Fifty Shades of Grey - Befreite Lust (Unverschleierte Filmversion) - Blu-ray

Blu-ray Start: 14.06.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 110 min

Fifty Shades of Grey - Befreite Lust (Unverschleierte Filmversion) Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Die Regie übernimmt, wie bereits bei FIFTY SHADES OF GREY – GEFÄHRLICHE LIEBE, James Foley (Fear – Wenn Liebe Angst macht, House of Cards). Michael De Luca, Dana Brunetti und Marcus Viscidi zeichnen erneut für die Produktion verantwortlich, zusammen mit E L James, der Autorin der weltweiten Bestseller. Das Drehbuch stammt von Niall Leonard und basiert auf dem gleichnamigen Roman.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
, GB: DTS:X
TR: DTS Digital Surround 5.1
IT: DTS-HD High Resolution Audio 7.1
Untertitel:
D, GB, TR, IT, EL, AR, HI
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Unveröffentlichte Szene
Der finale Höhepunkt
Christian & Ana aus Sicht von Jamie & Dakota
Ein Gespräch mit E L James und Eric Johnson
Musikvideos

DVD und Blu-ray | Fifty Shades of Grey - Befreite Lust (Unverschleierte Filmversion)

Blu-ray
Fifty Shades of Grey - Befreite Lust (Unverschleierte Filmversion) Fifty Shades of Grey - Befreite Lust (Unverschleierte Filmversion)
Blu-ray Start:
14.06.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 110 min.

zur Blu-ray Kritik
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Blu-ray Start:
14.06.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 110 min.
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Blu-ray Start:
14.06.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 110 min.
DVD
Fifty Shades of Grey - Befreite Lust (Unverschleierte Filmversion) Fifty Shades of Grey - Befreite Lust (Unverschleierte Filmversion)
DVD Start:
14.06.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 101 min.
Fifty Shades of Grey - Befreite Lust (Limited Digibook) Fifty Shades of Grey - Befreite Lust (Limited Digibook)
DVD Start:
14.06.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 101 min.

Blu-ray Kritik - Fifty Shades of Grey - Befreite Lust (Unverschleierte Filmversion)

Blu-ray Wertung:
Film: | 3/10
Bild: | 10/10
Ton: | 9/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 5/10


Wer die ersten beiden Teile der Adaption von E.L. James qualitativ zweifelhafter SM-Romantik-Trilogie gesehen hat, dem muss eigentlich nicht mehr viel über Teil Drei gesagt werden. Während Sam Taylor-Johnson den Auftaktfilm mit ihrer stilvollen und zumindest andeutungsweise hintergründigen und augenzwinkernden Regie noch subtil aufwerten konnte, wurde sie genau wie Drehbuchautorin Kelly Marcel für die beiden Fortsetzungen ersetzt. Für die Adaption der hintereinander abgedrehten Fortsetzungen wurde James Ehemann Niall Leonard installiert, Regie führt der Industrie-Veteran James Foley („Glengerry Glen Ross“, „Verführung einer Fremden“), der schon seit 2007 keinen Spielfilm mehr realisiert hat. Leonard hat bisher nur fürs Fernsehen gearbeitet, Foley die letzten zehn Jahre ebenfalls. Das Resultat des zweiten wie auch des dritten Teils ist genau das, was man in dieser Ja-Sager-Konstellation erwarten konnte: Eine exakte Destillation von E.L. James qualvoll hölzerner und kitschiger Prosa in Filmform, die fast in allen Bereichen von Erzählung über Inszenierung bis zu Schauspiel komplett flach fällt.

Christian Grey (Jamie Dornan) und Anastasia Steele (Dakota Johnson)
Christian Grey (Jamie Dornan) und Anastasia Steele (Dakota Johnson) © Universal Pictures
Dass ein gestandener und Oscar-nominierter Kameramann wie John Schwartzman hier zumindest werbefilmartige Hochglanzbilder abliefert, die von Nelson Coates Set- und Shay Cunliffes makellosem Kostümdesign aufpoliert werden, ist wenig überraschend. In der Tat kommt es einem manchmal vor, als wäre „Befreite Lust“ ein Audi- und Innenarchitektur-Werbespot, um den man einen Film gebaut hat. So bietet auch der Höhe- bzw. Tiefpunkt der Trilogie Edeltrash in seiner reinsten Form, der von Szene zu Szene unfreiwillig komischer wird und ganz nahe am Rand zur Selbstparodie steht. Irgendwo bleibt angesichts der geballten Absurdität, bei der sich die Darsteller sichtbar durch grauenvoll gestelzte und an Plakativität kaum zu überbietende Dialoge quälen, der Unterhaltungsfaktor noch recht hoch. Doch letzten Endes ist klar: Mittlerweile langweilt sogar dieser So-schlecht-dass-es-wieder-gut-ist-Faktor, denn hier passiert eigentlich nichts Nennenswertes mehr.

