Fleming - Blu-ray

Blu-ray Start: 26.09.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 180 min

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Inhalt

London im Jahr 1939. Ian Fleming ist ein Playboy, der das Leben in vollen Zügen genießt, aber im Schatten seines erfolgreichen Bruders Peter steht. Seine Mutter Evelyn hat genug von seinem Treiben und legt ein gutes Wort beim Premierminister ein. Fleming bekommt einen Job im Marine-Nachrichtendienst. Er hat zwar keinerlei Erfahrung, denkt aber unkonventionell und verfügt über gute Instinkte. Neben seiner neuen Tätigkeit als Spion lässt sich Fleming mit zwei jungen Damen ein: der naiven Muriel Wright und der geheimnisvollen Anne O’Neill. Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, sind Flemings Methoden und Fähigkeiten gefragter denn je, und er beginnt seine wahren Talente zu entdecken und setzt als Spion sein Leben aufs Spiel. Seine Abenteuer, die er in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Jamaica erlebt, werden für ihn die Inspiration für eine der größten Figuren der Filmgeschichte sein: James Bond.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien / Polyband Medien
Tonformate:
DTS-HD 2.0 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD

DVD und Blu-ray | Fleming

Blu-ray
Fleming Fleming
Blu-ray Start:
26.09.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 180 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Fleming Fleming
DVD Start:
26.09.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 180 min.

Blu-ray Kritik - Fleming

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 7/10


Kaum ein Filmmythos kann es mit dem des britischen Geheimagenten James Bond aufnehmen, immerhin durfte der Spion ihrer Majestät bereits in 23 (offiziellen) Filmeinsätzen die Welt vor finsteren Schurken bewahren, mit bildhübschen Frauen ins Bett steigen und zahlreiche kulinarische Köstlichkeiten verspeisen. Aufgrund der enormen Beliebtheit der Filmfigur Bond, tritt seine ursprüngliche Daseinsform als Buchcharakter immer etwas in den Hintergrund. Doch tatsächlich waren auch die literarischen James Bond Abenteuer bereits sehr erfolgreich, was nicht zuletzt an der Tatsache lag, dass sich selbst John F. Kennedy öffentlich als großer Fan bekannte und den Verkauf somit zusätzlich in die Höhe trieb. Doch wer steckt eigentlich hinter der Kultfigur James Bond, die solch eine große Faszination ausüben und die Menschen seit Jahren begeistern kann? Mit der Mini-Serie „Fleming“ kommt der Zuschauer der Beantwortung dieser Frage etwas näher und erlebt nicht nur die Geburtsstunde des berühmtesten Geheimagenten der Welt, sondern vor allem zahlreiche Szenen aus dem ungemein spannenden Leben seines Erfinders, Ian Fleming.

