Film Noir Classics - Die pechschwarze Serie - Blu-ray

Blu-ray Start: 02.05.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 276 min

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Inhalt

„Ministerium der Angst“:
England 1944: Stephen Neale ist frisch aus einer Nervenheilanstalt entlassen und wird fortan fälschlicherweise für einen Nazi-Spion gehalten ...

„Spiel mit dem Tode“:
Der Herausgeber eines Kriminalmagazins vertuscht den Mord an seiner Geliebten, indem er seinen Chefredakteur George Stroud auf die Spur einer fingierten Fährte setzt.

„Der schwarze Spiegel“:
Olivia de Havilland glänzt in der Doppelrolle zweier Zwillingsschwestern, von denen eine für den Mord an einem Modearzt verantwortlich ist.

Erstmals präsentiert Koch Media die größten seiner „Film Noir Classics“ auch in High Definition auf Blu-ray. Sorgfältig remasterte Fassungen legendärer Noir-Highlights, deren inhaltlicher Kontrastreichtum nun endlich auch in Bildschärfe und Tonqualität seine verdiente Entsprechung findet.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 3
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
DTS-HD 2.0 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Englisch
Bildformat: 1,33:1 (4:3 Vollbild) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailer, Bildergalerien, Alternative Sprachfassungen zu „Spiel mit dem Tode“

DVD und Blu-ray | Film Noir Classics - Die pechschwarze Serie

Blu-ray
Film Noir Classics - Die pechschwarze Serie Film Noir Classics - Die pechschwarze Serie
Blu-ray Start:
02.05.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 276 min.

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Blu-ray Kritik - Film Noir Classics - Die pechschwarze Serie

Blu-ray Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 9/10


In seiner „pechschwarzen Serie“ vereint der Verleiher Koch Media drei Klassiker des Film-Noir Genres, die inhaltlich wie formal allesamt zu überzeugen wissen und daher in keiner ordentlichen Sammlung fehlen sollten.

„Das Spiel mit dem Tode“:
Als dem Kriminal-Journalisten George Stroud (Ray Milland) zum wiederholten Male die Hochzeitsreise mit seiner Frau verwehrt bleibt, weil sein profitsüchtiger Verleger Earl Janouth (Charles Laughton) ihm keinen Urlaub geben will, droht ihm der Kragen zu platzen. Deprimiert und wütend sucht er eine Bar auf und verbringt den Abend mit der attraktiven Pauline, die ihn schließlich in ihre Wohnung einlädt. Als dort jedoch ihr Liebhaber auftaucht, muss der alkoholisierte George schleunigst verschwinden. Am nächsten Morgen wird Pauline ermordet aufgefunden und George erhält den Auftrag in diesem Fall zu ermitteln. Schnell muss er feststellen, dass alle Indizien zu ihm führen…

- „Das Spiel mit dem Tode“ ist zugleich der rasanteste und beste Film der Collection. Neben seinem charmanten Hauptdarsteller Ray Milland („Bei Anruf Mord“) hat das düstere Verwirrspiel einen wahrlich brillanten Antagonisten zu bieten, der von Charles Laughton beeindruckend verkörpert wird und sich in nahezu jedem seiner Auftritte als echter Szenendieb erweist. Er alleine unterhält den Zuschauer mit seiner eindringlichen Performance daher den ganzen Film über schon auf höchstem Niveau. Präsentiert wird die spannende Noir-Hatz in ebenso düsteren wie ästhetisch ansprechenden Bildern, die alle Fans des Genres zufrieden stellen sollten. Regisseur John Farrow schafft es zudem, aus dem eigentlich eher durchschnittlichen Script das meiste herauszuholen und den Film somit zu einem rundum überzeugenden Zeitvertreib zu machen.

