Final Cut - Die letzte Vorstellung - Blu-ray

Blu-ray Start: 12.05.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min

Final Cut - Die letzte Vorstellung Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Martin und Allie wollen einen gemütlichen Abend bei Popcorn und Nachos im Kino verbringen. Doch der Kinosaal wird zu einer Falle und die beiden werden zu den unfreiwilligen Protagonisten ihres ganz persönlichen Horrorfilms. Ihr Peiniger ist Stuart, der alte Filmvorführer des Kinos, dessen Job durch die technische Entwicklung überflüssig geworden ist. Nun nutzt er das System von Überwachungskameras, um eine Vorstellung ganz nach seinen eigenen Wünschen zu inszenieren. Wer das Ende überleben wird, ist allerdings noch ungewiss..

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Tiberius Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
gelöschte und erweiterte Szenen, Trailer

DVD und Blu-ray | Final Cut - Die letzte Vorstellung

Blu-ray
Final Cut - Die letzte Vorstellung Final Cut - Die letzte Vorstellung
Blu-ray Start:
12.05.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Final Cut - Die letzte Vorstellung Final Cut - Die letzte Vorstellung
DVD Start:
12.05.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 85 min.

Blu-ray Kritik - Final Cut - Die letzte Vorstellung

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 6/10


Ideenarmut ist oft genug der größte Horror im Grusel- und Thriller-Genre. Wenn die Macher nicht mehr weiter wissen, warten sie häufig mit immer abstruseren Monster-Kreaturen auf. Oder sie kopieren sich mit kruden Slasher-Variationen im Endlos-Kreislauf. Von daher muss man Kurzfilm-Regisseur Phil Hawkins (auch Drehbuch und Produzent) geradezu dankbar sein, dass er in seinem Langwerk „The Last Showing“ (der „eingedeutsche“ DVD-Titel lautet „Final Cut – Die letzte Vorstellung“, 2014) wirklich mal andere Story-Pfade beschreitet. Seine Film-im-Film-Variante spielt geschickt mit Genre-Konventionen, reflektiert Standards und ist vor allem für Kenner eine unterhaltsame Privat-Vorführung. Final Cut - Die letzte Vorstellung SzenenbildGleich von einer Meta-Ebene zu sprechen, ginge aber wohl etwas zu weit.

„Freddy Krueger“ Robert Barton Englund hat hier nach etlichen Ausrutschern in anspruchsloser B-Ware wie „Lake Placid 4“ endlich mal wieder eine Top-Rolle erwischt und mimt den diabolisch-verschlagenen Filmvorführer Stuart. Im Zeitalter der Digitaltechnik ist für den Analog-Dino und seine Tätigkeit nach 25 Jahren in den modernen Multiplexen kein Platz mehr. Stattdessen muss er auf Geheiß seines Yuppie-Chefs Kondome aus dem Filmsaal einsammeln und Popcorn verkaufen. Nach außen wahrt Stuart die Fassade, doch in ihm brodelt es. Und für seinen Abgang hat er sich etwas ganz besonderes ausgedacht: seinen eigenen Film – und der wird keine Komödie.

Zu den unfreiwilligen Hauptdarstellern sind Martin (Finn Jones, der Loras Tyrell aus „Games of Thrones“) und Freundin Allie (Emily Berrington, „The White Queen“, „Sex on the Beach 2“) auserkoren, die sich in der Spät-Vorstellung „The Hills Have Eyes 2“ von „Nightmare-on-Elm-Street“-Regisseur Wes Craven (Achtung Anspielung!) reinziehen wollen. Eigentlich will nur sie, aber er kommt mit – nicht aus Interesse, sondern weil man von Gruselfilmen angeblich scharf wird. Doch schon bald, als Stuart im Monitor-Hinterzimmer die Regie übernimmt, ist das Grauen vor der Leinwand für Martin und Allie weitaus schlimmer als die angestaubten 80er-Schocks auf der Leinwand. Allie wird mit K.o.-Tropfen außer Gefecht gesetzt und entführt und Martin ist als Held wider Willen bei der Rettung seiner Freundin den Anweisungen und dem Wohlwollen Stuarts hilflos ausgeliefert. Der Beginn eines perfiden Katz-und-Maus-Spiels.

Final Cut - Die letzte Vorstellung Szenenbild Auch wenn einige Ungereimtheiten das weitere Geschehen trüben – wieso zum Beispiel ist Auslaufmodell Stuart so versiert in der Big-Brother-Technik und warum ist das große Kino plötzlich komplett leer? – und sich der etwas konstruierte Überbau nicht gänzlich kaschieren lässt, macht es Spaß, dem hinterlistigen Hobby-Regisseur bei der Arbeit zuzuschauen. Wie er seine Probanden mit Bild- und Ton-Manipulationen beeinflusst und an ihre physischen und psychischen Grenzen führt. Dabei kommt „Final Cut“ fast unblutig daher. So gesehen lässt sich der Film auch als eine Art Hommage an die Ära vor den heutigen Gewalt-Pornos verstehen, als es im Horror-Genre darum ging, was man nicht sah, und die Kamera nicht im Vollzoom auf freigelegte Eigenweide hielt. Das Ende ist garstig und lässt mit etwas Phantasie sogar Raum für eine Fortsetzung – im doppelten Sinne.

Auch wenn man von Stuarts Psychose gerne mehr erfahren hätte, spielt Robert Englund wunderbar zurückgenommen (mehr Kontrast zu den Eskapaden eines Freddy Krueger geht kaum), ohne, dass seine Figur dadurch an Schrecken einbüßt. Der 68-Jährige erinnert dabei zuweilen an Robin Williams in einem seiner wenigen bösen Parts in „One Hour Photo“. Highlight von Englunds Performance ist ein Gespräch mit Finn vis-a-vis durch eine Glasscheibe während einer „Drehpause“ seines Reality-Horrorfilms. Schließlich braucht sein Streifen auch launiges Bonusmaterial.

Apropos Bonusmaterial. Das fällt bei „Final Cut“ eher bescheiden aus. Neben Trailern gibt es gelöschte und erweiterte Szenen, die aber nichts Substanzielles zum Plot beitragen. Final Cut - Die letzte Vorstellung SzenenbildSchade, dass Multitalent Phil Hawkins nichts über die Entstehung seines Projektes preisgibt. Optisch kommt sein Werk eher unspektakulär daher, wenngleich einige atmosphärische Aufnahmen aus dem verlassenen Kino gelingen. Die eingestreuten Unschärfen sind bekannte inszenatorische Spielereien des Genres; die Bild-im-Bild-Einstellungen vermitteln das Gefühl permanenter Überwachung. Die Tonspur bleibt präsent, ohne zu übertreiben. Und „Final Cut“ lässt sich wunderbar im Original genießen. Die Schauspieler sprechen gut verständliches „englisches“ Englisch – auch Englund selbst, der gebürtiger Kalifornier ist.


Fazit:
„Ich möchte ein Spiel spielen“, hieß es einst bei „Saw“. „Final Cut“ spielt sein Spiel aus einer (etwas über)konstruierten Film-im-Film-Perspektive, deren innovativem Ansatz eine Portion Extra-Thrill gut getan hätte. Dass zudem die eine oder andere Story-Untiefe lauert, könnte man gleichzeitig als gewollte Hommage ans Genre interpretieren – war Logik doch noch nie die Stärke des Grauens.

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by Florian Ferber
Bilder © Tiberius Film




Final Cut - Die letzte Vorstellung - Trailer