Am Ende von Teil Zwei nahm Anastasia Steele (Dakota Johnson) den Heiratsantrag von ihrem Langzeit-Liebhaber und Hobby-Sadomasochisten Christian Grey (Jamie Dornan) an, während Anas eifersüchtiger Ex-Boss Jack Hyde (Eric Johnson) im Hintergrund lauerte und auf Rache schwor. Genau hier setzt „Befreite Lust“ nun an: In puren Edelkitsch-Bildern heiratet das Paar vor luxuriöser Kulisse und reist anschließend untermalt von Hailee Steinfelds durchaus eingängigem Pop-Song „Capital Letters“ durch die schönsten Flecken Europas. Die sommerlichen Flitterwochen mit all ihren Privatjetflügen, Besuchen in der Pariser Oper, Jetskifahrten an der französischen Riviera oder schlichtem Sightseeing werden natürlich in postkartenreife Hochglanzbilder gepackt.

Christian Grey (Jamie Dornan)
Christian Grey (Jamie Dornan) © Universal Pictures
Die erste völlig unerotische Sexszene, die wie gewohnt standardmäßig vom penetrant einsetzenden Soundtrack unterlegt wird, lässt da auch nicht lange auf sich warten – ebenso wie die erste Diskussion, bei der Christian zum x-ten Mal seine Besitzansprüche klarmacht. Auch wenn alle anderen Frauen nackt am französischen Strand liegen, seine Ana soll sich doch tunlichst bedeckt halten. Dass Ana jedoch ihren eigenen Kopf hat und in diesem Machtspiel ihren Willen durchsetzen kann, hat man auch schon zuvor mitbekommen. Solche Bonmots wie „Titten im Tittenland“ allerdings noch nicht.

Foley trägt natürlich erneut ganz dick auf und lässt jegliche Momente für echte Charakterentwicklung oder psychologische Tiefe ganz im Sinne von E.L. James sträflich vermissen. Diesmal kann selbst eine durchaus interessante Darstellerin wie Dakota Johnson ihrer Rolle keine Dimension geben, während besonders der fast beschämt wirkende Jamie Dornan den Eindruck macht, als könnte er es nicht erwarten, endlich aus diesem Universum zu entfliehen. Auch der beste Darsteller könnte diese undankbaren Dialoge nicht glaubwürdig oder interessant rüberbringen, so bleibt Dornan auch hier schrecklich blass und ausdruckslos.

Christian Grey (Jamie Dornan) und Anastasia Steele (Dakota Johnson)
Christian Grey (Jamie Dornan) und Anastasia Steele (Dakota Johnson) © Universal Pictures
Die Sexszenen haben wie auch schon im Vorgänger kaum noch Anziehungskraft, da sie so klinisch rein und unbeholfen mechanisch inszeniert sind, dass so etwas wie echte Erotik kaum aufkommen könnte. Gerade mit den Songs, den unfreiwillig komischen Sprüchen und dem flachen Spiel lassen auch die einst berüchtigten Sexszenen völlig kalt oder animieren bestenfalls zum Lachen und Fremdschämen. Wie auch zuvor enden die arg gewollt wirkenden und letztlich viel zu zahmen Sexszenen stets abrupt und kriegen nicht mal wirklich Platz, um Stimmung oder lustvolle Chemie zwischen den verkrampft herumturnenden Johnson und Dornan aufzubauen. Man wird angesichts dieser perfekten Hochglanz-Sterilität völlig auf Distanz gehalten.

Schlecht inszenierte Momente, die scheinbar Spannung aufbauen sollen, wie etwa eine Verfolgungsjagd eines mysteriösen SUVs auf Greys von Ana manövriertem Audi RS8 oder ein dämlicher Entführungsplot gegen Ende laden nur noch zum ungläubigen Kopfschütteln ein. Hier bleibt alles ein gähnend leeres Vakuum ohne echte Gefühle, Aufregung oder eben Spannung. Erzählerisch schwankt der Film erneut zwischen unbeholfener Sexszene, Kitschbildern, Konflikt, Konfliktlösung und wieder Sexszene umher. Ansonsten frönt man hier einem oberflächlichen Luxus-Lifestyle gesäumt von unendlichen Reichtümern, eine Aussage darüber wagt der Film zu keiner Zeit und hinterlässt völlige Leere. Spannung wird hier nur aufgebaut, da man befürchtet, hier könnte etwas Teures zu Bruch gehen.