„Ministerium der Angst“:
Als Stephen Neale (Ray Milland) aus der Irrenanstalt entlassen wird, scheint sich zunächst alles zum Guten zu wenden. Voller Freude über seine wieder gewonnene Freiheit, besucht er ein Fest der “Mothers of the free Nations” und begegnet dort einer skurrilen Wahrsagerin, die ihm bei einem „Schätz-Spiel“ die richtige Lösung verrät. Allerdings kann er nicht ahnen, dass er dadurch in eine Verschwörung der Nazis verwickelt wird und schon bald von skrupellosen Spionen verfolgt wird…

- Fritz Lang war seinerzeit nicht gerade begeistert vom Drehbuch seines Noir-Filmes „Ministerium der Angst“ und versuchte zunächst erfolglos aus dem Projekt auszusteigen. Dass dennoch ein überzeugender Film entstanden ist, liegt zum einen an einem tollen Darstellerensemble (wieder mit dabei: Ray Milland) und zum anderen an Fritz Langs gewohnt stilvoller Inszenierung. Lediglich das betont fröhliche Ende des Filmes fällt negativ auf und will so gar nicht zur ansonsten düsteren Grundstimmung passen – die letzten Filmsekunden wirken beinahe schon wie eine Parodie. Nichtsdestotrotz bietet der Film ansonsten ungemein spannende Sequenzen, die von Lang wie üblich beeindruckend und intelligent umgesetzt wurden.

„Der schwarze Spiegel“:
Als Lieutenant Stevenson (Thomas Mitchell) den Fall des ermordeten Doktors Perada untersucht, scheint zunächst alles darauf hinzudeuten, dass die junge Terry Collins (Olivia de Havilland) die Mörderin ist. Sie wurde von mehreren Augenzeugen beim Verlassen der Wohnung des Opfers beobachtet und schien ein Verhältnis mit dem Arzt gehabt zu haben. Allerdings kann Terry ein wasserfestes Alibi vorweisen, weshalb es nicht zu einer Verhaftung kommen kann. Zu allem Überfluss hat Terry auch noch eine Zwillingsschwester, die optisch kaum von ihr zu unterscheiden ist und ebenfalls die Täterin sein könnte. Mit der Hilfe des Psychiaters Scott Elliott (Lew Ayres) versucht Stevenson Licht ins Dunkle zu bringen…

- Der dritte Film im Bunde kann durch eine raffinierte, jederzeit spannende Story und einige beeindruckende Zwillings-Duplizierungs-Effekte punkten. Allerdings ist „Der schwarze Spiegel“ teilweise von einem sehr störenden und ungemein infantilen Humor durchzogen, der sich in regelmäßigen Abständen als wahrer Atmosphärekiller erweist und daher vollkommen deplaziert wirkt. Zum Glück kann Robert Siodmak diesem kleinen Schönheitsfehler durch seine überzeugende Inszenierung jedoch erfolgreich entgegen wirken und den Film dennoch zu einem durch und durch sehenswerten Noir-Erlebnis machen.

Die technische Qualität der drei Blu-rays kann nur als hervorragend bezeichnet werden! Obwohl die Filme schon zahlreiche Jahre auf dem Buckel haben, erstrahlen sie in einer solchen Schärfe auf dem Bildschirm, dass man den Verantwortlichen gerne anerkennend auf die Schulter klopfen würde. Selbiges gilt für die Tonqualität der Discs, die angenehm klar daher kommt. Im Falle von „Das Spiel mit dem Tode“ befinden sich sogar eine Kino- und eine TV-Synchronisationsfassung mit an Bord, weshalb auch Puristen zufrieden gestellt werden sollten. Lediglich die Extras enttäuschen, da nur belanglose Bildergalerien und die Trailer mit auf die blauen Scheiben gepackt wurden.

Fazit:
Noir-Fans kommen an dieser hervorragenden Collection nicht vorbei! Die Filmauswahl ist ebenso gelungen wie die technische Qualität der Blu-rays, weshalb ich allen Interessierten zu einem Kauf des spannenden Film-Trios rate!

by Jonas Hoppe
Bilder © Koch Media