Finding Graceland - Unterwegs mit Elvis - Blu-ray

Blu-ray Start: 25.08.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 98 min

Finding Graceland - Unterwegs mit Elvis Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Byron Gruman hat den Blues: Vor einem Jahr verlor er bei einem tragischen Unfall seine Frau, als sie sich gerade in ihrem Cadillac zu einem Elvis-Song küssten. Vor genau diesem noch immer zerbeulten Wagen wird Byron von einem sonderbaren Anhalter im rosa Jackett angesprochen. Widerwillig nimmt er ihn mit auf seine Reise durch die USA und bereut es sofort, als dieser behauptet, der echte Elvis zu sein. Er versucht den Kerl loszuwerden, doch als der Caddy schlapp macht, sorgt der angebliche Musikstar für eine kostenlose Reparatur. Die Zwangspause verbringen beide in einem Casino, in dem Byron die überaus attraktive Marilyn-Monroe-Imitatorin Ashley vor die Füße fällt. Nach einem fulminanten Bühnenauftritt seines Begleiters, beginnt er nun doch langsam in Betracht zu ziehen, dass dieser der legendäre King sein könnte ...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Concorde Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Interviews, Featurette, Entfallene Szenen, B-Roll

DVD und Blu-ray | Finding Graceland - Unterwegs mit Elvis

Blu-ray
Finding Graceland - Unterwegs mit Elvis Finding Graceland - Unterwegs mit Elvis
Blu-ray Start:
25.08.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 98 min.

zur Blu-ray Kritik

Blu-ray Kritik - Finding Graceland - Unterwegs mit Elvis

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 6/10


Elvis lebt. Oder doch nicht? Diese Frage stellt immer wieder das charmante moderne Märchen „Finding Graceland“, das Concorde hierzulande erstmals auf Blu-ray veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht Byron Gruman (Johnathon Schaech, „That Thing You Do!“, „Legends of Tomorrow“), der in seinem 59er Cadillac Cabrio durch New Mexiko reist und dabei einen mysteriösen Mitfahrer (Harvey Keitel) aufnimmt, der felsenfest behauptet Elvis Presley zu sein. Das Regiedebüt von David Winkler kam 1998 nur in wenigen Ländern ins Kino und ist seitdem mehr oder weniger in der Versenkung verschwunden. Es offenbart sich ein interessantes Kuriosum und ein kleiner Geheimtipp, denn das Road Movie erweist sich als durchaus sehenswert.

Was es mit dem Herumtreiber auf sich hat, erfährt man nie so recht. Der Film bleibt bezüglich seiner Identität weitestgehend ambivalent, „Elvis“ könnte ein armer, aber freundlicher Verrückter in rosa Sakko sein, ein Traumatisierter, der seine eigene Vergangenheit auf sonderbare Weise bewältigt und anderen Menschen auf die richtige Spur helfen will, er könnte eine Art Engel sein, eine übernatürliche Figur oder tatsächlich der King höchstpersönlich. Harvey Keitel ist dafür sicher eine etwas unorthodoxe Wahl, denn Ähnlichkeit mit Elvis hat er beim besten Willen nicht (was Byron auch umgehend feststellt). Dennoch ist Keitel sicher das Beste an diesem kleinen, sonderbaren und ruhigen Film. Er trägt „Finding Graceland“ mit seiner großen und überraschend locker-humorvollen Darstellung, an der er sichtlich Spaß zu haben scheint. Aber auch unerwartet zarte, verletzliche und gebrochene Momente füllt Keitel mit seiner bewegenden und sanftmütigen Präsenz.

Weniger überzeugend ist da leider sein recht steifes und lebloses Gegenüber, das zudem nur bedingt sympathisch daherkommt. Byron ist selbst ein gebrochener Mann, der versucht über seine bei einem fatalen Autounfall verstorbene Frau Beatrice (Gretchen Mol, „Boardwalk Empire“, „Todeszug nach Yuma“) hinwegzukommen. Seit ihrem Tod fährt er im immer noch demolierten und Fahrertür-losen Unfallwagen ziellos umher, bis er auf Elvis trifft. Dessen wenig subtile Art stößt auf wenig Gegenliebe, doch Byron will an seinem Versprechen festhalten ihn nach Memphis zu bringen. Auf dem Weg dorthin treffen die Beiden auf verschiedene andere Figuren, die von Elvis hypnotischer Wirkung bewegt werden, u.a. einem Highway-Polizist, der Elvis scheinbar aus seiner Kindheit kennt oder der Marilyn Monroe-Imitatorin Ashley (Bridget Fonda, „Jackie Brown“, „Ein einfacher Plan“), die Byron schließlich langsam aufwärmt.

„Finding Graceland“ ist letztlich ein angenehmer, recht unspektakulärer kleiner Film, der vor allem dank Harvey Keitels guter Performance überzeugt, aber auch durch seine Atmosphäre und klassisch amerikanische Ikonografie zu Gefallen weiß – lange Highways, Diner, alte Straßenkreuzer und schließlich Graceland (der erste Film, der dort drehen durfte). Auch der Soundtrack mit (erwartungsgemäß) verschiedenen Elvis-Songs, Titeln von Joe Cocker, John Lee Hooker und dem Hit „Walking in Memphis“ von Marc Cohn sorgt für gute und dichte Stimmung.

Bild
Die Bildqualität entspricht im Großen und Ganzen ihrem Alter und kommt ohne störende Fehler aus. Das mit leichtem Filmkorn versehene Bild ist insgesamt nicht allzu scharf, aber dennoch grundsolide. Auch in Sachen Kontrast und Farbumfang zeigt sich die Umsetzung grundsätzlich überzeugend.

Ton
Wie auch das Bild erweist sich die akustische Umsetzung als solide. Der Film spielt sich größtenteils frontlastig ab, nur selten gibt es Surround-Akzente (am ehesten bei den musikalischen Einlagen. Die Verständlichkeit der deutschen Fassung ist gut, die Original-Tonspur wirkt insgesamt etwas leiser.

Extras
Bei der Sonderausstattung finden sich zur Veröffentlichung produziertes EPK-Material und entfallene Szenen. Teilweise wiederholen sich Ausschnitte und Interviews, weshalb es getrost ausreicht nur die gesammelten Interviews zu sehen. Insgesamt informativ, aber wenig spektakulär.
Entfallene Szenen (08:03 Min.)
Featurette (05:39 Min.)
Interviews (26:14 Min.)
B-Roll (09:40 Min.)
Original-Trailer (02:24 Min.)
Programmtipps („On the Road – Unterwegs“, „Midnight in Paris“, „Das Labyrinth der Wörter“, „Nur für Personal“)


Fazit:
„Finding Graceland“ ist ein angenehmer und entspannter Geheimtipp, der mit seinem entschleunigten Erzählrhythmus und schöner Atmosphäre zu Gefallen weiß. Seine große Stärke ist letzten Endes aber ein sehr guter Harvey Keitel, der seine Rolle mit Spielfreude und Seele füllt.

by Florian Hoffmann
Bilder © Concorde Home Entertainment