Christian Grey (Jamie Dornan) heirate seine Anastasia (Dakota Johnson)
Christian Grey (Jamie Dornan) heirate seine Anastasia (Dakota Johnson) © Universal Pictures
Die holprige Erzählung ist erneut voller absurder Wendungen, die regelmäßig für ungläubiges Kopfschütteln sorgen. Inhaltlich ist „Befreite Lust“ sicher der leerste Teil der Trilogie, bei dem nur noch Jacks psychopathisches und völlig überdrehtes, grimmig und wie unter Drogen gestelltes Verhalten im Hintergrund für leichte Regungen sorgt. Zentral ist hier natürlich Christians irritierendes Kontrollfreak-Verhalten, vor allem, als er mit Anas Schwangerschaft konfrontiert wird. Überraschungen sucht man in diesem dünnen Szenario jedenfalls vergebens. Natürlich werden am Ende ganz schnell alle Konflikte aus dem Weg geräumt und man wird mit dem kitschigsten aller Bilder belohnt.

Bild
Wie schon bei den beiden vorangegangen Filmen weiß auch die Blu-ray zu Teil 3 technisch durchweg zu begeistern. Hier offenbart sich eine enorm reichhaltige und gesättigte Farbpalette voller Brillanz und Strahlkraft. Hinzu kommen hervorragende Kontrast- und Schwarzwerte, auch bezüglich Schärfe und Details bewegt sich das digital aufgezeichnete Bild auf exzellentem und überaus feinem Niveau. Trotz der brillanten Hochglanzoptik verliert das Bild seine Natürlichkeit nicht, wodurch man hier schon von Referenzwerten sprechen kann.

Ton
Auch in akustischer Hinsicht gefällt die Blu-ray mit sehr hohem Niveau. Die Akustik ist überaus lebendig, vor allem bei den zahlreichen Musikeinlagen kommt eine hohe Dynamik zum Vorschein. Hier wird es nicht nur räumlich, auch der Subwoofer sorgt für fein abgestimmte Tieftöne. Auch ansonsten überzeugen die Surround-Lautsprecher mit präzise verteilten atmosphärischen Geräuschen. Dialoge und Stimmen ertönen in bester Klarheit.

Extras
Die Blu-ray bietet zunächst die Auswahl zwischen der Kinofassung und der „enthüllten“ und längeren Version. Das Herzstück der Extras ist ein in diverse Featurettes eingeteiltes Making-of, das alle wesentlichen Aspekte der Produktion abdeckt. Der Fokus liegt hier ganz eindeutig auf den Aspekten Set- und Kostümdesign, womit man sich (wie auch beim Film selbst) an der glänzenden Oberfläche ergötzt. Eine weitere Featurette schildert die Entwicklung der Hauptfiguren über die drei Filme, während ein Gespräch zwischen Autorin E.L. James und Jack-Darsteller Eric Johnson für weitere oberflächliche Kurzweiligkeit sorgt. Dazu kommen eine unveröffentlichte Szenen, die völlig banal daherkommt und drei Musikvideos.
Unveröffentlichte Szene: Knutschfleck und Entschuldigung (01:07 Min.) Der finale Höhepunkt (32:39 Min.)
Christian & Ana von Jamie & Dakota (06:02 Min.)
Ein intimes Gespräch mit E.L. James und Eric Johnson (08:52 Min.)
Musikvideos („For You“ – Liam Payne & Rita Ora (04:15 Min.), „Capital Letters“ – Hailee Steinfeld x BloodPop (03:51 Min.), „Heaven“ – Julia Michaels (03:26 Min.))


Fazit:
Teil Drei der „Fifty Shades“-Reihe bildet den Tiefpunkt einer Hochglanz-Kitschfantasie, bei dem Überraschungen Fehlanzeige bleiben. Von Erzählung über Inszenierung bis zum Schauspiel ist dieser Film auf ganz schwachem Niveau. Da helfen auch die schönen Bilder nicht, die sinnbildlich für die gähnende Leere sind, die diese Trilogie ausstrahlt.

by Florian Hoffmann
Bilder © Universal Pictures