Das Konzept hinter der Serie ist ebenso naheliegend wie sympathisch: Anstatt den Fokus auf eine realistische Nacherzählung des Lebens von Ian Fleming zu legen, rücken die biographischen Ansprüche etwas in den Hintergrund und man konzentriert sich voll und ganz auf die spannendsten Jahre im Leben des Bonderfinders - Ian Flemings Zeit als Spion im Zweiten Weltkrieg. Gleichzeitig orientiert man sich hinsichtlich der Inszenierung sehr stark an den Bondfilmen, zitiert wo es nur geht und lässt Dominic Cooper mit all der Coolness und Nonchalance des britischen Geheimagenten auftreten, dem die Frauen zu Füßen liegen und den seine Widersacher fürchten. „Fleming“ thematisiert also einen Ausschnitt aus Ian Flemings Biographie, liefert Hinweise auf die Ursprünge der Bondromane und verleiht dem Ganzen den visuellen Stil und die Inszenierung der späteren Bondkinofilme – eine gewagte Symbiose, die sich jedoch bezahlt macht! Die Serie ist spannend, sexy und ungemein flott inszeniert ohne dabei den Realismus vollends aus den Augen zu verlieren.
Als Glücksfall erweist sich zudem die Zusammenstellung des Darstellerensembles, das von einem grandios aufspielenden Dominic Cooper angeführt wird, der sich mit dieser Leistung durchaus auch für die Rolle des „echten“ James Bond in einem der kommenden Filme qualifizieren würde. Er siedelt sein Spiel irgendwo zwischen dem von Sean Connery und Daniel Craig an, ergänzt die Figur aber noch um die ein oder andere negative Facette. Diese Ambivalenz tut der Serie ebenso gut wie die erfreulich unkonventionell erzählte Liebesgeschichte, in deren Mittelpunkt Fleming und die von Lara Pulver gewohnt gut verkörperte  Ann O'Neill stehen. Sie spielt eine gleichsam emanzipierte wie verletzliche Frau, die sich ihren Platz in der von Männern dominierten Gesellschaft hart erkämpfen musste und mit einem wahren Chaos der Gefühle konfrontiert wird. Dass Lara Pulver in ihrer Darstellung (wie bereits in ihrem unvergesslichen „Sherlock“-Auftritt als Irene Adler) mal wieder extrem sexy daher kommt, erzeugt in jeder gemeinsamen Szene mit Dominic Cooper eine geradezu knisternde erotische Spannung, die in sehr stilvoll inszeniertem Sex gipfelt – sadomasochistische Einlagen inklusive. Einer der schönsten Momente von „Fleming“ ist auch zugleich der wohl kitschigste: Während eines Fliegerangriffs der Deutschen und einstürzendem Dachwerk ringsumher, küssen sich Fleming und Ann zum ersten Mal leidenschaftlich. Das mag zwar furchtbar überzogen klingen, funktioniert im Kontext der Erzählung jedoch perfekt und ist wunderbar romantisch inszeniert. Jedenfalls stimmt die Chemie zwischen Dominic Cooper und Lara Pulver gleich ab dem ersten gemeinsamen Auftritt, was einen Großteil zur Qualität der Serie beiträgt. Dass es noch einige weitere Frauenfiguren gibt, denen ein Techtelmechtel mit der Hauptfigur zugestanden wird, fördert Konfliktpotential zu Tage und verleiht dem Drehbuch eine angenehme Dynamik. Doch auch abseits von Flemings Liebeleien wird für gute Unterhaltung gesorgt, da seine Tätigkeit als Geheimagent genau jene Faszination verströmt, die seit über 50 Jahren die Bondfilme auszeichnet. Von seinem – sehr deutlich an M angelehnten – Vorgesetzten wird Fleming zunächst instruiert, muss sich einer schwierigen Ausbildung stellen und darf schließlich selbst zu gefährlichen Einsätzen aufbrechen. Obgleich das alles spannend inszeniert ist, müssen Zuschauer auf Actionszenen weitestgehend verzichten, hier bleibt Fleming durchaus realistisch. Dennoch wird bondtypisch Glücksspiel betrieben, nach Geheimdokumenten gesucht und mit Spionagegadgets herumhantiert. Der Zweite Weltkrieg wird glücklicherweise nicht ausschließlich als effekthascherische Kulisse genutzt, sondern dem Zuschauer zwischenzeitlich in seinem ganzen Schrecken präsentiert. Briefe mit Todesmitteilungen, Soldatenleichen am Straßenrand und kaltblütige Exekutionen verdeutlichen in welch grausamer Zeit sich die Hauptfigur gerade befindet, was der Serie in den richtigen Momenten die nötige Ernsthaftigkeit verleiht. Nichtsdestotrotz dominiert keineswegs ein pessimistischer Erzählton und in typischer Bondmanier kommt auch der britische Humor samt treffsicherer Oneliner nicht zu kurz. Mit seiner Kollegin Second Officer Monday (gab es da nicht mal eine Miss Moneypenny?) liefert sich Fleming in spritzigen Dialogen höchst amüsante Kabbeleien, die allen Fans der Bondfilme unglaublich gut gefallen dürften. Am meisten Spaß macht jedoch der köstliche Meta-Humor der Serie, der sich in Szenen wie der nachfolgend beschriebenen äußert: Fleming sitzt in einem Lokal und bestellt einen Vodka Martini, (geschüttelt, nicht gerührt natürlich,) allerdings kann er aufgrund seiner aktuellen finanziellen Lage leider nicht zahlen und bekommt stattdessen ein profanes Bier hingestellt. In solchen Momente trifft trockener Realismus mit filmischem Mythos zusammen…

Die Blu-ray hat zwar eine tolle optische und akustische Qualität zu bieten, enttäuscht aber leider enorm hinsichtlich des Bonusmaterials. Extras sind schlicht und einfach nicht vorhanden.

Fazit:
Die Mini-Serie „Fleming“ sorgt mit ihren vier Folgen für gute Unterhaltung und kommt als ein Mix aus Biographie, Bondfilm und Geschichtskino daher. Vor allem Bondfans dürften ihre helle Freude an der Serie haben!

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by Jonas Hoppe
Bilder © WVG Medien / Polyband Medien