung an das Medium Film und bereitet uns durch unterschwelligen und unkonventionellen Humor hochwertigen Filmspaß.

Peter Jackson, berühmt geworden durch seine Verfilmungen der „Herr der Ringe-Bücher“ von J.R.R. Tolkien, zeigt uns in diesem Frühwerk sein Potential als akribischer und kreativer Filmemacher. Nachdem er vorher mit den Filmen „Braindead“, „Meet the Feebles“ und „Bad Taste“ Kultstatus unter Horrorfilmfans gewann und dem Sub-Genre Fun-Splatter neuen Aufschwung verpasste, zeigte er sich 1994 der breiten Öffentlichkeit mit dem Film „Heavenly Creatures“ und wurde fortan von Fans und Kritikern als ernstzunehmender Regisseur wahrgenommen. Ein Jahr inszenierte Jackson „Forgotten Silver“ und versetze die Öffentlich abermals in Erstaunen bezüglich seiner Wandlungsfähigkeit. Reagierten noch einige Kritiker mit Unverständnis und warfen Jackson vor, den Zuschauer an der Nase herum zu führen, erkannten nur wenige die unterschwellige Huldigung der Anfänge der Filmgeschichte und Jacksons geniale Aufmachung dieser Mockumentary, die auch heute noch über Referenzqualität verfügt.

Jackson nahm dieses Projekt unglaublich ernst und genau dies bekommt der Zuschauer in jeder Minute zu spüren. Die angeblich neu aufgetauchten Super-8 Aufnahmen sind dermaßen realistisch, detaillreich und authentisch nachgedreht, dass nur geübten Augen die Manipulation auffallen wird. Die interviewten Schauspieler (unter anderem Sam Neill), Regisseure und Filmkritiker spielen Jacksons Spiel wunderbar mit und sorgen durch ihre ernsten Minen für weitere vorgespielte Glaubwürdigkeit. Bei aller Sachlichkeit kommt der humorvolle Aspekt aber auf keinen Fall zu kurz…allein der Auftritt einer Buster Keaton – Imitation sorgt mehrmals für lautes Gelächter

Die Frage nach dem Sinn einer solchen Mockumentary stellt sich unausweichlich, da der Wahrheitsgehalt gleich null ist. Die augenscheinliche Liebeserklärung an die Anfänge der Film- und Kinogeschichte wurde bereits angesprochen, doch es dabei zu belassen wäre zu einfach. Der inhaltliche Wert für den Zuschauer wird sich erst im Nachhinein ergeben, nachdem ihm der Spiegel bezüglich seiner Leichtgläubigkeit vorgehalten wurde. Jemand der merkt, dass die Geschichte in diesem Film nicht wahr ist, wird seine kritische Haltung gegenüber Dokumentationen und sein Bewusstsein über die manipulativen Ressourcen von Filmen im Allgemeinen zwangsläufig überdenken. Dadurch wird die wichtige Erkenntnis gewonnen, dass Filme auch manchmal nur das Abbilden, was sie abbilden wollen.

Die Blu-ray verfügt über gute Bild- und Tonqualität. Als Extras gibt’s ein 22-minütiges Making-Of und einige geschnittene Szenen.

Fazit: Liebevoll inszenierte Mockumentary, die durch ihre charmant-ironische Art das Herz eines jedes Cineasten erobern wird.

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by Till Huber
Bilder © Koch Media Home Entertainment